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Barocke Doppelkirche eingerüstet

Komplexe Logistikplanung gemeistert

Durch Hagelschäden waren Malerarbeiten an der Heilig-Kreuz-Kirche in Bad Tölz notwendig geworden. Die verantwortliche Gerüstbaufirma Holzapfel entschied sich, das Gebäude mit seinen zwei Fassadentürmen mit dem Layhe- Allround-AGS-System einzurüsten.

Bad Tölz (ABZ). - Auf dem Kalvarienberg im bayerischen Bad Tölz thront seit Beginn des 18. Jahrhunderts die Heilig-Kreuz-Kirche. Aufgrund von Malerarbeiten, die durch Hagelschäden notwendig geworden waren, musste die Vorderseite der barocken Doppelkirche eingerüstet werden. Die verantwortliche Gerüstbaufirma Holzapfel entschied sich, das Gebäude mit seinen zwei Fassadentürmen mit dem Layher-Allround-AGS-System einzurüsten.

Damit ließen sich nicht nur die Anforderungen der TRBS 2121 Teil 1 wirtschaftlich umsetzen, sondern durch die Kompatibilität mit dem Allround-Baukasten auch Baustellenanforderungen wie einen Baustellenzugang mit Serienbauteilen realisieren.

Auch im Gerüstbau spielt die Digitalisierung eine immer größere Rolle: Das digitale Planungskonzept für Gerüstbau Layher SIM – Scaffolding Infomation Modeling – optimiert die passgenaue Planung und Kalkulation im Voraus.

Mit Unterstützung der Layher-Anwendungsingenieure erfolgte die Planungsumsetzung des Projekts mit der integrierten Softwarelösung LayPLAN SUITE. Da von der Kirche jedoch keine 3D-Modelle vorlagen, musste das Gebäudeaufmaß zunächst in Zusammenarbeit mit dem Partnerunternehmen Moselcopter per Drohne erfolgen – als Grundlage für die 3D-Modellierung. Die 3D-Planung konnte mit LayPLAN CAD anschließend passgenau umgesetzt werden, inklusive Kollisionskontrolle sowie realitätsnaher Visualisierung zur Abstimmung mit den Verantwortlichen. Der integrierte LayPLAN-Materialmanager sorgte zusätzlich für eine präzise Logistik. Das schwer zugängliche Gelände am Kalvarienberg mit nur geringen Lagermöglichkeiten machte eine optimale Logistikplanung zu einer Schlüsselgröße für die effiziente Durchführung des Projekts. Durch die automatisch erstellten Materiallisten konnte jedoch sichergestellt werden, dass die benötigten Bauteile zum richtigen Zeitpunkt vor Ort sind. Gerade bei einem Projekt wie diesem mit täglich notwendigen Materialanlieferungen aufgrund geringer Lagermöglichkeiten sei dies ein entscheidender Vorteil für einen reibungslos funktionierenden Aufbau, so Layher.

Die Entscheidung für das Layher-Allround-AGS-System überzeugte den Gerüstspezialisten Julian Holzapfel. Die Systemlösung verbindet den systemintegrierten Seitenschutz mit der Flexibilität und Anwendungsvielfalt modularer Systeme. Neu sind nur der AGS-Stiel und die AGS-Geländer. Alle weiteren Bauteile kommen aus dem AllroundGerüst-Baukasten. Durch den AGS-Stiel und die AGS-Geländer können Fassadengerüste mit einem zweiteiligen, vorlaufenden Seitenschutz schnell ohne temporäre Seitenschutzteile errichtet werden, sowohl innen als auch außen. Durch Geländereinhängungen können die AGS-Geländer von der darunterliegenden gesicherten Lage aus montiert und zusammen mit dem AGS-Stiel nach oben geschwenkt werden. "Die Sicherheit meiner Mitarbeiter hat für mich natürlich oberste Priorität. Deshalb wollten wir unbedingt das AGS ausprobieren", so Holzapfel. "Als Unternehmer muss ich aber auch wirtschaftlich handeln", fügt er hinzu.

Dem Konzept des integrierten Systems folgend lassen sich die passenden Allround-Ausbauteile problemlos mit dem Allround-AGS-System kombinieren. Gemäß TRBS 2121-1 – die Aufstiegshöhe im Gerüst überstieg 5 m – wurden für einen sicheren und komfortablen Baustellenzugang Podesttreppen in die Gerüstkonstruktion eingebaut. Zur Überbrückung von Ein- und Ausgängen wurden Layher-Systemgitterträger verwendet. Wegen der komplexen Logistik waren dem Hersteller zufolge die Stahlböden der Lightweight-Generation die passende Lösung. Die stabilen Böden wiegen 10 % weniger als herkömmliche Stahlböden, büßen jedoch nichts an Tragfähigkeit ein und können ebenfalls problemlos mit dem Allround-System kombiniert werden. Durch die profilierte Oberfläche sind sie zudem rutschfest auch bei Regen und Schnee.

Die Einrüstung der Heilig-Kreuz-Kirche am Kalvarienberg offenbarte sich wortwörtlich als Allround-Projekt: Neben der Herausforderung einer komplexen Logistik und Geometrie des Objekts, zu welchem zunächst keine 3D-Modelldaten vorlagen, hatte die korrekte Umsetzung der TRBS 2121-1 oberste Priorität. Mithilfe des digitalen Planungskonzepts Layher SIM und der Layher-Philosophie des Integrierten Systems konnten Wirtschaftlichkeit und Sicherheit jedoch optimal verbunden werden, so Layher.

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