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Bauaussichten 2018

Digitalisierung wird Art des Planens und Bauens deutlich verändern

Von Martin Hemberger, Vorsitzender der Geschäftsführung Hünnebeck, Ratingen

2017 war ein gutes Jahr für die deutsche Bauwirtschaft, mit einem Plus im Wohnungsbau um 4 %, im öffentlichen Bau um 3,6 % und im gewerblichen Bau um 2,1 % laut Euroconstruct Prognose aus dem November 2017. Auch in 2018 wird sich der positive Trend aller Voraussicht nach fortsetzen, wobei speziell im Wohnungsbau ein neuer Spitzenwert erreicht werden soll. Es steht daher zu erwarten, dass der bereits heute spürbare Engpass speziell bei Facharbeitskräften weiter zunehmen wird. Dies stellt die Unternehmen in unserer Branche vor neue Herausforderungen – angefangen von der Entwicklung flexiblerer Arbeitszeit- und Incentivierungsmodelle bis hin zur Qualifizierung und Integration von teils ungelernten Arbeitskräften aus dem In- und Ausland. Mit der Unterstützung des Projektes "Wege in die Ausbildung für Flüchtlinge", welche durch die Bildungszentren des Baugewerbes e. V. (BZB) organisiert wird, möchten wir Hünnebeck-seitig einen kleinen Beitrag dazu leisten, diesen Engpass ein wenig zu mildern und die gesellschaftliche Integration zu fördern.

Weitere anspruchsvolle Aufgaben liegen vor uns. Ich denke hier vor allem an das Thema Digitalisierung – speziell Building Information Modeling –, welches die Art des Planens und Bauens sowie Abstimmungsprozesse zwischen den am Bau beteiligten Parteien in den nächsten Jahren deutlich verändern wird. Diese Veränderungen betreffen natürlich auch uns als Schalungshersteller. Darauf stellen wir uns ein – in der Produktentwicklung sowie beim Ausbau unserer digitalen Dienstleistungen. Drei Beispiele hierfür sind BIM, e-Invoicing und das Kundenportal myHünnebeck.com. Letzteres wird ab dem kommenden Jahr allen Kunden der Hünnebeck Gruppe zur Verfügung stehen. Im Bereich der produktbezogenen Dienstleistungen treiben wir speziell den Sonderschalungsbau voran. Zu diesem Zweck haben wir 2017 alle Aktivitäten in einem Kompetenz-Center zusammengeführt. In ihm werden Sonderkonstruktionen aus Stahl oder Holz für ausgefallene Geometrien geplant und gefertigt, um Baustellen in Deutschland und in den europäischen Schwestergesellschaften zentral zu beliefern. Der weitere Ausbau dieser Aktivitäten wird sich vor allem auf den Infrastrukturbau konzentrieren. Gleichzeitig haben wir auch in diesem Jahr wieder viel in die Erweiterung und Modernisierung unseres Standardmietparks investiert. Dies immer mit dem Ziel, auch in Marktsituationen wie diesen, die durch eine hohe Auslastung und kurze Vorlaufzeiten gekennzeichnet sind, die Baustellen unserer Kunden in der geforderten Menge, Qualität und Terminvorgabe beliefern zu können.

Dafür, dass Hünnebeck erneut auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken kann, bedanke ich mich an dieser Stelle sehr herzlich. Zum einen bei allen unseren Kunden, die Hünnebeck ihr Vertrauen geschenkt haben und mit denen wir viele technisch komplexe Projekte realisieren durften. Ich nenne hier beispielhaft nur den Bau des neuen Zalando Hauptquartiers in Berlin, den Umbau der Generali Arena in Wien und den Bau des Grand Towers in Frankfurt – mit 172 m Deutschlands derzeit höchstes Wohnhochhaus. Und zum anderen bedanke ich mich bei allen Hünnebeck-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeitern, die als Menschen, Macher und Experten jeden Tag ihr Bestes geben, um all diese Projekte zu begleiten und mit uns nachhaltig zu wachsen.

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Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 01/2018.

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