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Aus Fasensteinen

Mauerwerk harmoniert mit Apparatetechnik

Mauerwerksbau, Kalksandstein

Prüfstandwände und die technischen Apparaturen bilden optisch eine harmonische Einheit.

DESSAU (ABZ). - An einem traditionsreichen Industriestandort, dem Gelände des ehemaligen Junkers-Werks in Dessau-Roßlau, eröffnete die Dekra ihre neue Hauptniederlassung in der Region. Sie ist nicht nur größer und moderner ausgestattet sondern auch heller und kundenfreundlicher gestaltet als der frühere Standort an der Ernst-Zindel-Straße. Dazu tragen insbesondere das ästhetische Erscheinungsbild der mit Silka Kalksandstein Fasensteinen errichteten Fahrzeug-Prüfstandwände bei.

Seit fast 90 Jahren sorgt das Prüfunternehmen Dekra für mehr Sicherheit und Qualität im Umgang mit Technik und Umwelt und zwar nicht nur in Deutschland sondern mit aktuell mehr als 30 000 Mitarbeitern in über 50 Ländern. Um den hohen Leistungsansprüchen gerecht zu werden, müssen u. a. Gebäude und technische Ausstattung den wachsenden Anforderungen genügen. Neben permanenten Modernisierungsmaßnahmen werden bei Bedarf auch alte Dekra-Niederlassungen durch Neubauten ersetzt oder wie in Dessau in mit einem Investor maßgeschneidert auf die Nutzungsbedürfnisse abgestimmten Neubau umgezogen.

Der Investor erwarb für den neuen und verkehrsgünstiger gelegenen Standort ein rund 6000 m² großes Grundstück auf dem früheren Werksgelände des ehemaligen Flugzeug- und Motorenherstellers Junkers. Die Stadt hatte das seit mehreren Jahren weitgehend ungenutzte Gelände als Gewerbegebiet neu erschlossen und dabei auch das auf dem Grundstück vorhandene Junkalor-Gebäude abgerissen.

Der mit der Planung beauftragte Architekt Karsten Gebhardt aus Zerbst sah für das Dekra-Verwaltungsgebäude einen kompakten viergeschossigen Baukörper mit insgesamt rund 770 m² Nutzfläche vor. Eine schlichte aber klare Gliederung der mit einem Wärmedämmverbundsystem versehenen Fassaden erfolgte durch horizontal durchgehende Fensterbänder. Die Prüfstände für Pkw und Lkw wurden in Form einer eingeschossigen Halle mit 306 m² Grundfläche direkt an das Erdgeschoss des Bürogebäudes angegliedert.

Ein umweltgerechtes Heizungs- und Klimatisierungskonzept rundete das nutzungsoptimierte Gebäudekonzept ab. Während die Prüfstände mit einer in die Stahlbetonbodenplatte integrierten Fußbodenheizung ausgestattet wurden, garantierten mit niedrigen Vorlauftemperaturen betriebene Heiz- und Kühldecken ganzjährig ein angenehmes Raumklima in den Büro- und Seminarräumen. Für frostige Temperaturen wurde zur Heizungsunterstützung eine Gasbrennwerttherme installiert. Den sommerlichen Wärmeschutz der Fensterbänder stellten montierte Außenraffstores sicher.

Neben einer modernen technischen Ausstattung war vom Gebäudenutzer auch im Inneren der Fahrzeug-Prüfstände ein helles einladendes Erscheinungsbild gefordert. So entschied man sich bei der Festlegung der Wandbaustoffe für ein schalldämmendes Sichtmauerwerk aus besonders druckfesten Kalksandsteinen. "Der ausgewählte Silka-Fasenstein erfüllt mit schlanker Wanddicke optimal sowohl die bauphysikalischen Vorgaben an Tragfähigkeit und Schallschutz wie auch die hohen Ansprüche an die gewünschte Optik", so Gebhardt. "Die weiße Wandoberfläche und das sich ergebende ästhetische Erscheinungsbild durch die wie eine Sichtfuge wirkende umlaufende Fase bilden für die modernen Prüfapparaturen einen optisch sehr gefälligen Hintergrund."

Mit der Wahl des Silka-Fasensteins (Z-17.1-996) der Xella Deutschland GmbH für tragende bzw. nicht tragende Wände mit Wanddicken 11,5 und 17,5 cm war gleichzeitig eine wirtschaftliche Bauweise gewährleistet, da neben Nutzfläche sparender Wanddicke in einem Arbeitsgang eine beidseitig hochwertige Wandoberfläche erzielt wurde. Ein nachträgliches Verfugen bzw. ein Putzauftrag mussten nicht erfolgen. Das Mauerwerk verknüpfte zudem die optischen und bauphysikalischen Vorteilen mit den typischen zur Raumbehaglichkeit beitragenden Pluspunkten von Kalksandsteinwänden wie hohe Wärmespeicherung und eine ausgleichende Raumfeuchteregulierung.

Das Sichtmauerwerk erforderte angesichts der optischen Anforderungen besondere Sorgfalt bei der Verarbeitung. Deshalb beauftragten Architekt und Investor für die Rohbauausführung mit der Blaschke Bau AG ein mit Maurerarbeiten erfahrenes Unternehmen mit erstklassigen Referenzen. Das Team um Bauleiter Ingo Mikolajzak, seit 2007 Mitgeschäftsführer des damals noch als GmbH geführten Bauunternehmens, achteten bei der Erstellung der Wände u. a. auf eine sorgfältige Verlegung der ersten Mauerwerksschicht. "Eine exakte Ausrichtung und absolut waagerechte Ausführung der ersten Schicht aus Kimmsteinen bildeten sozusagen die Basis für ein optisch einwandfreies Sichtmauerwerk", betont Mikolajzak. "Die Silka-Fasensteine ließen sich ansonsten aufgrund ihrer sehr hohen Maßgenauigkeit relativ einfach in dem vom Hersteller gelieferten Secure White Dünnbettmörtel verlegen."

Für einen vollflächigen und gleichmäßigen Auftrag des Mörtels sorgten die von Xella mitgelieferten Mörtelschlitten mit einer Torbogenzahnung. Der eigens für Silka-Kalksandstein-Sichtmauerwerk entwickelte weiße Dünnbettmörtel garantierte nicht nur ein einheitliches Erscheinungsbild der Wandoberfläche, sondern stellte auch einen besonders kraftschlüssigen Mauerwerksverbund sicher. Trotz der wechselseitigen Nut-Feder-Ausbildung der Fasensteine wurden aus Schallschutzgründen und zur Erzielung einer höheren Mauerwerksqualität auch die Stoßfugen vermörtelt.

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