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Bau- und Autokrane im Einsatz

Sanierungsarbeiten unterstützt

Insgesamt zwei Jahre leisteten zwei Baukrane, ein 90 EC-B und ein 32 TTR, aus dem BKL-Mietpark bei den Restaurierungsarbeiten am Schloss Linderhof wertvolle Arbeit. Nun rückte ein eingespieltes Team aus Kranmonteuren und einem LTM1350-6.1 von BKL an, um den Obendreher über das Schloss hinweg zu demontieren.

München (ABZ). – Nach zwei Jahren im Einsatz beendeten zwei Baukrane, ein 90 EC-B und ein 32 TTR aus dem BKL-Mietpark, im Herbst ihren Einsatz bei den Restaurierungsarbeiten am Schloss Linderhof. Nun rückte ein eingespieltes Team aus Kranmonteuren und einem LTM1350-6.1 von BKL an, um den Obendreher über das Schloss hinweg zu demontieren.

Damit der 90 EC-B schnell und mit möglichst geringen Einschränkungen für die Besucher abgebaut werden konnte, disponierten die Münchner Kranspezialisten zudem einen 85-Metertonnen-Ladekran aus den mehr als 600 Bau- und Autokranen von BKL als Hilfskran sowie sechs Lkw zum minutiös getakteten Abtransport. Linderhof gilt als ein Lieblingsschloss des Bayerischen Königs Ludwig II. Es liegt umgeben von prächtigen Parkanlagen in den bayerischen Alpen und zieht jährlich zahlreiche Besucher an. Das weitläufige bergige Gelände war eine Herausforderung für das Krankonzept, denn die Hanglage schloss eine Standard-Baukrangestellung nahezu aus.

Die Baukran-Experten griffen daher zu einer besonderen Kombination aus den mehr als 500 Turmdrehkranen im BKL-Mietpark. Für das Verheben der bis zu 3 t schweren Fassaden- und Kaskadenteile kam ein 90 EC-B mit 40 m Hakenhöhe, 50 m Ausladung und 6 t maximaler Traglast direkt hinter dem Schloss zum Einsatz.

Der LTM 1350-6.1 hebt den 50-Meter-Ausleger des 90 EC-B über das Schloss hinweg. Als Hilfskran setzten die Autokranspezialisten von BKL einen ihrer 85-Metertonnen-Ladekrane ein. Am Hang hinter dem Schloss steht der 32 TTR mit Raupenfahrwerk.

Als zweiten Kran setzten die Kranspezialisten einen 32 TTR mit 24 m Hakenhöhe, 30 m Ausladung und 4 t maximaler Traglast ein. Der Untendreher ist aufgrund seines Raupenfahrwerks geländegängig und konnte so in Hanglage montiert werden.

Nach dem Abschluss der Renovierungsarbeiten setzte das Autokranteam von BKL München für den Abbau des Obendrehers auf einen Liebherr LTM 1350-6.1 als wirtschaftlichste Alternative aus den mehr als 100 Autokranen der Flotte. Aufgrund der örtlichen Gegebenheiten musste der Mobilkran vor dem Schloss platziert werden, während der zu demontierende Turmdrehkran hinter dem Bauwerk stand.

Der Ausleger des 90 EC-B ist bereits unten. Der LTM 1350-6.1 hat nun den Gegenausleger des Obendrehers am Haken.

Der 350-Tonner wurde daher so gerüstet, dass er bei 40 m Ausladung die erforderliche Hakenhöhe von 55 m erreichte. Um die benötigten 8,5 t maximale Last heben zu können, konfigurierten die Kranspezialisten den Mobilkran mit 70 t Ballast, Y-Abspannung und 12 m Hauptmastverlängerung. Als Hilfskran wurde ein 85-Metertonnen-Ladekran PK 92002-SH eingesetzt. Durch seinen geringen Platzbedarf und die kurze Rüstzeit beschleunigte dies die Abwicklung.

Die Montage-, Autokran- und Lkw-Disposition arbeiteten eng zusammen, um die Schlossbesucher möglichst wenig zu stören. Das eingespielte Team von BKL demontierte die Krane an einem Tag und transportierte sie auch ab.

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 07/2020.

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