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Bauaussichten 2019

Mit Weitblick ins Jahr starten

Von Joachim Michels, 1. Vorsitzender des Bundesverbandes der Baumaschinen-, Baugeräte- und Industriemaschinen-Firmen e. V., Bonn

Kein Zweifel: In Sachen Dynamik wirkte das Jahr 2018 wie ein Lehrbucheintrag. Dies wird nach Einschätzung des Bundesverbandes der Baumaschinen-, Baugeräte- und Industriemaschinen-Firmen e. V. (bbi) auch im kommenden Jahr 2019 noch nachwirken und sorgt für gute Startbedingungen sowie positive Aussichten für die Händler und Vermieter von mobilen Arbeitsmaschinen.

Was braucht es für ein Rekordjahr? Eine stabile Gesamtkonjunktur, eine ungebrochen rege Bautätigkeit, eine starke Nachfrage nach Maschinen und Auftragsvorläufe mit großen Reichweiten – all dies war 2018 gegeben und bescherte den Händlern und Vermietern mobiler Arbeitsmaschinen ein hochdynamisches Jahr. Bestätigt hat sich dies auch in den Umfragen unseres Verbandes und in vielen Gesprächen mit Unternehmern aus der Branche.

So erfreulich die Entwicklung ist: Dieses Fahren unter Volllast bringt seine ganz eigenen Herausforderungen mit sich. So gab es bspw. im vergangenen Jahr mitunter sehr lange Lieferzeiten für Maschinen, Geräte oder Ersatzteile, da auch die Hersteller die starke Nachfrage nicht immer zeitnah bedienen konnten. Entsprechend mussten sich letztendlich auch unsere Kunden auf längere Lieferzeiten einstellen und diese bei ihrer Planung berücksichtigen. Nicht neu, aber weiterhin virulent ist das Thema Personal: Hier gibt es mittlerweile kaum noch Unternehmen, für die die Suche nach Mitarbeitern und die Nachwuchssicherung dank eines komplett leergefegten Arbeitsmarktes nicht schwieriger geworden sind – was seinen Niederschlag in personalbedingt nur verzögert abwickelbaren Aufträgen findet.

Dennoch und ganz deutlich: Ein Grund zur Klage ist die dynamische Entwicklung selbstverständlich nicht. Stattdessen erwachsen aus dieser Situation klare Aufgaben für uns Unternehmer. Auch wenn die Zeit dafür zuweilen knapp ist, ist es wichtig, jetzt die Weichen für kommende Zeiten zu stellen. Wir werden uns den anstehenden Herausforderungen stellen und ihnen aktiv und vorausschauend begegnen. Es gilt, Vorbereitungen zu treffen, Prozesse zu hinterfragen, vorhandene Kostenstrukturen zu durchleuchten und an den richtigen Stellschrauben zu drehen. So werden wir in 2019 weiter daran arbeiten, das Branchenimage zu verbessern und potentiellen Mitarbeitern vermitteln, warum es sich lohnt, in diese zukunftsorientierte und hochtechnisierte Branche einzusteigen. Neben dem Finden neuen Personals werden wir im kommenden Jahr aber auch unsere bereits vorhandenen Mitarbeiter stärker einbeziehen und diese weiter qualifizieren. Qualifizieren sollten wir als Unternehmer selbstverständlich auch uns selbst. Es gilt nicht zuletzt, uns und unsere Unternehmen fit zu machen für neue Geschäftsmodelle. In Anbetracht der aktuellen Auslastung gleicht dies einem "Reifenwechsel bei voller Fahrt": Gut laufende Unternehmen müssen fit gemacht werden für die Herausforderungen der digitalen Transformation. Das ist eine umfassende Aufgabe und erledigt sich nicht nebenbei. Was wir dabei aber nicht vergessen sollten: Die Digitalisierung ist nicht das Ziel sondern das Mittel für unsere Zwecke. Denn auch im kommenden Jahr gilt es, unsere Kunden zufrieden zu stellen und für sie sowie mit ihnen intelligente, umsetzbare Lösungen und Services zu finden, die ihnen weiterhelfen. Ich bin sicher, dies wird uns auch gelingen. Denn – um beim Bild des Reifenwechsels zu bleiben – wenn die Maschine gut läuft, die Richtung feststeht und unser Team weiß, was es zu tun hat, ist das Ziel definiert und wir werden diese spannende Aufgabe meistern.

Insofern sehe ich auch für 2019 gute Aussichten für ein weiteres erfolgreiches Jahr in der Branche. Auch wenn politische Unwägbarkeiten und weitere externe Unsicherheitsfaktoren schwer zu prognostizieren sind: Da die aktuellen Rahmenbedingungen – Stichwort gute Gesamtkonjunktur, anstehende Bauaufgaben, Sanierungs- und Investitionsstau, bereits jetzt vorhandene Aufträge mit großer Reichweite – positiv sind, stehen die Zeichen auch im kommenden Jahr weiterhin auf Wachstum. Interessant wird es dank aller Aufgaben und der im nächsten Jahr wieder anstehenden Messe bauma in München allemal. Ich freue mich deshalb auf ein spannendes Jahr voller Herausforderungen im Dienste der Kunden und wünsche der Branche ein erfolgreiches Jahr 2019.

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