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Bauen für Kinder

Puzzleelemente bestimmen Kita-Architektur

Architektur

Der neue Kindergarten in Vrbani – Hier macht Spielen Freude.

ZAGREB/KROATIEN (ABZ). - Vrbani in der kroatischen Hauptstadt Zagreb wurde einst nach einer berühmten Stadtplanung (Aufteilung in Distrikte) gebaut. Den Vrbani-III-Distrikt kennzeichnet eine kleinere Zone mit einigen Dutzend Straßen mit Wohnhäusern und großen Bäumen, Grünbereichen sowie klar definierten öffentlichen Bereichen. Qualitätsbewusstsein, Maß und Logik prägen seine räumliche Gestaltung.

Hier wurde auf der letzten Unterteilung des Grundstücks, das für die Errichtung einer schulischen Einrichtung bestimmt war, der neue Kindergarten Vrbani III gebaut. Der Entwurf stammt vom Architekten Davor Matekovic aus dem Projektbüro Proarh aus Zagreb. Eine architektonische Umgebung für Spiel und Freude zu kreieren, bedeutete für die Architekten eine verantwortungsvolle Aufgabe zu meistern, die darin bestand, einen Rahmen für Kindheit und Spiel zu schaffen, der, genau wie ein Puzz-le, seine schnellen, einfachen, aber auch komplizierten Schritte hat.

Auf dem 4500 m² großen Distrikt-Grundstück schufen die Projektentwickler die architektonische Umgebung für eine Kombi-Einrichtung mit Kindergarten und Kinderkrippe, mit einer Bruttofläche von 2921 m² für ca. 300 Kinder, vier Krippeneinheiten und acht Kindergarteneinheiten.

Das neue zweigeschossige Gebäude mit seiner unverkennbaren "Puzzle-Fassade" umfasst insgesamt zwölf Klassenzimmer, die die vorhandene Ausrichtung nach Süden maximal nutzen und gleichmäßig auf beiden Stockwerken verteilt sind. Entstanden ist ein einzigartiges Gebäude, dem man von außen schon ansieht, dass es für Kinder bestimmt ist.

An der Projektabwicklung waren überwiegend ausführende Unternehmen aus Zagreb/Kroatien beteiligt. Als Bauunternehmer wurde die Bauunternehmung Tehnika d.d. verpflichtet. Sie errichtete den Rohbau mit Systemen aus tragenden Querwänden mit Stützen und ausgefachtem Mauerwerk mit 20 cm dicken Wänden in einem Raster von 6,10 m. Die Decken bestehen aus unterschiedlich starken AB-Platten (20, 24 und 40 cm). Das Dach ist als Flachdach ausgebildet, teilweise begehbar.

Verantwortlich für die Umsetzung der Fassadenkonstruktion mit einer vorgehängten hinterlüfteten Fassade aus plastifizierten Aluminiumelementen zeichnet der Fassadenbauer Keratek. Das in 1991 gegründete Unternehmen ist Experte für VHF-Konstruktionen und das Bauen mit vorkonfektionierten Bauelementen.

Keratek verwendet als Haltesysteme für seine VHF-Konstruktionen die bewährten Aluminium Tragkonstruktionen (ATK) von BMW Dübel + Montagesysteme, Hersteller bewährter Unterkonstruktionssysteme, in Leinfelden-Echterdingen. Beispiele von nachhaltig konzipierten, gelungenen Referenzobjekten findet man landesweit in Kroatien. Nach örtlichem Aufmaß erstellte der Fassadenbauer in Zusammenarbeit mit dem Planer einen exakten Fugenplan.

Analog zum Fugenplan, der auch die Vermaßung der Befestigungspunkte beinhaltete, erstellte BWM Dübel und Montagetechnik die Statik mit Montageschema. Im Vorfeld wurde die Anzahl der benötigten Halter, Tragprofile und Agraffen ermittelt.

Alle eingesetzten Materialen entsprechen der Brandschutzklasse A 1 oder A 2. Für die Herstellung der Puzzleteile verwendete man 3 mm dicke, plastifizierte Aluminiumplatten in fünf verschiedenen Weiß- und Grautönen (RAL 1013, RAL 7035, RAL 7047, RAL 9002 und RAL 9003), aus denen die 0,40 x 0,40 m großen Einzelelemente mittels computergesteuerter Wasserstrahltechnik (mit 2000 atü) exakt zugeschnitten wurden.

Den tragenden Untergrund der VHF-Konstruktion bildet eine Betonwand. Darauf liegt ein 12 cm dicker mineralischer Wärmedämmkern (70 kg/m³). Eine dampfdiffusionsdurchlässige Folie (selbstverlöschende organische Eurovent Maxi Folie) schützt die Konstruktion zusätzlich vor Durchfeuchtung von außen.

Bei der Montage der Puzzles an die Fassade setzten die Monteure auf den bewährten Klebstoff Sika Tack Plan. Den dauerhaft sicheren Halt der Elemente an der Betonwand gewährleistet das BWM Haltesystem ATK 100, bestehend aus vertikalen T-förmigen, 11 cm breiten, schwarz eloxierten Tragprofilen, die die Monteure mit L-förmigen Haltern und Nieten dauerhaft mechanisch befestigten.

Dieses Haltesystem wurde eigens für die sichtbare Befestigung (Nieten) von großformatigen Fassadentafeln entwickelt. Eine einfache Konstruktion, die schnell, sicher und komfortabel zu montieren ist.

Als sichtbare Befestigung dienen farblich beschichtete, dem jeweiligen Pastellfarbton der Aluminiumtafeln angeglichene Nieten. Die Puzzleteile verlegten die Monteure mit einer 5 mm offenen Fuge, die den Elementen eine freie Bewegung bei horizontaler Dehnung ermöglichen. Das gleichmäßige Fugenbild unterstreicht die exakte Ausführung und die Einmaligkeit des Gebäudes.

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 01/02/2014.

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