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Bauaussichten 2019

Absatz von Mauerwerksprodukten wird 2019 steigen

Von Ronald Rast, Geschäftsführer der Deutschen Gesellschaft für Mauerwerks- und Wohnungsbau, Berlin

Die Mauerwerksindustrie blickt mit Optimismus ins Jahr 2019, nachdem der Geschäftsverlauf im Jahr 2018 nicht immer ganz den Erwartungen entsprach. Im dritten Quartal 2018 lag die Zahl der Baugenehmigungen im Wohnungsbau um ca. 2 % über dem Vorjahreszeitraum. Treiber für diesen Zuwachs war einmal mehr der Mehrfamilienhausbau. Die im Jahr 2018 geleisteten Arbeitsstunden durch das Baugewerbe stiegen im genannten Zeitraum um etwa 4,6 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum an. Auch die Auftragslage im Wohnungsbau ist mit einem Vorlauf von knapp fünf Monaten nach wie vor sehr gut.

Allerdings sind bei der Zahl der Baufertigstellungen bis September 2018 Rückgänge im Ein- und Zweifamilienhausbau in einer Größenordnung zu verzeichnen, die der Zuwachs im Mehrfamilienhausbau, gemessen an Kubikmeter umgebautem Raum oder Kubikmeter-Absatz an Mauerwerksprodukten, nicht vollständig ausgleichen kann.

Die Deutsche Gesellschaft für Mauerwerks- und Wohnungsbau e. V. (DGfM) geht daher aktuell davon aus, dass der diesjährige Absatz von Mauerwerksprodukten in Abhängigkeit des Witterungsverlaufs in den Monaten November und Dezember 2018 mit -1 bis -2 % leicht unter dem Vorjahr liegen wird.

Für das anstehende Jahr 2019 rechnet die DGfM wieder mit einer stabileren Entwicklung im Bereich des Ein- und Zweifamilienhauses sowie einer weiteren Steigerung der Baugenehmigungen im Mehrfamilienhausbau. Hinzu kommt mit einem Plus von knapp 12 % im Jahr 2018 eine positive Baugenehmigungsentwicklung bei wohnähnlichen Nichtwohnbauten, die für die DGfM-Mitglieder eine weitere Stabilisierung der Geschäftserwartungen für 2019 bringt. Insgesamt ist deshalb für 2019 mit einem Absatz von Mauerwerksprodukten zu rechnen, der etwa 3 bis 4 % über dem Niveau des Jahres 2018 liegen dürfte.

Mit entscheidend für eine weiter anhaltende positive Entwicklung im Wohnungsbau wird Folgendes sein: Zum einen muss es schnell wirksame Festlegungen für den Bau von mehr bezahlbaren Wohnungen geben. Zum anderen muss die Politik für faire Rahmenbedingungen im Wettbewerb der Bauweisen sorgen, damit Bauherren und Planer sich aus eigener Überzeugung für eine Bauweise entscheiden können. Initiativen wie bspw. die geplante Holzbauoffensive in Baden-Württemberg sind politisch gewollte Wettbewerbsverzerrungen, die nicht im Sinne einer freien und fairen Marktwirtschaft sein können.

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