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Baugewerbe

Umsätze liegen deutlich unter dem Vorjahresniveau

Berlin (ABZ). – "Der Umsatz im Bauhauptgewerbe erreicht bis zum Juli etwa 50,4 Milliarden Euro und verfehlt damit das Vorjahresniveau etwa um 1 Milliarde Euro", kommentierte Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer des Zentralverband des Deutsches Baugewerbe (ZDB), die unlängst vorgelegten Zahlen des Statistischen Bundesamts zur Baukonjunktur im Juli. "Dabei ist zu beachten, dass die Preise für Bauleistungen infolge der deutlichen Preiszuwächse beim Einkauf von Baumaterial um gut 4 Prozent gestiegen sind. Real liegen die Umsätze also um etwa 6 Prozent unter Vorjahresniveau", so Pakleppa weiter. Die Entwicklung der Erzeugerpreise für Baustoffe zeige aktuell bei den meisten Produkten eine Stagnation auf hohem Niveau. Im Vergleich zum Vorjahresmonat lägen die Preise für Baustoffe bei Kunststoffen im Bereich von plus 30 Prozent bei Stahl bei plus 90 Prozent und bei Holzprodukten bei über 120 Prozent über den jeweiligen Vorjahreswerten, so Pakleppa.

"Eine anhaltend hohe Nachfrage nach Rohstoffen in zahlreichen Branchen der Volkswirtschaft hält die Preise hoch", erklärt der ZDB-Hautpgeschäftsführer. Während die Auftragsentwicklung im öffentlichen Bau weiter schwach ausfalle (minus sieben Prozent), kämen aus dem Wirtschaftsbau im Juli positive Signale (plus 13 Prozent). "Allerdings fällt im Wirtschaftsbau das Genehmigungsverlangen sehr volatil aus. Da aufgrund von Lieferengpässen in der Industrie die Konjunktur schwächer als erwartet verläuft, bleibt die Nachfrage nach Wirtschaftsbauten fragil", führt Pakleppa aus. Die Nachfrage nach Wohnraum sei weiter deutlich ausgeprägt (plus 11 Prozent). Hier werde allerdings die starke Dynamik im ersten Quartal deutlich, die mit Auslaufen des Baukindergelds mittlerweile nachlasse. Zudem schlägt laut ZDB sich die Preisentwicklung in den Zahlen zu den Auftragseingängen wider. Nominal liegen diese demnach mit etwa 5 Prozent über dem Vorjahresniveau, real sei das ein Plus von lediglich 1 Prozent. Die Daten gelten für Betriebe mit 20 und mehr Beschäftigten.

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