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Bauindustrie fordert bei Investitionen in Verkehrsträger

Straßenbau muss im Fokus bleiben

Fulda (ABZ). – Die Bauindustrie hat angesichts von Schäden wie an der Salzbachtalbrücke in Wiesbaden vor einer Vernachlässigung von Investitionen in den Verkehrsträger Straße gewarnt. Es wäre "aus wirtschaftlicher, ökologischer und sozialer Perspektive" schädlich, Schiene und Straße gegeneinander auszuspielen, mahnte Burkhard Siebert, Hauptgeschäftsführer des Bauindustrieverbandes Hessen-Thüringen, anlässlich des Straßenbautages in Fulda.

"Dies würde zu einer spürbaren Verschlechterung der Verkehrsnetze und damit zu einer Schwächung des Wirtschaftsstandorts Deutschland insgesamt führen", so Siebert. Der Straßenbau bedürfe einer "verstetigten Finanzierung und einer auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Ausschreibungspolitik". Da sich auch mittelfristig keine Alternativen zum Güterverkehr und zum Individualverkehr auf der Straße abzeichnen würden, müsse der Fokus auf einer klugen Investitionspolitik für die Straße liegen. In Hessen habe das Auftragsvolumen von Januar bis Ende Juli im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zwar um 5,8 Prozent auf 632,1 Millionen Euro zugenommen. Der Umsatz schrumpfte aber im Jahresvergleich um 9,5 Prozent auf 494,6 Millionen Euro.

In Thüringen gaben die Umsätze im gleichen Zeitraum um 7,9 Prozent nach, der Umsatz sank im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 2,9 Prozent auf rund 228,4 Millionen Euro. Der Trend sei klar, so Siebert: "Die Investitionskraft der öffentlichen Hand lässt nach." Im vergangenen Jahr seien bundesweit auf der Schiene rund 320 Millionen und in der Binnenschifffahrt rund 188 Millionen Tonnen Güter transportiert worden. Das Transportvolumen auf der Straße sei aber mit 3,2 Milliarden Tonnen etwa zehn Mal so groß gewesen. Das Beispiel der seit Monaten wegen Schäden gesperrten Salzbachtalbrücke zeige den immensen Investitionsstau.

"Mobilität auf der Straße kann und muss in Zukunft unter komplexer Berücksichtigung des notwendigen Klimaschutze sichergestellt werden", sagte Siebert.

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