Bauindustrie über Albig-Äußerungen zur A20 verwundert

Kiel (dpa). - Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) hat mit Äußerungen über Kapazitäts-Engpässe beim Autobahnbau in der Industrie für Irritationen gesorgt. „Die Bauunternehmungen in Schleswig-Holstein stehen mit ausreichenden Kapazitäten bereit, den Investitionshochlauf zu stemmen“, sagte das Vorstandsmitglied des Bauindustrieverbandes Hamburg  Schleswig-Holstein, Claus-Christian Ehrhard. „Das Nadelöhr liegt bei den Planungskapazitäten.“ Albig hatte mit Blick auf den geplanten Weiterbau der A20 gegenüber der Deutschen Presse-Agentur betont, „wie weit wir kommen, ist allerdings auch eine Frage der Ressourcen“. Schon heute könnte das Land kaum einen Kilometer Autobahn zusätzlich bauen, weil nicht genügend Tiefbaukapazitäten verfügbar seien. „Die Menschen und auch die Bagger dafür sind nicht in ausreichender Zahl da - alles, was wir jetzt mehr an Geld da reingeben würden, würde jeden Kilometer nur teurer machen, aber nicht automatisch zu mehr Kilometern führen.“ Nach Ansicht von Verbands-Hauptgeschäftsführer Frerich Ibelings könne der Investitionsstau im Norden nur durch einen breiten Schulterschluss aller Akteure gelöst werden. Auch eine Entzerrung der Baumaßnahmen könne Kapazitätsengpässe verhindern.

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