Ausgereifte Funktechnik

Schlüsseltechnologie für zukunftsfähige Gebäude

Hamburg (ABZ). – Die Verwendung von Smartphones ist in Unternehmen nicht mehr wegzudenken.Entsprechend suchen Firmen nach Standorten mit exzellenter Mobilfunkanbindung, auch wegen des Zukunftsthemas Smart Building. Nicht selten kommt es vor, dass bestehende Gebäude teuer nachgerüstet werden, um dem neuesten Stand der Technik zu entsprechen.
Bau digital
Die frühzeitige Vermessung der Mobilfunkabdeckung im Projektstatus. Foto: Enqt

Zudem werden zukünftig neue Funktechnologien wie 5G, NB-IoT und LoRa die Grundlage für die Digitalisierung sein, davon sind die Verantwortlichen der Enqt GmbH überzeugt. Die digitale Infrastruktur – insbesondere eine gute Mobilfunkabdeckung – sei entscheidend für neue Geschäftsmodelle und die Zukunftsfähigkeit von Gebäuden.

Herausforderungen meistern

In vielen Neu- und Bestandsimmobilien sind, je nach Anbieter, Empfangsprobleme keine Seltenheit. Und obwohl eine jährliche Wachstumsrate von bis zu 100 % im Mobilfunksegment zu erwarten ist, findet keine entsprechende Nachrüstung in Bestandsimmobilien statt. Durch das Thema Smart Building wird die Digitalisierung und die ganzheitliche Vernetzung eines Immobilienbestands zunehmend relevanter. Ziel sei es, die automatische Überwachung und Steuerung des Gebäudezustandes und der -technik zu ermöglichen, um die Immobilien so wiederum effizienter zu betreiben und zu bewirtschaften. Spezielle Sensoren sammeln über Funkstandards Daten und transportieren diese sicher zum Nutzer. Derzeit befindet sich die Bereitstellung der 5G-Technologie laut den Verantwortlichen im Anfangsstadium; die potentiellen Auswirkungen im Immobilienbereich seien noch nicht spürbar. Denn aktuell werden überwiegend bereits für LTE verwendete Masten und Basisstationen von Mobilfunkanbietern aktualisiert, um diese 5G-fähig zu machen.

In der Immobilienbranche ist die Bewertung eines Objektes abhängig von unterschiedlichen Faktoren. Zwei davon sind etwa die Zukunftsfähigkeit und folglich die Mobilfunkabdeckung. Die Attraktivität, und somit der Wert einer Immobilie, steigt bei sichergestellter Konnektivität. Gleichzeitig erleichtert dies eine potentielle Vermietung. Es empfiehlt sich, jenen Punkt bereits in der Projektplanung miteinzubeziehen und schon im Bauprozess eine ausreichende Mobilfunkabdeckung sicherzustellen.

Neben Smart Buildung gewinnt auch Smart Grid (intelligentes Stromnetz) an Bedeutung. Um dem Netz die gewünschte "Intelligenz" beziehungsweise den Informationsaustausch zu ermöglichen, bedarf es hier ebenfalls moderner Funktechnologien. Zu Beginn muss eine Vermessung der Mobilfunkabdeckung für komplette Netzabschnitte erfolgen, um so die Grundvoraussetzung für ein Smart Grid zu legen. Zudem wird eine Überprüfung der Indoor-Abdeckung für Technologien wie LoRa und wirless M-Bus durchgeführt, damit die Kommunikation der Komponenten am Netz erfolgen kann. Jene Überprüfung deckt ebenfalls schwierige Installationsorte im Smart Meter Rollout auf. Kommunizierende Komponenten in einem Netz findet man immer häufiger in der Industrie.

Durch die sogenannten Smart Factories könnten Unternehmen höhere Margen erwarten. Diese Produktionsumgebung, in der Fertigungsanlagen und Logistiksysteme ohne menschliche Eingriffe weitgehend sich selbst organisieren und untereinander kommunizieren, ermöglicht einen flexibleren und effizienteren Einsatz von Ressourcen. Diese und weitere Digitalisierungsprojekte scheitern allerdings häufig an der Verfügbarkeit von Funknetzen.

Smarte Systeme für die Zukunft

Um an den Schlüsseltechnologien der Zukunft mitwirken zu können, bedarf es zu allererst ein Fundament hinsichtlich der Mobilfunkabdeckung. Die Enqt GmbH verwendet in diesem Fall eigenentwickelte Messtechnik, welche jeweils für die Messung von Grundstücken, Gebieten, Strecken und Gebäuden optimiert ist. Auch die Software ist eine Eigenentwicklung aus dem Hause Enqt. So können Anwender schnell auf geänderte Märkte reagieren, sei es 2G, 3G, 4G, 5G, NB-IoT, LTECat.M1, LoRa, wM-Bus oder WLAN. Zu den gemessenen Parameter gehören Daten zur Funkverbindung wie die Werte für RSSI, RSRP und RSRQ. Daneben werden Daten zur Internetanbindung wie Latenz und Bandbreite erhoben.

Dabei sollten Interessierte dies unabhängig von Providern tun und gegebenenfalls überregional flexibel sein, empfehlen die Verantwortlichen von Enqt. Die Messdaten sind genau verortet und geben Aufschluss über Signalstärke, Empfangsqualität, Signal-Rausch-Verhältnis, Band und Cell-ID. Während der Vermessung generiert das System jede Sekunde einen neuen Messpunkt, der via GPS exakt lokalisiert ist.

Nach der Vermessung gilt es, mit den gewonnenen Einblicken Verbesserungsmaßnahmen abzuleiten. Im Fall von 5G arbeitet die Technologie mit einem Signal, das eine höhere Frequenz hat als 4G. Hierdurch kann 5G nur über eine kürzere Übertragungsdistanz verwendet werden. So stehen Betreiber von Gebäuden vor folgenden Fragen: Ist eine ausreichende 5G-Abdeckung für mein Gebäude gegeben und wie kann man den Menschen und Systemen im Gebäude eine allgegenwärtige Mobilfunkabdeckung bieten?

Durch die höheren Frequenzen im Bereich zwischen 30GHz und 300GHz hat 5G eine kürzere Wellenlänge als 4G. Dies bedeutet, dass neue Gebäude, welche insbesondere Stahl oder Beton verwenden, weniger durchlässig sind. Wie schon erwähnt, ist vorrauschauendes Denken von entscheidender Bedeutung, damit eine zufriedenstellende Signalabdeckung in der Immobilie sichergestellt werden kann. Die schwer durchdringbaren Materialien machen moderne Gebäude zu Faradayschen Käfigen.

In den meisten Fällen hat es zur Folge, dass diese Gebäude nachgerüstet werden, damit eine höhere Geschwindigkeit der Konnektivität erzielt werden kann. So sollte der Bausektor nach Möglichkeiten suchen, das Signal in die Entwürfe einzubringen. Dies sollte in der Planungsphase geschehen oder spätestens, sobald der Rohbau steht.

Die entsprechenden Gebäudegrundrisse werden als Grundlage zur Messung hinzugezogen. Für die Messung vor Ort nutzen die Experten eine High-Performance-Messtechnik. Nach erfolgter Messung erhalten Auftraggeber innerhalb weniger Tage eine komplette Gebäudebewertung als Grundlage zur Optimierung. Bei allen Optimierungsmaßnahmen kann die Enqt GmbH beratend zur Seite stehen.

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