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Auftragsrekord

Strabag wächst 2018 dank Bauboom

Ende des vergangenen Jahres weihte die Strabag AG an ihrem Firmensitz in Köln-Deutz ihr neues Konzernhaus ein, in dem rd. 700 Beschäftigte der Strabag-Gruppe ihren Arbeitsplatz haben.

Köln (ABZ). – Die gute Baukonjunktur und die günstigen Witterungsbedingungen haben der Strabag AG 2018 im Verkehrswegebau eine sehr gute Auslastung beschert. Die anhaltend hohe Nachfrage spiegelte sich in den Büchern bei allen relevanten Kennziffern in zweistelligen Zuwachsraten wider, wie das Unternehmen kürzlich mitteilte. Ein Trend, der sich im 1. Quartal des laufenden Geschäftsjahres noch ungebrochen fortgesetzt hat. Trotz eingetrübter Konjunkturprognosen rechnet der Strabag-Vorstand vorerst nicht mit einem abrupten Ende des Auftragsbooms im Verkehrswegebau: "Der Bedarf an Infrastrukturinvestitionen ist derzeit ungebrochen", erklärte Marcus Kaller, Vorstandsmitglied der Strabag AG. Der Auftragseingang der Strabag im Verkehrswegebau kletterte nach Unternehmensangaben im abgelaufenen Geschäftsjahr um 19,6 % auf ein neues Rekordvolumen von knapp 3,2 Mrd. Euro. Erheblichen Anteil daran hatten Großaufträge über den Neu- und Ausbau der Bahnstrecke Oldenburg–Wilhelmshaven bei Sande, die Erschließung des geplanten Audi IN-Campus in Ingolstadt oder den Bau eines Teilstücks der S-Bahnstrecke zwischen Troisdorf und Bonn-Oberkassel (S13). Hinzu kommen zahlreiche Autobahn-Projekte, u. a. auf der BAB 9 (Allersberg), BAB 7 (Mellendorf) und BAB 5 (Ettlingen).

Die gute Auftragslage und das baugünstige Wetter ohne größere Ausfallzeiten sorgten 2018 für einen kräftigen Leistungszuwachs: Die Bauleistung im Strabag-Verkehrswegebau stieg den Angaben zufolge um 13,4 % auf 2,9 Mrd. Euro. Auch der Auftragsbestand in diesem Segment übertraf zum 31. Dezember 2018 mit rd. 1,7 Mrd. Euro das Vorjahresniveau um mehr als ein Fünftel (+22,1 %). Die stabil hohe Nachfrage wirkte sich zudem positiv auf die Beschäftigung aus. Ende 2018 beschäftigte Strabag nach eigener Aussage 12 756 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, 797 mehr als noch ein Jahr zuvor.

Der Boom im Verkehrswegebau hält auch zu Beginn des laufenden Jahres noch an: Mit neuen Aufträgen im Volumen von 882 Mio. Euro verbuchte die Strabag AG im 1. Quartal ein Orderplus von 22,3 %. Bei einem zum 31. März 2019 um 21,9 % gestiegenen Auftragsbestand in Höhe von 2,2 Mrd. Euro wuchs die Bauleistung um 23,2 % auf 381,5 Mio. Euro. Eine Trendwende ist derzeit aus Sicht des Strabag-Vorstands nicht erkennbar. "Dies liegt z. T. auch daran, dass manche Kommunen aufgrund der gestiegenen Rohstoff- und Nachunternehmerpreise dazu übergegangen sind, öffentliche Ausschreibungen – sofern möglich – aufzuschieben", so Marcus Kaller. Auslastungsbedingt lag auch die Mitarbeiterzahl am 31. März 2019 mit 12 461 um 820 über dem Vergleichswert des Vorjahres.

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Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 23/2019.

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