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Bauaussichten 2021

Bauen muss einfacher werden

Von Peter Theissing, Geschäftsführer von KS-Original, Hannover

Das Jahr 2020 hat eindrücklich gezeigt, dass wir in einer Welt kaum noch zu durchdringender Komplexität leben: Ein Virus, das zunächst noch weit entfernt schien, hatte wenige Wochen später den gesamten Planeten im Griff. Entsprechende Auswirkungen hatte dies auch auf die Baubranche, die ohnehin durch vielschichtige Einflüsse geprägt wird. Digitalisierung, BIM und automatisierte Verfahren sind zukunftsweisend und versprechen Vereinfachung, sind aber noch nicht auf der Baustelle von heute angekommen, die häufig genug mit Lieferschwierigkeiten, Fachkräftemangel oder zu hoher Komplexität zu kämpfen hat. In Kombination mit teils langwierigen Genehmigungsverfahren führt diese Situation unweigerlich zu einem Baustau, der den vorhandenen Wohnraummangel noch verschärft.

Eine mögliche Antwort auf den vielschichtigen Arbeitsalltag mit digitalem Dauerinput und nicht mehr wegzudenkenden Themen wie Klimawandel und Ressourcenknappheit bietet das Konzept der "Simplicity" beziehungsweise Einfachheit. Dieses wird seit einiger Zeit in sämtlichen Lebensbereichen als Megatrend gehandelt. Doch eigentlich sind die dahinterstehenden Ideen ziemlich zeitlos. Es geht um die Konzentration auf das Wesentliche, den bewussten Umgang mit Ressourcen und um Produkte, die genauso intuitiv wie langlebig sind. Ziel ist es nicht, sich vor Komplexität zu verschließen, sondern vielmehr die Voraussetzungen dafür zu schaffen, produktiv mit ihr umgehen und sie damit verringern zu können.

In diesem Sinne liefert KS-Original Lösungen, die die tägliche Arbeit aller Projektbeteiligten vereinfachen und damit effizienter gestalten.

Diese Reduktion beginnt bereits bei der Herstellung von Kalksandstein. Denn mehr als Kalk, Sand und Wasser braucht es nicht, um die bewährten Steine herzustellen. In einem patentierten Verfahren entsteht ein natürlicher, recycelbarer Baustoff, der frei von Schadstoffen sowie anderen, möglicherweise bedenklichen Zusätzen ist.

Die zur Kalksandsteinherstellung benötigten Rohstoffe werden regional in direkter Nähe der KS-Werke abgebaut. Dadurch sind sie schnell verfügbar und die Produktion ist unabhängig von weitverzweigten Lieferketten. Einfacher kann der Weg vom Rohstoff zum fertigen Stein auf der Baustelle kaum aussehen.

Produkte, die die verschiedensten Eigenschaften und Vorteile in sich vereinen sollen, sind meistens komplex – zu Lasten der Qualität der einzelnen Aspekte. Die eigenständige KS-Bauweise dagegen ermöglicht durch ihre Funktionstrennung die Verwendung des optimalen Produkts für jeden Teilbereich: Die Trag-, Dämm- und Witterungsschichten können gemäß den individuellen Anforderungen konzipiert werden. Dabei bildet das Mauerwerk aus Kalksandstein die solide Basis und trägt zum Bauvorhaben das bei, was es von Natur aus am besten kann: Tragfähigkeit, Schall-, Hitze- und Brandschutz. Änderungen der Fassade oder der Dämmqualitäten können auch im Nachhinein problemlos vorgenommen werden, ohne dabei in die tragende Konstruktion eingreifen zu müssen – ganz einfach eben.

Je vielschichtiger eine Herausforderung – zum Beispiel ein Bauprojekt –, desto wichtiger ist es, die Komplexität dort zu reduzieren, wo es möglich ist. Das dürfte einer der Gründe dafür sein, warum Kalksandstein laut Statistischem Bundesamt mit einem Anteil von mehr als 35 Prozent der am meisten verwendete Baustoff im mehrgeschossigen Wohnungsbau ist. Wenn es um den umbauten Raum geht, sind es sogar 39 Prozent.

Die Wandsysteme von KS-Original bieten in diesem Kontext die Grundlage für höchste Wirtschaftlichkeit und einen effizienten Baufortschritt. "KS-QUADRO" beispielsweise basiert auf klar definierten Rasterelementen. Ein Regelformat, zwei Ergänzungsformate sowie Ergänzungssteine erlauben ein Höchstmaß an Flexibilität. Durch die Vorkonfektionierung großformatiger Planelemente zählt "KS-PLUS" zu den wirtschaftlichsten Systemen im Mauerwerksbau. Mit individuell auf das Bauwerk zugeschnittenen Wandbausätzen setzt es Maßstäbe in Sachen Verarbeitungskomfort. In beiden Fällen gelangen die Mauersteine "just-in-sequence" auf die Baustelle, sodass sie immer genau zum geplanten Zeitpunkt vor Ort sind. Übersichtlichkeit reduziert Komplexität – gerade auch auf Baustellen. Zudem ermöglichen einfach bedienbare Versetzgeräte das Ein- oder Zwei-Mann-Mauern, wodurch Wandflächen schnell erstellt werden können. Damit lässt sich effektiv dem Fachkräftemangel begegnen, die Kräfte der beteiligten Handwerker schonen und die Produktivität auf der Baustelle steigern.

Es wird – soweit momentan absehbar – noch einige Zeit dauern, bis wir von einer Zeit "nach Corona" sprechen können. Dennoch lassen sich schon jetzt Lehren ziehen. Wer plötzlich von der Außenwelt weitestgehend abgeschnitten ist, lernt den Wert lokaler Strukturen, regionaler Netzwerke und kurzer Lieferketten neu kennen. Und nicht zuletzt hat man beobachten können, wie schnell sich Routinen und Abläufe verändern lassen, wenn es nötig ist. Vielleicht wäre es nicht schlecht, mit dieser Haltung auch den Wandel hin zu einem ökologisch verantwortungsvollen wirtschaftlichen Handeln zu bestreiten. KS-Original jedenfalls ist bereit, auch in Zukunft Wohn- und Arbeitsräume zu gestalten: Nachhaltig, regional – und zeitlos einfach.

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 01/2021.

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