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Auf Kanalbaustelle

Hydraulikbagger spielt Schlüsselrolle

Bagger und Lader, Straßenbau und Tiefbau, Kanal- und Verbautechnik, Kanalbau

Hyundai-Kettenbagger R380NLC-9A beim Einheben eines Verbauelementes. Eingesetzt wird der Bagger von der WBB Bau und Betz GmbH, einem Unternehmen der WBB AG aus Umpferstedt. Die Baumaßnahme Regenrückhaltebecken Kantstraße befindet sich in Mettmann-Metzkausen.

METTMANN (ABZ). - Der Bergisch-Rheinische Wasserverband (BRW) betreibt das Klärwerk Metzkausen und das vorgelagerte Regenüberlaufbecken Kantstraße am Krumbach im Norden der Stadt Mettmann 15 km östlich von Düsseldorf gelegen. Im Rahmen eines Gemeinschaftsprojektes mit der Stadt Mettmann baut der Verband aktuell eine neue komplexe Regenbeckenanlage an der Kantstraße.

Ein 38-t-Hydraulikbagger von Hyundai spielt dabei die Schlüsselrolle. Insgesamt rechnen BRW und Stadt Mettmann mit Projektkosten von rund 10Mio. Euro. In dieser Anlage wird zukünftig bei Regenwetter das aus der Kanalisation zufließende Wasser behandelt und zwischengespeichert, ehe es gedrosselt in Richtung Klärwerk bzw. in den Krumbach abgeleitet wird. Hierfür werden insgesamt rund 9400 m³ dezentrales Behandlungs- und Speichervolumen geschaffen. Eine besonders wichtige Aufgabe ist der Bau eines Regenrückhaltebeckens für die Entlastungsmengen aus dem Regenüberlaufbecken in der Kantstraße im Ortsteil Metzkausen. Auftragnehmer für diese bis 2016 dauernde Großbaumaßnahme ist das 170 Mitarbeiter beschäftigende thüringische Spezialunternehmen WBB Bau und Betz GmbH, ein Unternehmen der WBB AG, mit Sitz in Umpferstedt bei Weimar.

Wichtiges Bindeglied zwischen den drei Regenrückhaltebecken und Regenüberlaufbecken ist ein 400 m langer Staukanal mit einem Durchmesser von 1600 mm (DN 1600). In 2014 werden 49 Rohre mit jeweils 8000 kg Gewicht für diesen Kanal verlegt. Zur Realisierung dieser Maßnahme wurde beim Hyundai-Vertragshändler Tecklenborg in Leisnig bei Leipzig ein 38 t schwerer Hydraulikbagger Hyundai R380NLC-9A angemietet. WBB-Geschäftsführer Rolf Böttner suchte einen schweren Tieflöffelbagger mit großem Löffelvolumen 2,3 m³ zum Ausschachten der Gräben und zum Einheben der bis zu 8000 kg schweren und 8000 mm langen Kanalrohre. Da im eigenen modernen Maschinenpark ein solches Gerät nicht verfügbar ist, wurde es längerfristig angemietet.

Der im südkoreanischen Ulsan gefertigte Bagger aus der aktuellen Produktionsserie 9A wiegt einsatzfertig 38 t. Bestückt ist er mit einem 6500 mm langen Monoblockausleger und einem 3200 mm langen Stiel. Ein mechanischer Schnellwechsler erleichtert die Löffelwechsel – dank Anschlagpunkt lassen sich Hebebänder und Kettengehänge problemlos am Schnellwechsler anbringen – diese Option ist wichtig zum Versetzen der Verbauelemente und zum Einbringen/Feinpositionieren der Rohre.

Der Kettenbagger R380NLC-9A mit langem schmalen Unterwagen 2390 mm Fahrwerksbreite, 216 kW Antriebsleistung, Löffelinhalten von 1,4 bis 2,4 m³ und 230 kN Grabkraft ist nach Aussage des Herstellers das ideale Trägergerät für Tiefbaumaßnahmen dieser Art. Vor allem aufgrund seiner enormen Hubkräfte (in Längsrichtung 13,09t bei 3 m Ausladung) sei der Bagger zum Einheben der Gussrohre bestens geeignet. Mit Capo (Computer Aided Power Mode) wählt der Fahrer aus drei Leistungsstufen und zwei Arbeitsprogrammen. Mit User Mode lässt sich ein individuelles Leistungsprogramm für den 38-t-Bagger erstellen. Herzstück des Antriebsstranges ist ein Cummins-Motor QSL 9 mit 9 l Hubraum, welcher der Emissionsstufe TIER 3B entspricht. Variable Axialkolbenpumpen versorgen Ausrüstung sowie Fahr- und Schwenkwerk und Anbaugeräte mit den geforderten Ölmengen.

In der geräumigen sicherheitsverglasten Kabine mit serienmäßiger Klimaanlage und USB-Radio erwartet den Fahrer ein moderner, leiser Arbeitsplatz mit sehr guter Rundumsicht, was besonders bei engen Baustellen und schwierigen Arbeiten von großer Wichtigkeit ist. Automatische One-Touch-Drehzahlverzögerung, Warmlaufsystem, Überhitzungsschutz und die automatische Temperaturregelung sorgen für einen sicheren Dauerbetrieb. Ein LCD-Touchscreen informiert den Fahrer ständig über den Zustand der Aggregate seiner Maschine, er kann Füllstände und Temperaturen ebenso abrufen wie Fehlercodes.

Hyundai legt besonders auf einen stabilen Unterwagen Wert. Denn dieser ist für sicheren Stand wichtig. Der X-förmige Mittelrahmen ist mit dem verstärkten Kastenkettenrahmen verschweißt. Geschmierte Laufrollen, Freilaufrollen, Ketteneinstellvorrichtungen mit Stoßdämpfern und je nach gefordertem Bodendruck Zwei- oder Dreisteg-Bodenplatten machen den Bagger komplett. Die zwei Fahrwerksträger sind jeweils 5280 mm lang, die Spurweite beträgt bei der Standardversion 2740 mm, bei der Narrow-Ausführung nur 2390 mm.

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Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 35/2014.

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