Baulicher Schallschutz

Wandbaustoff ist wichtiger Faktor

Unika KS Schallreduzierung Baustoffe
Zahlreiche Lärmquellen können das Bedürfnis nach Ruhe stören. Ein guter Schallschutz ist im Wesentlichen auch eine Frage des verwendeten Wandbaustoffs. Foto: Unika

RODGAU (ABZ). - Es ist laut in unserer Welt. Überall scheppert, klimpert, fiept und zierpt es. Da möchte man wenigstens in den eigenen 4 Wänden seine Ruhe haben. Doch ab wann etwas ruhig ist oder eben zu laut oder gar Lärm ist sehr individuell. Schallschutz ist im Wesentlichen eine Frage des verwendeten Wandbaustoffs. Je schwerer eine Wand, desto besser kann sie vor Lärm schützen, heißt es in einer Mitteilung der Unika GmbH. Das Wandgewicht wird anhand der Rohdichteklasse (RDK) des Baustoffs ermittelt. Je höher die RDK ist, desto besser sei der Schallschutz. Unika Kalksandstein ist nach eigenen Angaben mit Rohdichteklassen von 1,8 bis 2,2 leichteren Mauerwerkstoffen in Sachen Schallschutz weit voraus.In der DIN 4109 sind die Anforderungen an den Schallschutz geregelt. Aber nur weil eine Wand die normativen Anforderungen erfülle, schütze sie in der Praxis nicht unbedingt nachhaltig vor Lärm. Vielmehr erfülle diese Wand das "Mindestmaß". Alles, was lauter ist als "normal" höre man weiterhin. Schallschutz lasse sich nicht allgemeingültig für alle Objekte pauschal definieren, sondern müsse im Einzelfall und den örtlichen Gegebenheiten entsprechend angepasst und zwischen Bauherr und Architekt/Fachplaner vereinbart werden. Auch sei Schallschutz nicht so einfach nachrüstbar. Deshalb gelte es in der Planungs- und Entscheidungsphase nicht nur auf ausreichenden, sondern auf guten Schallschutz zu achten.Mit einer 7 cm dicken Wand aus der Unika-Kalksandstein-Bauplatte samt beidseitigem Dünnlagenputz ist nach Herstellerangaben z. B. die Empfehlung des Beiblatts 2 der DIN 4109 in Sachen Schallschutz für Wohnungswände zwischen "lauten" (Kinderzimmer) und "leisen" (Schlafzimmer) Räumen (40 dB) schon erfüllt. Soll der Lärmschutz besser sein und folgt man den Empfehlungen des Beiblatts, dann muss die Wand bereits 47 dB erreichen. Hier genüge schon eine 15 cm dicke Unika-Kalksandsteinwand in der Rohdichteklasse 1,8 samt beidseitigem Dünnlagenputz.Insbesondere bei Mehrfamilien- oder Reihenhäusern kommt den Wohnungs- und Haustrennwänden eine besondere Rolle zu. Neben den brandschutztechnischen Aspekten sorgen diese Wände vor allem für den notwendigen Schallschutz. Hier werden durch die DIN 4109 Mindestanforderungen gestellt. Bei Wohnungstrennwänden beträgt diese 53 dB. Dieser Wert ist laut Hersteller mit einer 20 cm dicken Unika-Kalksandsteinwand, RDK 2,0, beidseitig 10 mm geputzt, zu erfüllen. Bei Einfamilien-, Doppel-, und - Reihenhäusern sind die Anforderungen höher: 57 dB. Dies erreiche man sicher mit zweischaligen Haustrennwänden. Ist der Komplex unterkellert, reichen 2 Wände aus 11,5 cm dicken Unika-Kalksandstein Planelementen, RDK 1,8, mit beidseitigem Dünnlagenputz, die 64 dB im Erdgeschoss erreichen. Darüber hinaus bietet das Unternehmen aus Rodgau Plansteine und Planelemente mit der hohen Rohdichteklasse 2,2. Diese würden dem Planer und Nutzer noch besseren Schallschutz ermöglichen. Für Haustrennwände gilt grundsätzlich: die Fuge zwischen den Häusern muss vom Fundament bis zum Giebel getrennt und der Hohlraum vollflächig mit Mineralwolle Typ WTH verfüllt werden.Für Wohnungs- oder Haustrennwände finden sich im Beiblatt zur DIN 4109 Empfehlungen für einen erhöhten Schallschutz. Diese liegen bei Wohnungstrennwänden bei 55dB und bei Haustrennwänden bei 67 dB. Mit einem zweischaligem Mauerwerk aus von Unika angebotenen Kalksandsteinen in jeweils 15 cm Dicke je Schale in RDK 1,8 und mit einem beidseitigen Putz von 10 mm könne dies bei Haustrennwänden schon erreicht werden. Erhöhter Schallschutz sollte immer zwischen Bauherr und Architekt separat vereinbart werden. Schall überträgt sich nicht nur über die trennende, sondern auch über die flankierenden Bauteile. Aus diesem Grund sind laut Unternehmen alle flankierenden Wände so schwer als möglich auszuführen, z. B. Innenwände mit Kalksandstein in 11,5 cm Dicke in der Rohdichteklasse 2,0. Bei zweischaligen Außenwänden sollte das Wandflächengewicht der inneren Schale mindestens 300 kg/m² betragen, heißt es weiter. Und auch dies sei mit 15 cm dicken Unika-Kalksandsteinwänden in der Rohdichteklasse 2,0 zu realisieren. Für größtmögliche Sicherheit beim Schallschutz läuft das trennende Bauteil zur Außenseite der flankierenden Wand durch.Zusätzliche Hilfe bei der Erstellung einer sicheren Schallschutzprognose bietet der KS-Schallschutzrechner des Bundesverbandes Kalksandsteinindustrie e. V. Grundlage diese Servicetools ist das neue europäische Rechenmodell, das zurzeit in die deutsche Schallschutznorm DIN 4109 eingearbeitet wird und für den zukünftigen Schallschutznachweis der DIN 4109 vorgesehen ist.

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