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Bau-Mindestlohn: Schlichtung gestartet

Frankfurt/Berlin (dpa). - Wenige Tage vor dem Auslaufen der aktuellen Regelung soll der Tarifstreit um den Mindestlohn am Bau geschlichtet werden. Die Vertragsparteien haben sich auf den Präsidenten des Bundessozialgerichts, Rainer Schlegel, als Schlichter geeinigt. Eine erste Runde findet in der kommenden Woche in Berlin statt. Die IG Bau hatte die Schlichtung nach drei ergebnislosen Verhandlungsrunden angerufen. Derzeit gilt im Bauhauptgewerbe mit rund 820 000 Beschäftigten ein bundesweiter Branchenmindestlohn von 12,20 Euro je Stunde. Für qualifizierte Beschäftigte im Westen haben Arbeitgeber und Gewerkschaften zudem eine Mindestvergütung von 15,20 Euro vereinbart - diese Stufe fehlt in Ostdeutschland. Mit den normalen Lohntarifverhandlungen hat der 1997 eingeführte Mindestlohn nichts zu tun. Viele Beschäftigte bekommen in ihren Betrieben über Tarifverträge höhere Gehälter als den Branchenmindestlohn. Der gilt aber laut IG Bau immerhin für etwa jeden fünften Bauarbeiter. Verhandlungsführer Dietmar Schäfers warnte bereits vor einiger Zeit: „Im schlimmsten Fall steht der Bau im kommenden Jahr ohne untere Lohngrenze für die Branche da. Dann würde der Stundenlohn beim gesetzlichen Mindestlohn von 9,35 Euro liegen.“

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