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Ausbildung im Fokus der Verbandsarbeit

Die Akquise muss vor Ort passieren

Von Britta Keinemann

Britta Keinemann ist Schatzmeisterin und Leiterin des Ausschusses für Aus- und Weiterbildung des Fachverbandes Betonbohren und -sägen Deutschland e. V.

Darmstadt. – Seit 2004 verfügt die Betonbohr- und -sägebranche mit dem Bauwerksmechaniker für Abbruch und Betontrenntechnik über ein eigenes Berufsbild. Jungen Menschen bieten wir damit eine Zukunftsperspektive in einer hochspezialisierten Sparte des Bauwesens.

Die optimal auf unsere Branche zugeschnittene Ausbildung vermittelt alle relevanten und vor allem technische Inhalte. Aufstiegschancen bieten die Weiterbildungsmöglichkeiten zum Vorarbeiter, Werkpolier und Meister – deren Inhalte wiederum genau auf die BBS-Branche abgestimmt sind. Und auch die Ausbildungsbetriebe profitieren: Die begleitende Arbeit im eigenen Unternehmen ermöglicht es, die Auszubildenden optimal auf die Anforderungen im zukünftigen Berufsalltag eines Betonbohr- und -sägebetriebes vorzubereiten. Engagierte Unternehmer gewinnen so eine exzellent ausgebildete Fachkraft und sichern damit die Zukunftsfähigkeit ihres Fachbetriebes.

Die Voraussetzungen sind also gegeben. Dennoch gibt es noch Reserven bei der Gewinnung junger Menschen für unseren Beruf. Denn nicht zuletzt der demografische Wandel und der damit verbundene Wettbewerb um junge Absolventen stellt viele Unternehmen vor die Herausforderung, geeignete Lehrlinge zu finden. An dieser Stelle möchte ich einmal mehr an unsere Mitglieder appellieren: Der Fachverband kann keine Auszubildenden akquirieren, das wird stets Aufgabe der einzelnen Unternehmen bleiben und muss regional vor Ort passieren. Wir wollen das individuelle Engagement jedoch aktiv unterstützen und tun dies bereits. Ein Beispiel ist die erstmalige Präsentation unseres Mitgliedsbetriebs BBS Matthias Landgraf auf einer Azubimesse, den Erfahrungsbericht finden Sie in dieser Ausgabe der ABZ.

Art und Umfang der Unterstützung des Fachverbandes wollen wir zukünftig optimieren beziehungsweise erweitern. So initiieren wir im Oktober dieses Jahres eine Expertenrunde zum Thema Ausbildung, um konkrete Maßnahmen für unsere Mitglieder sowie neue Ansätze für eine stärkere Wahrnehmung unseres Berufsbildes in der Öffentlichkeit zu erarbeiten. Dieses Gremium besteht aus Vertretern der Fachbetriebe, des Fachverbandes und dem Ausbildungszentrum in Hamm. Dabei sind wir stets offen für weitere engagierte Mitglieder. Wer also eigene Ideen einbringen und aktiv mitarbeiten möchte, ist herzlich willkommen. Je vielfältiger unser Team aufgestellt ist, um so kreativer werden die Ergebnisse sein, davon bin ich überzeugt.

Darüber hinaus erarbeiten wir in den kommenden Monaten einen Leitfaden für die Ausbildung zum Bauwerksmechaniker. Dieser wird Anforderungen und Rahmenbedingungen verbunden mit Tipps erfahrener Ausbildungsbetriebe enthalten, um Fachbetriebe umfassend zu informieren und anzuleiten. Geplant ist die Veröffentlichung zur BeBoSa im April kommenden Jahres. Auf diesem Branchentreffen werden wir gemeinsam mit dem ABZ Hamm das Thema Ausbildung an einem eigenen Messestand detailliert präsentieren. Für alle an einer Ausbildung interessierten Fachbetriebe stehe ich darüber hinaus wie bisher jederzeit für eine persönliche Beratung zur Verfügung.

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Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 41/2020.

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