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Ausbildungsmarkt 2021

Trotz Corona-Pandemie mehr Ausbildungsverträge

Berlin (dpa). – Die Betriebe von Industrie und Handel, Handwerk und Freien Berufen haben trotz Corona-Pandemie wieder mehr neue Ausbildungsverträge abgeschlossen. Das intensive Engagement aller Beteiligten konnte fehlende Praktika und Berufsorientierung aus dem ersten Halbjahr auffangen, das teilte der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) unlängst mit. Angesichts der demographischen Entwicklung in Deutschland hat die Nachwuchsförderung für die Unternehmen demnach höchste Priorität. Die Betriebe in Industrie und Handel, Handwerk sowie den Freien Berufen engagieren sich ungebrochen stark in der Ausbildung junger Menschen.

Trotz Corona-Pandemie wurden von den Unternehmen 435 383 Ausbildungsverträge geschlossen (Stand: 30. September). Die Vertragszahlen von Betrieben der drei Wirtschaftsbereiche sind im Vergleich zum Vorjahr in Summe um 2 Prozent gestiegen. Die Betriebe und Unternehmen in Deutschland leisten mit ihrer hohen Ausbildungsbereitschaft wichtige Investitionen, um die anstehenden Zukunftsaufgaben wie Digitalisierung, Nachhaltigkeit, Energieeffizienz und Mobilität bewältigen zu können. Daher muss die zukünftige Bundesregierung die Berufliche Bildung stärken – über die Ausweitung der Berufsorientierung ebenso wie durch eine stärkere Unterstützung des internationalen Austauschs von Azubis und Impulse zur besseren Ausstattung der Berufsschulen in der digitalen Welt.

Die Herausforderungen für eine künftige Bundesregierung bleiben laut ZDH weiter groß – nicht nur wegen der Pandemie: Die Betriebe und Unternehmen in nahezu allen Branchen und Regionen bieten auf der einen Seite noch viele Tausend Ausbildungsangebote an und gleichzeitig gibt es einen erheblichen Rückgang an Ausbildungsbewerberinnen und -bewerbern. Damit sind für das 14. Jahr in Folge mehr unbesetzte Ausbildungsstellen als unvermittelte Bewerberinnen und Bewerber zu erwarten, so der Verband.

Dr. Rainer Dulger, Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA): "Der Trend auf dem Ausbildungsmarkt stimmt mich zuversichtlich. Die wichtige Botschaft ist jetzt: Es ist noch nicht zu spät, einen Vertrag für das Ausbildungsjahr 2021/2022 abzuschließen. Denn auch nach dem offiziellen Start des Ausbildungsjahres freuen sich noch zahlreiche Unternehmen auf Bewerberinnen und Bewerber für ihre freien Ausbildungsstellen. Deshalb möchte ich alle jungen Menschen ermutigen, ihre Chancen auf Ausbildung noch zu ergreifen."

ABZ-Stellenmarkt

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 45/2021.

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