Baugewerbe

Geschäftslage gut, Erwartungen verhalten

Berlin (ABZ). – "Unsere Mitgliedsunternehmen melden eine solide Auftragslage. Ihre Geschäftserwartungen beurteilen sie hingegen deutlich verhaltener. Folge der globalen Corona-Pandemie sind Lieferschwierigkeiten bei verschiedenen insbesondere global gehandelten Baumaterialien." Mit diesen Worten fasst der Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe, Felix Pakleppa, die wesentlichen Ergebnisse der ZDB-Frühjahrsumfrage unter seinen Mitgliedsbetrieben zusammen. Insgesamt werde die Geschäftslage von den Unternehmen "gut" (45 Prozent) oder zumindest als "befriedigend" (36 Prozent) eingestuft. 19 Prozent der Unternehmen bewerten ihre Geschäftslage als "schlecht".

Das insgesamt positive Gesamturteil werde maßgeblich durch die Unternehmen im Wohnungsbau und Ausbau beeinflusst. Mehr als 70 Prozent der im Wohnungsbau tätigen< Unternehmen und 60 Prozent der im Ausbau tätigen Unternehmen bewerteten ihre Geschäftslage als "gut", so der Verband. Unter den überwiegend im Wirtschaftsbau, Straßenbau oder öffentlichen Hochbau tätigen Unternehmen seien das jeweils nicht einmal 30 Prozent. Deutlich skeptischer hingegen beurteilen demnach Unternehmen aller Bausparten die Geschäftserwartungen der kommenden Monate. Fast 20 Prozent sehen eine Verschlechterung der Situation; zwei Drittel gehen von einer stabilen Baukonjunktur aus; und nur 14 Prozent erwarten eine weitere Verbesserung. Die gegenwärtige Auftragslage im Wohnungsbau und im Ausbau wird überwiegend als "gut" wahrgenommen (65 beziehungsweise 53 Prozent).

Die Corona-Pandemie hat die Nachfrage im Wohnungsbau bisher nicht beschädigt. "Wer im Homeoffice arbeiten kann, sucht jetzt eher ein Eigenheim mit guter Verkehrsanbindung. Rund 9500 Wohnungen wurden 2020 in Wohngebäuden mehr genehmigt als in 2019, davon liegen etwa 6500 in Ein- oder Zweifamilienhäusern," so die Erläuterung Pakleppas. Daher erwarteten die Unternehmen 2021 auch ein Umsatzwachstum. Die stabil hohe Nachfrage im Wohnungsbau und die verbesserten Rahmenbedingungen für Sanierungen stützten diese Geschäftsfelder. Im öffentlichen Hoch- und Straßenbau seien es hingegen nur jeweils 21 Prozent der Unternehmen, die zu einer guten Beurteilung ihrer Auftragslage kämen.

Dies korrespondiere mit der Einschätzung der Unternehmen zum Investitionsverhalten der Kommunen. Fast 57 Prozent sehen demnach ein schwächeres Investitionsverhalten als im Vorjahr. "Die Lage der Kommunalhaushalte ist und bleibt prekär. Auch wenn das Konjunkturpaket 2020 stützend gewirkt hat, bleibt die Investitionsneigung der Kommunen fragil. Es braucht daher einen zweiten Rettungsschirm für die Kommunalfinanzen mindestens für 2021 und 2022," so die Forderung Pakleppas. "Auch der Bund selbst bleibt in seiner Eigenschaft als Auftraggeber aufgefordert, die geplanten Investitionen in die Infrastruktur aufrecht zu erhalten." Daher gingen die Unternehmen hier auch von einer rückläufigen Umsatzentwicklung in 2021 aus. Für den öffentlichen Bau sähen nur 13 Prozent der Unternehmen Steigerungen im Straßenbau, etwa 60 Prozent rechneten dagegen mit Rückgängen.

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