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Ausbildungsvertrag unterzeichnet

Sachsens erste Gerüstbauerin

Gerüstbaumeister Ingolf Stuber von der Gemeinhardt Gerüstbau Service GmbH in Roßwein überreicht der zukünftigen ersten Gerüstbauauszubildenden in Sachsen, Alexandra Weiß, einen Blumenstrauß als Willkommensgruß.

Roßwein (ABZ). – Seit nunmehr 18 Jahren gewährleistet die Roßweiner "Gemeinhardt Gerüstbau Service GmbH" bei jedem Bauvorhaben ihren Kunden einen sicheren Stand. Neben dem Stammhaus in Roßwein hat das Unternehmen zwei weitere Standorte in Frankfurt am Main und Braunschweig. Einer der Gerüstbauer mit ordentlich Ahnung ist Ingolf Stuber, Sohn von Geschäftsführer Walter Stuber. Damit das Geschäft später einmal in der Familie weitergeführt werden kann, hat sich Gerüstbauer Ingolf Stuber in den vergangenen Monaten immer wieder mal von den Unternehmensaufgaben freistellen lassen und die Meisterausbildung bei der Handwerkskammer in Dresden abgeschlossen. Für die Firma "Gemeinhardt Gerüstbau Service GmbH" ist das ein großer Gewinn: "Ingolf Stuber haben wir nun als Technischen Betriebsleiter in unserer Braunschweiger Niederlassung eingesetzt", erklärt Geschäftsführer Dirk Eckart. "Der Gerüstbau-Beruf ist bei der Handwerkskammer in der Rolle A geordnet. Dies bedeutet, dass bereits bei kleinen Fehlern Menschenleben in Gefahr sein können. Die Anwesenheit eines Meisters ist deshalb an jedem Standort zwingend erforderlich. Wir sind froh, dass wir diesen Posten nun intern besetzen können." So ist Stuber nicht nur im Büro der Ansprechpartner Nummer eins, sondern auch direkt vor Ort bei den Projekten, die seine Kollegen tagtäglich auf- und abbauen.

Eine seiner ersten Aufgaben war die Unterzeichnung des Ausbildungsvertrages mit Sachsens erster Gerüstbauerin Alexandra Weiß. "Auch wenn die Ausbildung erst am 1. August beginnt, sind wir froh, jetzt zumindest schon mal das Rechtliche geklärt zu haben", erklärt Ingolf Stuber, der bei seiner ersten Meisterunterschrift unter den Vertrag doch selbst noch ganz schön nervös war. "Ich bin fürs Büro nicht geschaffen, ich muss raus an die frische Luft. Beim Vorbeifahren in Roßwein habe ich das große Werbeplakat von Gemeinhardt gesehen und mir die Seite im Netz angesehen. Da dachte ich mir, das müsste passen", so die noch 16-jährige Alexandra Weiß, die zur Vorbereitung bereits eine Woche Schülerpraktikum mit Begeisterung absolvierte.

Auf Ingolf Stuber selbst warten nun aber nicht nur diverse Spezialgerüste zur Abnahme, bevor sie bestiegen werden dürfen. Er kann sich durch die Meister-Ausbildung auch um das Qualitätsmanagement, die Personalplanung oder Lagerlogistik kümmern. "Es ist schön, nicht immer nur Gerüste auf- und abzubauen, sondern jetzt auch beurteilen zu können, was die Kollegen täglich leisten", so Stuber. "Die Sicherheit steht bei mir genauso an erster Stelle, wie sie es im Unternehmen schon immer tat. In der Meister-Ausbildung wurde mein Blick gut für alle Kleinigkeiten geschult, die auf dem Gerüstbau auftreten können." Damit bei der Sicherheit auch wirklich alles glatt geht, muss Stuber nun auch die Statik für die Spezialgerüste, wie z. B. bei Hängegerüsten unter Brücken, gemeinsam mit einem externen Statiker berechnen. "Solche Berechnungen habe ich in der letzten Zeit genauso gelernt, wie auch genaue Kostenkalkulationen", sagt Stuber. Und er ist nicht ganz allein als Meister, denn die Roßweiner haben einen zweiten Meister eingestellt: Mikä Stanarius aus Dortmund. Aus den Medien kannte er die Gerüstbauer aus Sachsen und hat sich nach bestandener Meisterprüfung einfach mal beworben. "Ich brauchte eine neue Herausforderung. Und ich dachte mir, ich bin verrückt genug, nach Sachsen zu ziehen um bei den verrückten Unternehmern zu arbeiten", so Stanarius.

Für Ingolf Stuber soll es das aber noch nicht gewesen sein. "Der nächste Schritt ist dann die Ausbildung zum vereidigten Gutachter. Allzu lang werde ich damit nicht warten, das Schulbankdrücken soll bald ein Ende finden", erläutert der neue Gerüstbau-Meister abschließend.

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Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 20/2019.

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