Auswirkungen des Ukraine-Krieges

HDB korrigiert Prognose nach unten

Berlin (ABZ). – Die Bauindustrie kämpft mit den Auswirkungen des Ukraine-Krieges: Vor diesem Hintergrund und angesichts der hohen Unsicherheit über die weitere Entwicklung der geopolitischen Rahmenbedingungen korrigierte der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (HDB) zum "Tag der Bauindustrie", der jüngst in Berlin stattfand, die Konjunktur-Prognose für das laufende Jahr nach unten.

Die Branche erwartet für die realen baugewerblichen Umsätze im Bauhauptgewerbe eine Entwicklung zwischen Null und minus 2 Prozent (Prognose Ende 2021: Plus 1,5 Prozent). Darin sei schon das – vor allem witterungsbedingte – hohe reale Umsatzplus von 9 Prozent im Januar und Februar "eingepreist". Die Prognose stehe zudem unter dem Vorbehalt, dass sich im weiteren Jahresverlauf keine weiteren Verschärfungen bei Energiepreisen und dem Bezug von Baumaterial ergeben würden. "Sie ist von daher vor allem ein Abbild der aktuellen Situation", so der Verband.

Peter Hübner, Präsident des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie: "Vor fünf Monaten ist der Bau noch mit einem historisch hohen Auftragsbestand in das neue Jahr gestartet." Mit dem Angriffskrieg Putins sei dieser zu einem konjunkturellen Fragezeichen geworden. Preissteigerungen und Baumateriallieferanten, die oftmals nur noch Tagespreise abgeben – davon seien über 80 Prozent der Mitglieder betroffen. "Fakt ist – wir haben ein Problem. Fehlendes Bitumen für den Straßenbau, fehlende Investitionen durch Preissteigerungen und in letzter Konsequenz eine Konjunktur im Minus, Sie können sicher sein – das Problem der Bauindustrie betrifft uns alle."

Weil die Branche nach vorn kommen müsse, so Hübner, brauche sie einen dringenden Innovationsantrieb, einen Schub in die Zukunft. Hübner: "Der Krieg legt die engen Lieferketten und Abhängigkeiten brutal und schonungslos offen. Wir müssen uns künftig Gedanken darüber machen, welche Rohstoffstrategie wir sowohl in Deutschland als auch in Europa verfolgen wollen." Wichtig sei, dass der Produktionsstandort Deutschland gesichert werde durch attraktive Energiepreise, Transformationsinvestitionen auch am Bau oder der Vereinfachung des Abbaus von heimischen Rohstoffen.

"Zum Thema Rohstoffstrategie gehört auch das Thema Recycling. Bei ungefährlichen mineralischen Bauabfällen erreichen wir bereits eine Verwertungsquote von fast 90 Prozent. Wir müssen hier allerdings die Qualität des Recyclings noch erhöhen."

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