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Auf Konsolidierungskurs

Porr verzeichnet Rekord-Auftragsbestand

Auf der Kühlerhaube stehen (v. l.): Martin Linkemeyer (Technischer Trainer, Schlüter für Baumaschinen), Herr Buck (Dyckerhoff, Maschinenführer), Herr Dornbusch (Dyckerhoff, Maschinenführer). Auf der Treppe (v. l.): Herr Peters (Dyckerhoff, Betriebsleiter Steinbruch), Jürgen Rasche (Verkaufsleiter, Schlüter für Baumaschinen), Georg Rottwinkel (Gebietsverkaufsleiter, Schlüter für Baumaschinen), Herr Sosna (Dyckerhoff, Produktionsleiter), Herr Kuhlmann (Dyckerhoff, Maschinenführer).

Wien/Österreich (ABZ). – Die Porr AG hat im ersten Halbjahr 2019 einen Rekord-Auftragsbestand von 7,6 Mrd. Euro erzielt. Das geht aus aktuellen Zahlen hervor, die das österreichische Bauunternehmen kürzlich veröffentlicht hat. Die positive Auftragslage sichere Vollauslastung und ermögliche eine Konsolidierung, die zu einem moderaten Anstieg der Produktionsleistung von 1,6 % auf 2,497 Mrd. Euro führe, heißt es von Unternehmensseite. Zudem habe das Ergebnis vor Steuern (EBT) im ersten Halbjahr 8,2 Mio. Euro erreicht. "Eine historisch einmalige Situation prägt im Moment den Bausektor. Mit einem Rekord-Auftragspolster bei der Porr sowie ungebrochen starker Nachfrage nach unseren Baudienstleistungen sehen wir dennoch einem schwierigen Marktumfeld entgegen. Unsere Märkte bieten aber langfristiges Potenzial", sagt Karl-Heinz Strauss, CEO der Porr. "Mit Porr 2025 haben wir ein Transformationsprogramm eingeleitet, um diese Chance bestmöglich zu nutzen." Nach dem starken Wachstum der vergangenen Jahre setzt die Porr 2019 bewusst auf Konsolidierung. Die Produktionsleistung im ersten Halbjahr 2019 belief sich nach Unternehmensangaben auf 2 497 Mio. Euro und wuchs somit moderat um 1,6 %. Abermals hätten der Geschäftsbereich Österreich und Schweiz sowie der Geschäftsbereich Deutschland zum Leistungswachstum beigetragen, während sich im internationalen Geschäft das Auslaufen einiger Großprojekte im Vergleich zum Vorjahr ausgewirkt habe. Mit einer Vollauslastung in allen Segmenten erzielten Österreich und Deutschland mit 70 % erneut den Großteil der Leistung. Einen deutlichen Anstieg verzeichneten v. a. der Ingenieurbau Deutschland sowie Tschechien, die Slowakei und die Schweiz. 90 % der Leistung der Porr werden in den stabilen, sicheren und wachstumsstarken Heimmärkten erwirtschaftet. Die Umsatzerlöse sanken im selben Zeitraum um 1,9 % und erreichten 2 182 Mrd. Euro.

Die Nachfrage im Bau ist ungebrochen. Fachkräftemangel, enorme Kapazitätsengpässe bei Subunternehmern sowie ein anhaltend hohes Niveau bei den Kosten für Baumaterialien, Logistik, etc. stehen dem entgegen. Bedingt durch das hohe Wachstum in den vergangenen Jahren, unterzieht die Porr ihre Aktivitäten einer strategischen Durchsicht leitet ihr Transformationsprogramm Porr 2025 ein. Mit einer bereits begonnenen Neuausrichtung der Organisation verschlankt die Porr ihre Geschäftsbereiche, optimiert die Kosten der Zentralfunktionen (Shared Service Center) und vereinfacht Managementstrukturen mittels neuer Unternehmenskultur – fünf Prinzipien. Weitere strategische Initiativen schärfen den Fokus auf die bestehenden Heimmärkte und die Kernkompetenzen, verbessern operative Prozesse und erhöhen die Kostendisziplin. Hinzu kommt die Weiterentwicklung zentraler Themen im Bereich Digitalisierung.

Für die Baumärkte in Europa, die im Fokus der Porr stehen, rechnen Experten auf Basis aktueller Prognosen mit einem weitgehend stabilen Wachstum, jedoch mit regionalen Unterschieden. Österreich, Deutschland und die Schweiz zeigen eine robuste Baukonjunktur. Tschechien, die Slowakei, Rumänien und v. a. Polen sollten nachfrageseitig weiter wachsen. In Polen lassen die Indikatoren keine Entwarnung bei Themen wie dem Fachkräftemangel, Engpässen bei Nachunternehmern sowie beim Preisniveau von Baumaterialien und Löhnen erkennen. Der Druck auf die Margen bleibt hoch. In Katar bzw. den VAE verfolgt die Porr eine risikoreduzierte Strategie. Norwegen bietet weiterhin Opportunitäten im Infrastrukturbereich, das Marktumfeld ist jedoch sehr schwierig. Großbritannien weist für die Porr aufgrund der makroökonomischen Unsicherheit keine weiteren Potenziale auf.

Auf Basis der dargestellten Annahmen und einer stabilen Entwicklung in den Heimmärkten geht der Porr-Vorstand davon aus, das hohe Leistungsniveau 2018 von 5 593 Mrd. Euro auch 2019 moderat steigern zu können. Der tatsächliche Geschäftsverlauf könne jedoch, abhängig von exogenen politischen und wirtschaftlichen Faktoren sowie der Saisonalität der Baubranche, von den aktuellen Erwartungen abweichen.

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