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Aufwendiger Gipsabbau

Kettenfräse ersetzt

Im Gipsbruch der Gebrüder Bantle GmbH muss auf Sprengungen verzichtet werden. Nach dem Abräumen der Deckschicht übernimmt daher ein CX370D mit einer Kemroc-EK140-Fräse die Direktgewinnung.

Bösingen (ABZ). – Tief- und Straßenbau für heute und morgen – das ist das Motto der Gebrüder Bantle GmbH & Co. KG, einem traditionsreichen Familienbetrieb aus dem schwäbischen Bösingen. Das Unternehmen wird von Bauingenieur Georg Bantle geführt und beschäftigt in der Region rund 135 Mitarbeiter.

Mit Baustoffen aus eigenen Rohstoffvorkommen versorgt die Firma Bantle mit ihrem Fuhrpark eigene Projekte im Hoch-, Tief- und Straßenbau und externe Baustoffhersteller. Ein wichtiges Standbein ist dabei ein Gipsbruch am östlichen Rand des Schwarzwaldes. Aufgrund der Nähe zur Autobahn 81 Stuttgart–Singen musste das Material allerdings äußerst aufwendig mit dem Hydraulikhammer abgebaut werden.

Aufgrund der hohen Maschinen- und Personalkosten suchten Georg Bantle und sein Sprengmeister Armin Kopf einen neuen Weg für den Abbau des Gips-Vorkommens. Nach anfänglichen Versuchen mit einer hydraulischen Anbaufräse wurde dann Anfang 2018 eine Kemroc-Kettenfräse EK140 mit einer Schnittbreite von 800 mm für den Einsatz mit einem Raupenbagger direkt an der Wand angemietet, um das Verfahren gründlich zu testen. Nach einem positiven Langzeittest wurde schließlich 2019 eine Fräse gleichen Typs mit nun 900 mm Arbeitsbreite angeschafft. Wie Georg Bantle berichtet, bietet der Direktabbau mit der Fräse eine Reihe von Vorteilen.

Zunächst ist das neue Verfahren vergleichsweise erschütterungsfrei und belastet Mensch und Maschine weit weniger. Außerdem liefert die Fräse ein weit homogeneres und feinstückiges Material, das weniger Verarbeitungsschritte erfordert. Eine, im wahrsten Sinne des Wortes, tragende Rolle spielt dabei seit Januar 2019 ein Case-Raupenbagger CX370D NLC mit Oilquick-Schnellwechsler für den einfachen Anbau der Fräse. Wie Oliver Merkle von der Böhrer Baumaschinen Niederlassung Villingendorf erläutert, hat der 38-Tonnen-Bagger einen rund 10 t schwereren Vorgänger abgelöst und ist seit rund 1500 Betriebsstunden ohne Probleme im Einsatz. Neben der Arbeit mit der Fräse besteht sein Aufgabengebiet überwiegend im Verladen von Abraum und Gips. Der 282- PS-starke Kraftprotz mit seinem robusten NLC-Unter-wagen und der verstärkten HD-Arbeitsausrüstung ist in der Gewinnung ganz in seinem Element. Dabei sorgt die Hochleistungshydraulik mit ihrem direkten Ansprechverhalten und der exzellenten Feinsteuerung für eine optimale Unterstützung beim Einsatz mit der Fräse.

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