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Bau einer Flutmuldenbrücke

Hohe Qualität in kurzer Zeit erzielt

Peri, Schalungstechnik

Die Ausführung der auf einer Multiprop-Unterkonstruktion aufgelagerten Variokit-Überbauschalung als Umsetzeinheiten spart Zeit.

Meppen/Versen (ABZ). – Eine Brücke über den Bullerbach und das Überflutungsgebiet der Ems zwischen Meppen und Versen war nicht mehr tragfähig und musste zurückgebaut werden. Dort wird eine neue Flutmuldenbrücke als siebenfeldrige Konstruktion mit Stütz-weiten zwischen 28 m und 32,5 m und einem schlankeren Überbau ausgeführt. Der Bau ist auf 85 Bohrpfählen bis zu 26 m tief gegründet. Die Brücke ist 211 m lang. Auf 12,8 m Breite gibt es zwei Spuren für Autos und einen Geh- und Radweg. Als Schalungssystem für Brückenwiderlager und -pfeiler dient der bauausführenden Oehm GmbH aus Meppen die neue Maximo-Struktur-Rahmenschalung von Peri. Diese ermöglicht es, eine zusätzliche Brettschalung aufzubringen, um die geforderte Betonoberfläche zu erzielen, erläutert der Hersteller. Gleichzeitig könne mit den Maximo-Elementen auch im Brückenbau einfach ein- und ausgeschalt werden. Die an den Elementen verbleibenden Arbeitsbühnen auf Basis des modularen MXK-Konsolensystems würden die Arbeit sehr sicher machen.

Auch der als zweistegiger Plattenbalken ausgebildete Überbau wird in Ortbetonbauweise mit einer Brettstruktur-Sichtflächenschalung ausgeführt. Die Herstellung erfolgt in drei Abschnitten mit 57 m beziehungsweise 88 m Länge auf einem flachgegründeten Traggerüst. Das Meppener Baustellenteam verwendet als Unterkonstruktion alu-leichte Multiprop-Deckenstützen aus dem Eigenbestand, die mithilfe projektspezifisch angemieteter MRK-Rahmen zu tragfähigen Lasttürmen verbunden sind. Auch die Überbauschalung auf Basis des Variokit-Ingenieurbaukastens ist eine wirtschaftliche Kombination aus Eigenmaterial und Zumietung aus dem umfangreichen Peri-Mietpool. Insbesondere die Ausbildung von 4 m breiten Tischeinheiten beschleunigt die Umsetzvorgänge. Die Zeitersparnis im Vergleich zu herkömmlichen Lösungen war nach Angabe der Baustellenverantwortlichen erheblich.

Die Maßnahmen zur Tiefgründung waren aufwändig. Außerdem mussten etwaige Stillstandszeiten aufgrund möglicher Überschwemmungen berücksichtigt werden. Der Abflussquerschnitt durfte bei allen Bauphasen nur maximal 15 % eingeschränkt sein. Der Peri-Fachberater stand dabei mit fachkundiger Unterstützung zur Seite. Während bei Hochwasser beispielsweise die Baukräne zeitweise abgebaut werden müssen, kann die komplette Multiprop-Unterstützung stehen bleiben.

Die neue Maximo-Struktur von Peri ermöglicht es Herstellerangaben zufolge, spezielle Betonoberflächen mit Sichtbetonanforderungen herzustellen – für Anwendungsgebiete im Hoch- und Infrastrukturbau sowie bei Brückenersatzbauten. Maximo-Struktur mit werkseitig montierter Drei-Schicht-Trägerplatte lasse sich mit unterschiedlichen Platten und Profilbrettern belegen, so der Hersteller. Dies gebe viel Spielraum für die Gestaltung. Auf Kundenwunsch liefere Peri die Maximo-Struktur auch fertig montiert oder mit maßgenau zugeschnittener Schalhaut für die bauseitige Montage. Bei der Befestigung von vorne werde die Strukturschalung geklammert oder verschraubt, bei der Montage von hinten verschraubt.

Die Elemente sind in den Höhen 1,2 m, 2,7 m und 3,3 m verfügbar. Sie lassen sich mit den Maximo-Standardelementen kombinieren, wenn beispielsweise die spezielle Betonoberfläche nur für eine Seite gefordert ist. Die Ankerung erfolgt mit DW-15- oder DW-20-Ankern mit Hüllrohr und Konen, der Frischbetondruck beträgt bis 80 kN/m². Als ergänzende Variante der Maximo-Rahmenschalung steht auch für die Maximo-Struktur das Maximo-Zubehör zur Verfügung – beispielsweise das Maximo-Konsolensystem MXK als Arbeitsbühne.

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