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Ausbildung

Betonschutzwände fachgerecht bauen und montieren

Ausbildung und Beruf, Nachwuchsförderung

Ausgebildete Fachkräfte sorgen beim Bau einer Betonschutzwand aus Ortbeton ebenso wie bei der Montage von Betonschutzwänden aus Fertigteilen für eine sichere technische Ausführung der Rückhaltesysteme.

KREFELD (ABZ). - Fahrzeug-Rückhaltesysteme aus Beton, kurz Betonschutzwände, sorgen für ein hohes Maß an Sicherheit auf Straßen. Um die Qualität sicherzustellen, definieren die neuen ZTV FRS, dass Schutzeinrichtungen künftig nur noch gebaut werden dürfen von "durch Schulung befähigten Personen, die Fahrzeug-Rückhaltesysteme entsprechend der geltenden Regelwerke errichten können." Das geforderte Fachwissen vermittelt die Gütegemeinschaft Betonschutzwand & Gleitformbau e. V. ab sofort mit der Ausbildung zur Fachkraft für Bau und Montage von Betonschutzwänden. Nach bestandener Prüfung erhalten die Teilnehmer den "BSW-Schein".

Die neuen Zusätzlichen Technischen Vertragsbedingungen für Fahrzeug-Rückhaltesysteme, ZTV FRS fordern verstärkt die Fachkunde des Personals. So muss der Auftragnehmer sicherstellen, dass seine Bau- bzw. Montagekolonnen ausreichend Kenntnis über die Regelwerke zu Fahrzeug-Rückhaltesystemen und die einzubauenden Systeme (Wände aus Ortbeton ebenso wie Betonschutzwände aus Fertigteilen) verfügen. Als Nachweis dafür gilt ein Prüfzeugnis, das maximal vier Jahre alt sein darf.

Der neue BSW-Schein, den die Teilnehmer nach der Ausbildung zur "Fachkraft für Bau und Montage von Betonschutzwänden" als Urkunde erhalten, erfüllt diese Anforderungen. Er ist bundesweit anerkannt und durch den Ausbildungsbeirat Betonschutzwand zertifiziert. Während einer 5-tägigen Schulung vermitteln Referenten aktuelles Fachwissen. Dazu gehören die Vorschriften und Regelwerke für Fahrzeug-Rückhaltesysteme (DIN EN 1317, RPS 2009, ZTV-FRS) sowie die Grundlagen der Planung und Dimensionierung von Betonschutzwänden inklusive der Technischen Vertragsbedingungen. Im Bereich der Materialkunde werden Ausgangsstoffe für Beton, Herstellung, Förderung, Nachbehandlung sowie Eigenschaften von Frisch- und Festbeton, Schäden, deren Ursachen und entsprechende Schadensbilder thematisiert. Zusätzlich wird Know-how rund um die Maschinen und Geräte für den Bau und die Montage von Betonschutzwänden vermittelt und es geht um die bauliche Erhaltung von Betonschutzwänden sowie die Unfallverhütung auf der Baustelle.

Zielgruppe sind Ingenieure, Techniker, Meister, Kolonnenführer o. ä. aus den Mitgliedsunternehmen der Gütegemeinschaft Betonschutzwand & Gleitformbau e. V. ebenso wie Mitarbeiter von Planungs- und Ingenieurbüros und Straßenbauverwaltungen. Teilnehmer sollten als Ingenieur oder Techniker über mindestens ein Jahr Berufserfahrung im Betonschutzwandbau verfügen oder als Meister bzw. Kolonnenführer mindestens drei Jahre Berufserfahrung im Betonschutzwandbau nachweisen können.

Der erste Lehrgang findet statt in Kre-feld vom 27. bis 31. Januar, die Prüfung erfolgt am 1. Februar. Dafür stehen 25 Ausbildungsplätze zur Verfügung, die in der Reihenfolge der Anmeldungen vergeben werden. Zusätzliche Lehrgänge werden rechtzeitig angekündigt auf der Webseite der Gütegemeinschaft, www.guetegemeinschaft-betonschutzwand.de. Dort finden Interessierte auch ein Anmeldeformular zum Download.

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