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Ausgeklügelte Logistik

Tank-Rüstung erfolgte von innen

Scafom-rux, Gerüstbau

Eine spektakuläre Innenrüstung mit Fassaden- und Ringscaff-Modulgerüst erstellte die Eugen Wahner GmbH aus Sulzfeld in einem ehemaligen Schweröltank, der komplett gereinigt und mit Korrosionsschutz versehen wird.

Ochsenfurt (ABZ). – Mit weltweit 18 500 Mitarbeitern ist die Südzucker AG kein kleiner Fisch. Die laut eigenen Angaben im traditionellen Zuckerbereich europaweite Nummer 1 wurde bereits 1926 gegründet. Was lag näher, als sich an ein anderes Traditionsunternehmen zu wenden, um einen ganz speziellen Fall von Rüstung in den Griff zu bekommen. Das Sulzfelder Gerüstbau-Unternehmen Eugen Wahner GmbH, gegründet 1853, wurde beauftragt, die Einrüstung eines Tanks am Südzuckerwerk in Ochsenfurt vorzunehmen.

Mit einem Ø von 38 m, einer Höhe von 20 m, einem Volumen von 23 000 m³ und einer Wandfläche von 2800 m² bis hierher eigentlich kein Problem. Einziger kleiner Haken: Die Rüstung musste von innen erfolgen – und zwar inklusive komplettem Deckenzugang. Fünf der 40 Wahner-Mitarbeiter hatten drei Wochen Zeit, das Gerüst zu errichten. Hört sich unspektakulär an, wäre da nicht noch ein Haken gewesen – oder besser zwei: Erstens war der Zugang zum Tank gerade mal 2,5 x 2 m groß, und zweitens ging es dann erst einmal satte 4 m steil abwärts, um die Basis der Betonwanne zu erreichen, die den Tankboden bildete. Also war ausgeklügelte Logistik angesagt. Die besorgte man sich kurzerhand in Form eines Autokrans, mit dem ein Teleskoplader ins Becken hinabgelassen wurde. Dann wurde mit einem Baukran jede Menge Material abgesenkt: 800 Rahmen und 900 Stahlbeläge nur für das Wandgerüst, das ringsum an die Mantelfläche gestellt wurde. Dann kamen 120 t gemietetes Ringscaff Modulgerüst des Hagener Herstellers Scafom-rux dazu; davon 3000 Riegel 2,57 m, 1200 Stahlböden, 1800 Vertikalstiele 2 m, 1400 Diagonalen.

Nicht zu vergessen: Jede Menge Baulampen, denn in so einem Tank sind die Lichtverhältnisse naturgemäß schlecht. Mit dem Ringscaff-Modulgerüst wurde ein am Rand abgetrepptes Podiumsgerüst inkl. Anpassung an die Rundung errichtet, das die Arbeit in 22 m Höhe ermöglichte. Die Erfahrung von Gerstbaumeister Thorsten Wahner im Fassaden- und Industriegerüstbau machte sich bei der Planung bezahlt. Alle Termine wurden durch das hochmotivierte Team locker eingehalten und der Grundsatz des Unternehmens, seinen Kunden die perfekte Lösung zu bieten, die auch über den Standardgerüstbau hinausgeht, konnte einmal mehr umgesetzt werden. Die Standzeit des Gerüsts ist mit zwölf Wochen veranschlagt.

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