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Bauaussichten 2019

Nachhaltig positive Stimmung in der Betonbohr- und -sägebranche

Von Thomas Springer, Vorsitzender des Fachverbandes Betonbohren und -sägen Deutschland e. V., Darmstadt

Die Erwartungen der Betonbohr- und -sägebranche vom Jahresbeginn wurden erfüllt. Auch unsere Sparte folgte dem konjunkturellen Trend der gesamten Bauwirtschaft und profitierte 2018 von anhaltenden Investitionen u. a. in den Wohnungsbau und in die energetische Sanierung im Bestand. Im Ergebnis verzeichnet das Gros der Fachbetriebe ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2018.

So treibt die Unternehmer weniger die Sorge nach neuen Aufträgen um; deutlich herausfordernder ist es, die personellen Kapazitäten mit qualifizierten Fachkräften aufzubringen. Dem deutlichen Fachkräftemangel begegnen wir seit Jahren mit unseren Aus- und Weiterbildungsangeboten. Dazu zählt das eigene Berufsbild Bauwerksmechaniker für Abbruch- und Betontrenntechnik als Einstieg für junge Menschen mit sehr guten Zukunftsaussichten. Aufstiegschancen bieten die Weiterbildung zum Vorarbeiter und Werkpolier sowie die für 2019 geplante neue Meisterausbildung. Zusätzlich gibt es die Möglichkeit für ein duales Studium. Darüber hinaus bieten wir mit Fachseminaren im Bereich der Erwachsenenqualifizierung optimale Möglichkeiten für Quereinsteiger.

Auf einen für unsere Branche emotionalen Höhepunkt möchte ich gern noch einmal zurückblicken: Im Juni 2018 fand die feierliche Eröffnung des Informationszentrums für Abbruch- und Betontrenntechnik statt. Auf Initiative des Museumsvereins für alte Betonbohr- und -sägemaschinen e. V. entstand auf dem Gelände des Ausbildungszentrums (ABZ) Hamm des Berufsförderungswerks der Bauindustrie Nordrhein-Westfalen die Heimstatt für eine Sammlung historischer Maschinen. Diese macht die technische Entwicklung der Branche für alle Interessierten erlebbar.

Für den Neubau stellte der Museumsverein finanzielle Mittel in Höhe von 190 000 Euro zur Verfügung. Diese Gelder stammen aus Spenden der BBS-Fachbetriebe, einer Zulage des Fachverbandes und aus Eigenmitteln des Museumsvereins. Mein Dank gilt dabei im Besonderen den engagierten Mitgliedern des Museumsvereins, dem ABZ Hamm sowie natürlich den zahlreichen Unterstützern und Sponsoren, die das Projekt organisatorisch und finanziell möglich gemacht haben.

Für 2019 rechne ich weiterhin mit einer hohen Investitionsbereitschaft im gesamten Baubereich, sei es staatlich oder privat, und somit mit einer positiven Entwicklung für unsere Branche. Die Binnennachfrage ist nach wie vor sehr hoch. Für eine gewisse Unsicherheit sorgen dagegen geopolitische Einflüsse wie der Brexit, die die EU beeinflussenden Entwicklungen in Italien, die internationalen Beziehungen im Handelsstreit zwischen den USA und anderen Wirtschaftsregionen oder der politische Status zwischen der Ukraine und Russland. Zwar haben wir keinen Einfluss auf diese Entwicklungen, deren Folgen im Falle einer negativen Trendwende wären jedoch auch für den deutschen Mittelstand spürbar.

Die bauma wird wieder deutliche Impulse für die Bauwirtschaft setzen, gleichzeitig ist sie mit Blick auf die dort erkennbare Investitionsbereitschaft der Bauunternehmen ein Gradmesser für die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung. Für unsere Branche liefert sie eine ideale Plattform zur weiteren Marktdurchdringung des in diesem Jahr eingeführten werkzeuglosen Bohrkronenanschlusses PQ6. Dieser wurde in Zusammenarbeit mit dem VDMA entwickelt und steht allen Herstellern ohne Einschränkungen zur Verfügung.

Ich gehe davon aus, dass nahezu alle Herstellerfirmen für ihre Maschinen und Werkzeuge eine Lösung mit dem PQ6 anbieten werden. Fachbetriebe, die das System bereits einsetzen, sind jedenfalls überzeugt von den Vorteilen bei der Anwendung: Es verringert das Verletzungsrisiko und führt zu einer signifikanten Zeitersparnis. Beides sollte im Interesse jedes Fachbetriebes liegen – mehr Arbeitssicherheit für Mitarbeiter und wirtschaftliche Vorteile für das Unternehmen.

So möchte ich allen interessierten Kollegen und Firmen einen Besuch der bauma empfehlen und sie recht herzlich an unseren Stand einladen. Außerdem findet vom 24. bis 26. Mai unsere Jahreshauptversammlung in Weimar statt. Beide Termine bieten den idealen Rahmen zum Informationsaustausch unter Kollegen und die Möglichkeit, das persönliche Netzwerk in der Betonbohr- und -sägebranche zu erweitern. In diesem Sinne wünsche ich allen Fachbetrieben ein wirtschaftlich erfolgreiches Jahr sowie den Inhabern und Mitarbeitern persönlich alles Gute für 2019.

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Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 01/2019.

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