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Bau von Riederwaldtunnel

Bagger sollen ab Ende 2021 rollen

Wiesbaden (dpa). – Die ersten Bagger für den Bau des Riederwaldtunnels im Osten Frankfurts sollen Ende 2021 rollen. Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) bezeichnete das Vorhaben im Wiesbaden als das größte innerstädtische Verkehrsprojekt in Hessen seit Jahrzehnten. Der Tunnel werde die derzeit "unerträgliche Verkehrssituation" verbessern und auch die Luftschadstoff- sowie die Lärmbelastungen für die Anwohner deutlich reduzieren. Der Riederwaldtunnel im Osten Frankfurts soll die Lücke zwischen den Autobahnen A 66 und A 661 schließen und damit die angrenzenden Stadtteile Bornheim und Riederwald spürbar vom Durchgangsverkehr entlasten. Die geplante Tunnellänge beträgt rund 1100 Meter. Zwei Röhren sollen verbaut werden.

Die gesamte Bauzeit wird nach der Prognose von Hessen Mobil rund acht Jahre betragen. Das Projekt gehört in Hessen seit 1985 zu den verkehrspolitischen Dauerbrennern. Voraussetzung für den Start der Bauarbeiten sei, dass es keine weiteren Klagen gebe und das europaweite Vergabeverfahren planmäßig verlaufe, sagte der Präsident der Verkehrsbehörde Hessen Mobil, Gerd Riegelhuth. Die Gesamtkosten für das Bundesprojekt beliefen sich auf rund 477 Millionen Euro.

Mit der Beilegung des Rechtsstreits zwischen Hessen Mobil und dem Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) sei bereits eine entscheidende Hürde genommen worden, betonte Riegelhuth. Die Unterzeichnung des Planänderungsbeschlusses am Mittwoch sei ein weiterer bedeutender Schritt. Wegen eines mittlerweile vorgesehenen Erhalts von Grünflächen, eines besonderen Schutzes des Waldes und weiterer Maßnahmen hatte der Bund die Klage gegen den Bau zurückgezogen. Der Planänderungsbeschluss soll Anfang Februar mit allen seinen dazugehörigen Unterlagen nochmals in der Stadt Frankfurt für zwei Wochen ausgelegt werden. Anschließend könnte in einem Zeitraum von vier Wochen Klage gegen diesen Beschluss eingereicht werden, erklärte der Verkehrsminister.

Er hoffe aber, dass keine weiteren Klagen folgen werden, betonte Al-Wazir. Er sei überzeugt davon, dass eine nochmalige Klage gegen den Planänderungsbeschluss nichts verhindern, sondern nur zu einer weiteren Verzögerung der Bauarbeiten führen werde. "Noch liegt viel Arbeit vor uns." Jede weitere Verzögerung im Projekt würde den derzeit katastrophalen Zustand und die Belastungen für die Anwohner unnötig verlängern, mahnte der Minister. Bauarbeiten ohne Lärm seien allerdings nicht möglich, sagte der Grünen-Politiker zu der voraussichtlich achtjährigen Phase der Arbeiten.

"Und natürlich wird eine Großbaustelle wie beim Riederwaldtunnel zu besonderen Belastungen führen. Darum werden wir alle Spielräume für einen optimalen Lärmschutz ausnutzen." Geplant seien etwa bis zu 6 Meter hohe Lärmschutzwände. In einer angrenzenden und von den anstehenden Bauarbeiten besonders betroffenen Schule sei etwa auch der Einbau einer geeigneten Lüftungsanlage vorgesehen.

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