Baggor- und Laschwaga-Fahror gesucht

Riesen-Hype um Mundart-Stellenangebot

Geschäftsführer Günter Holp mit der Stellenanzeige.

Murrhardt (ABZ). – Die überwältigende Resonanz auf die humorvolle Mundart-Stellenanzeige von über 216 690 Klicks auf nur einer Social-Media-Plattform an einem Tag übertraf alle Erwartungen des Unternehmers Günter Holp aus Murrhardt in Baden-Württemberg. Gleichzeitig sorgte die Anzeige auch auf zig anderen Plattformen im Netz wiez. B. von den Stuttgarter Nachrichten, Die Welt, Express Köln, Die Zeit, Kronenzeitung Österreich usw. für reges Aufsehen. Reportagen in verschiedenen Radiosendern von Stuttgart bis Mannheim folgten sowie ein großer Bericht in der Bild-Zeitung. Der schwäbische Text wurde im Netz ein Selbstläufer und hat selbst in Headhunter-Kreisen große Aufmerksamkeit erregt. Über 500 E-Mails gingen bei Günter Holp ein. Insgesamt dürften rund 1 Mio. Menschen innerhalb einer Woche die Anzeige gelesen haben.

Eine Schnapsidee am Stammtisch hat die Kreativität von Günter Holp beflügelt. Ein Baggerfahrer sagte: "I Schofseggl muss d'dr ganza Dag schaffa on die Laschdwagafahror sitzad en ihr'm Karra ond lesad Zeidong. Darauf hat Günter Holp geantwortet: "Wenn i koin Baggorfahror griag, dann schreib i noch ama Schofseggel aus. No koasch de do d'ruf bewerba . . ."

Nachdem der Firmenchef herkömmliche Stellenanzeigen im Backnanger Wochenblatt geschaltet hatte, kamen nur fünf Bewerbungen. Der passende Bewerber war nicht dabei. So griff Günter Holp die Idee auf, einen Anzeigentext mal auf Schwäbisch zu kreieren. "A bissle witzig, a bissle überspitzt (derb), nah am Geschehen und vor allem sympathisch sollte der Text sein", so Günter Holp. Das ist dem Firmenchef mit Bravour gelungen. Die Anzeige auf Schwäbisch wurde im Backnanger Wochenblatt veröffentlicht. Eine Leserin des Wochenblatts hat die außergewöhnliche, herzliche Annonce fotografiert und auf die Facebook-Seite "Backnanger New's" gestellt. Dann ging der Hype los. Innerhalb kürzester Zeit verbreitete sich das Stellenangebot in den sozialen Netzwerken.

Über fünfzig interessante Bewerbungen haben das Herz des Geschäftsführers höher schlagen lassen. Selbst aus Schweden, Österreich und der Schweiz haben sich "arbeitswiadiche" Bagger- und Lastwagen-Fahrer beworben. Zehn Bewerber sind in engerer Wahl und würden laut Firmen-Chef gut ins Wegebau-Team passen.

Die Holp GmbH ist ein typisch schwäbisches Unternehmen, gut aufgestellt mit verschiedenen Unternehmensschwerpunkten, innovativ und zukunftsorientiert. Zum Einen im Wegebau und zum Anderen mit der Entwicklung, Produktion und Vertrieb von speziellen Baggeranbau- und Handlinggeräten. Die Holp's kennen die Praxis aus dem Effeff. Schon Firmengründer Franz Holp war ein Tüftler mit Weitsicht und Engagement. Er war 1983 wesentlich bei der Weiterentwicklung der B-Serie der Liebherr-Planierraupe 721 beteiligt und brachte seine Erfahrungen und Ideen ein.

Sein Sohn Günter entwickelt einige Jahre später einen neuartigen Garbenschlepplöffel für den Einsatz im eigenen Wegebau. Der VarioLöffel war dann das erste Holp-Patent. Weitere Entwicklungen und Patente, wie der MultiGrip-Löffel für den Baggereinsatz sowie der KranFix für die Forstwirtschaft und die QuickOn-Zange für Hydraulik-Kupplungen folgten.

Mit der Entwicklung des Bagger-Drehantriebs RotoTop, ein Rotator auf Basis eines selbst-hemmenden Schneckengetriebes ist dem Firmenchef Günter Holp wieder ein großer Wurf gelungen, denn dieser Drehantrieb hatte die erste Drehdurchführung, die es ermöglichte, alle Leitungen am Baggerstiel durch den Drehantrieb zu führen. Einen Vorteil für den deutschen Markt, da hierzulande ein Rotator ohne entsprechende Drehdurchführung nicht akzeptiert wurde. Die RotoTop-Technik macht es möglich, dass alle Drehantriebe auf den Anbaugeräten eingespart werden können. Im Jahr 2007 brachte das Unternehmen den ersten schraubbaren Tiltrotator auf den Markt.

Mit seinen innovativen Produkten hat sich das Unternehmen einen hervorragenden Namen in der Branche erarbeitet. Inzwischen werden die Baggeranbau- und Handlinggeräte nicht nur in Deutschland, Österreich, Schweiz, Frankreich und auf anderen europäischen Baustellen eingesetzt, sie arbeiten rund um den Globus. Ob beim Bau der Moskauer Metrostation oder bei der Erweiterung des Panamakanals, bei anspruchsvollen Projekten in Japan, USA, Australien, etc. funktionieren die Holp-Geräte zuverlässig und erfolgreich.

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