Autobahnausbau

"Hafenpassage" auf der A 26 erweitert

Straßenbautechnik
Das Projekt besteht aus unterschiedlichsten Maßnahmen. So müssen unter anderem Baufelder inklusive Baustraßen erschlossen und Entwässerungsfelder umgebaut werden. Abb.: Sweco

Bremen/Hamburg (ABZ). – Bereits seit 2002 wird die Bundesautobahn 26, die durch Niedersachsen und Hamburg führt, schrittweise ausgebaut. Nun befindet sich der Abschnitt 6a bei Hamburg als Teil der "Hafenpassage" in Planung. Sie soll unter anderem die Bundesstraße 73 als dortige Hauptverkehrsader ersetzen und so den regionalen und überregionalen Verkehr entlasten. Sweco ist an dem Projekt in einer Ingenieurgemeinschaft (INGE) beteiligt.

Die "Hafenpassage", die bis 2028 fertig gestellt werden soll, besteht aus drei Abschnitten. Abschnitt 6a "Moorburg", Abschnitt 6b "Hafen" und Abschnitt 6c "Wilhelmsburg". Nach Beendigung aller Bauabschnitte werden die Bundesautobahnen 1 und 7 miteinander verbunden sein und die stark befahrene B 73 als regionale Hauptverkehrsstraße ersetzt. Durch diese Baumaßnahme erhoffen sich die Verantwortlichen eine optimierte Verkehrsbündelung und eine bessere Erreichbarkeit des Hamburger Hafens. Insgesamt wird es sich bei der "Hafenpassage" um einen etwa 9,7 km langen Ausbau handeln. Der Abschnitt 6a, der bis zum zukünftigen Autobahnkreuz Hamburg-Hafen verläuft, wird davon rund 2 km einnehmen.

Das Projekt besteht aus unterschiedlichsten Maßnahmen. So müssen unter anderem Baufelder inklusive Baustraßen erschlossen, Entwässerungsfelder umgebaut, Kampfmittelsondierungen durchgeführt, Ver- und Entsorgungstrassen verlegt und Lärm- und Irritationsschutzwände errichtet werden. Außerdem sollen ein Autobahndreieck zu einem -kreuz umgebaut werden und verschiedene andere Ingenieurbauwerke entlang der Strecke entstehen. "Die Planung und der Bau dieses A26-Abschnittes stellt uns in seiner Größe und Komplexität vor diverse Herausforderungen", erläutert Sven Lankow, Ressortleiter Baumanagement Ingenieurbauwerke Hamburg bei Sweco und verantwortlicher Projektleiter.

"Zum Beispiel gibt es, bedingt durch den setzungsempfindlichen Baugrund, hohe Anforderungen an die Gründung der Bauwerke. Hier kann teilweise nur mit zusätzlichen Maßnahmen wie beispielsweise Säulen auf Gründungspolstern gearbeitet werden. Außerdem gilt es natürlich den Umweltschutz zu berücksichtigen. Es müssen spezielle artenschutzrechtliche Anforderungen beachtet werden, denn einige der entlang der Strecke bestehenden Bauwerke werden von Fledermäusen, Fischottern und anderen Tieren als Querungshilfe genutzt. All das macht das Bauvorhaben sehr komplex, aber für uns natürlich auch sehr spannend."

Das Projekt wird im Auftrag der DEGES Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH von Sweco in einer Ingenieurgemeinschaft (INGE) gemeinsam mit der IGS Ingenieure GmbH & Co. KG bearbeitet. Sweco übernimmt die Koordination der Gesamtmaßnahme, die Bauoberleitung sowie die örtliche Bauüberwachung der Verkehrsanlagen und Ingenieurbauwerke. Bereits in Kürze soll mit den Vormaßnahmen begonnen werden, sodass die Hauptbauleistungen in etwa zwei Jahren starten können. Die Fertigstellung ist für Oktober 2028 geplant.

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