Baudienstleister präsentiert bodenschonendes Verlegeverfahren

Sohlbettungen passgenau vorprofilieren

Oldenburger Rohrleitungsforum
In dem neuen Verfahren wird die Sohlbettung entsprechend dem Umfang der Rohre vorprofiliert. Foto: Köster

Osnabrück (ABZ). – Die Besucher des 33. Oldenburger Rohrleitungsforums werden auf der Fachmesse ein neuartiges Verfahren zur Herstellung einer vorprofilierten Sohlbettung für Höchstspannungsleitungen kennenlernen. Vom 13. bis 15. Februar informiert das Kompetenz-Center Rohrleitungsbau des Osnabrücker Baudienstleisters Köster am Stand EG-H-06 über die Eigenentwicklung Köster-TransVer, die nach eigenen Angaben den wirtschaftlichen und ökologischen Rohrleitungsbau für Stromtrassen ermöglicht. Der Bedarf an erdverlegten Höchstspannungsleitungen in Deutschland sei durch die von der Bundesregierung eingeleitete Energiewende stark angestiegen, so Köster. Mit der Entwicklung und Umsetzung innovativer Verlegeverfahren trage das Kompetenz-Center Rohrleitungsbau von Köster dazu bei, die Installation von Erdkabeln zu beschleunigen und gleichzeitig die Umwelt zu schonen. Das Messeteam werde unter dem Motto "Rohrbettung mit Profil" eine innovative Technik für die sichere und schnelle Vorprofilierung von Sohlbettungen für jeden Rohrumfang präsentieren. "Zu den wesentlichen Vorteilen gegenüber der konventionellen Trassenprofilierung gehören der verringerte Platzbedarf, die Lagestabilität und die beschleunigte Verlegung der Leitungen ohne Zement bei gleichzeitig erhöhter Stromtragfähigkeit", fasst Jürgen Höchst, Vertriebsingenieur bei der Köster GmbH, den Nutzen zusammen.

Das Verfahren Köster-TransVer sei vom Kompetenz-Center Rohrleitungsbau der Köster GmbH entwickelt worden. Es nutze aktuelle Maschinentechnik, um die Sohlbettung passgenau entsprechend dem Rohrumfang vorzuprofilieren und Zwickel direkt zu verdichten. Der Verzicht auf manuelle Verdichtung steigere die Verlegeleistung und verringere sowohl das Risiko von Beschädigungen am Rohr als auch Verletzungen auf der Baustelle signifikant. Gleichzeitig reduziere die exakte Verlegung die Zugkraft an den Kabeln.

Die Kombination mit einem hochleistungsfähigen und sieblinienoptimierten Bettungsmaterial führe zu einer größtmöglichen Wärmeableitung ohne Einsatz von Zement oder Polymeren. Im Ergebnis sei die Übertragungskapazität der Trassen deutlich gesteigert, die Rohre würden enger verlegt und die Trassenbreite verringere sich. Die maschinelle Trassenprofilierung beschleunige die Erdverlegung von Höchstspannungsleitungen und minimiere die Eingriffe in wirtschaftlich genutzte Flächen und Privatgrundstücke. Die Nutzung rein natürlicher Materialien ohne Polymere und Zement schone die Böden. Die Rekultivierung landwirtschaftlich genutzter Flächen werde beschleunigt. Abseits des Hochspannungs-Netzausbaus sei der Einsatz von Köster-TransVer in weiteren Bereichen wie der Versorgung mit Wasser, Gas oder Chemikalien denkbar, sofern Genauigkeit und Verdichtungsqualität erforderlich seien.

Seit vielen Jahren schon beteilige sich das Köster-Kompetenz-Center Rohrleitungsbau an der Entwicklung und dem Einsatz richtungweisender Erdverlegungsverfahren. So habe das Unternehmen im Jahr 2017 erstmals ein innovatives Bohrverfahren zur bodenschonenden Installation von Kabelschutzrohren mit kleinen Durchmessern DN250 bis DN700 und Haltungslängen von bis zu 1500 m im Untergrund eingesetzt. Für einen anderen Anwendungsbereich nutzte das Kompetenz-Center Rohrleitungsbau einen speziellen Flüssigboden, der die Kabelschutzrohre umhülle und Wärme nach dem Verfestigen gleichmäßig in alle Richtungen ableite. Die von Köster entwickelten vorgefertigten Auftriebssicherungen auf dem planverlaufenden Boden des Grabens würden das Aufschwimmen der Rohre verhindern, ihre exakte Lage gewährleisten und eine spätere Kontrolle des Bettungsmaterials und der Lage der Schutzrohre ermöglichen.

Neben dem Schwerpunktthema wird das Messeteam von Köster am Stand EG-H-06 des Oldenburger Rohrleitungsforums das gesamte Leistungsspektrum des Spezialbereichs vorstellen: Bau von Gas-, Nah- und Fernwärme-, Medien- und Wasserleitungen – unabhängig von der Verlegeart, dem Material, der Dimensionen oder der Druckstufe. Bei Bedarf übernimmt die Köster GmbH auch den Bau der dazugehörigen Teile des Anlagenbaus sowie die Wartung. Messetermine können unter der E-Mail-Adresse rohrleitungsbau@koester-bau.de vereinbart werden.

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