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Bauaussichten 2017

Schwungvolles und erfolgreiches Jahr abgeschlossen

Von Dieter Schnittjer, Vorstandsmitglied des VDBUM sowie Geschäftsführer von VDBUM Service, Stuhr

Verbände, VDBUM-Seminar

Dieter Schnittjer, Vorstandsmitglied des VDBUM sowie Geschäftsführer von VDBUM Service.

Positive Entwicklungszahlen in der Baubranche haben uns die letzten zwölf Monate begleitet. Nicht in allen Bereichen können wir wirklich zufrieden sein. Kompaktere Prozessplanungen durch die Auftraggeber, Infrastrukturkosten die die Baustellenorganisationen erheblich belasten, aufwendige Genehmigungsverfahren für Baustellenlogistik und die Zurverfügungstellung innerstädtische Stellflächen nehmen ein immer größer werdenden Zeitraum ein. Die politischen Forderungen nach "bezahlbaren Wohnraum" oder Kosteneinsparungen durch immer umfangreichere Planungsarbeiten und organisatorische Maßnahmen, werden aktuell ausschließlich durch die engagierte Bauwirtschaft getragen und entwickelt. Diese hohen Kostenbelastungen wirken einseitig auf die Ertragsentwicklung unserer Unternehmen. Aus diesem Grunde begrüßen wir alle Interessengemeinschaften und Bündnisse von Verbänden um mit der Politik und Auftraggebern, hier insbesondere den stattlichen Vergabestellen, in einen konstruktiven Dialog zu treten. Ein sehr gutes Beispiel ist die vor zwei Jahren initiierte Interessensgemeinschaft "Die Hamburger Bau- und Ausbauwirtschaft". Diese Kooperation von sechs Landesverbänden aus Hamburg zuzüglich des VDBUM, konnte mit einer gezielten Medienstrategie eine völlig neue Dynamik und Wahrnehmung in der Hamburger Politik und Öffentlichkeit erzeugen.

Der demographische Wandel und der Fachkräftemangel, sind nicht nur ein Thema der Baubranche. Auch bei den zuständigen Behörden, tritt dieses Problem zunehmend auf und führt häufig zu Stillstand oder erheblichen Verzögerungen von Ausschreibungen und Genehmigungsverfahren. Der sicherlich dringend benötigte und von der Bundesregierung aufgesetzte Verkehrswegeplan, stellt die Bauämter und Genehmigungsstellen hierbei vor weitere Herausforderungen. Die ohnehin knappen Fachkraft-Ressourcen, werden sowohl von Bauunternehmen wie auch von Behörden umworben. Die Nachwuchsgewinnung und Weiterbildung führt durch die digitale Technik zu neuen Aufgabenbeschreibungen.

Das Projekt einer neuen Autobahngesellschaft wie zwischen Bund und Ländern vereinbart, trägt in der Umstrukturierungsphase sicherlich eher zu Verzögerungen als zu Erleichterungen bei. Wir befinden uns in einer spannenden Zeit und im Beginn einer neuen Ära der Bauprozesse. Die Digitalisierung wird zukünftig in allen Bereichen der Wertschöpfungsketten wie Planung, Ausschreibung und Umsetzung die Baumaschinen- und Baugerätetechnik neu ausrichten.

Der VDBUM begleitet die Prozesse aktiv im Interesse der Baumaschinenanwender, in Abstimmung mit anderen Verbänden und im direkten Gesprächsaustausch mit den Auftraggebern. Aus diesem Grunde ist der VDBUM Gesellschafter, des neu gegründeten Entwicklungsunternehmens "planen und bauen 4.0", Berlin. Auf Initiative des Bundesministers für Verkehr und digitale Infrastruktur, Alexander Dobrindt, wurde dieses Unternehmen mit der Zielsetzung gegründet, gemeinsame Anstrengungen zu unternehmen, um mit den am Bau beteiligten Partnern die Digitalisierung erfolgreich zu nutzen.

Das VDBUM-Großseminar vom 14.–17. Februar 2017 wird unter dem Motto "Die Zukunft als Chance", technische Innovationen und praxisnahe Lösungen präsentieren. Rund 60 Referenten werden die Seminarteilnehmer in die Zukunft mitnehmen und stellen die vielschichtigen Möglichkeiten praxisnah da.

Für die MTA's – Maschinen Technische Abteilungen werden sich große neue Aufgabenfelder auftun. Die Bedeutung der Maschinentechnik nimmt aufgrund der Schnittstellenfunktionen in der Prozess- und Wertschöpfungskette einen erheblich Aufschwung. Der VDBUM schließt ein sehr schwungvolles und erfolgreiches Jahr ab. Wir sind davon überzeugt, dass unsere Branche nicht nur durch die Auftragssituation sondern wegen der oben genannten Herausforderungen eine faszinierende Zukunft hat. Das Jahr 2017 bietet die besten Voraussetzungen für die Baubranche, diese Entwicklung anzunehmen und zu gestalten.

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