Baumaterialpreise weiter auf Rekordhöhe

Steigende Kosten sind Risiko in Bestandverträgen

Berlin (ABZ). - Die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte lagen im Mai 2022 - drei Monate nach Kriegsbeginn in der Ukraine - um 33,6 Prozent über dem Niveau von Mai 2021. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, war dies der höchste Anstieg gegenüber einem Vorjahresmonat seit Beginn der Erhebung im Jahr 1949.
Bitumen Baustoffe
Arbeiter tragen auf einer Autobahn eine neue Asphaltdecke auf. Asphalt ist nun auch von erheblichen Preissteigerungen betroffen. picture alliance/dpa | Roland Weihrauch

Neben Energie, Diesel und Stahl, die im Preis um 87,1, 53,2 bzw. 72,1 Prozent zugelegt haben, ist nun auch Asphalt von Preissteigerungen betroffen. “Die Bauunternehmen müssen nun 26,7 Prozent mehr für Asphalt bezahlen.

Hier schlägt die Verteuerung von Bitumen - das als Bindemittel eingesetzt wird - mit einem Preisplus von 61,4 Prozent mittlerweile durch”, kommentiert der Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie, Tim-Oliver Müller, die vom Statistischen Bundesamt jetzt veröffentlichten Erzeugerpreisindizes für in Deutschland produzierte gewerbliche Produkte.

Müller: “Die Preise scheinen weiterhin nur eine Richtung zu kennen - nach oben. Die starken Baumaterialpreis- und damit Baukostensteigerungen machen den Bauunternehmen schwer zu schaffen. Bei Projekten, die schon vor mehreren Monaten oder gar Jahren begonnen wurden, konnte man diese Entwicklung bei Vertragsunterzeichnung auf keinen Fall vorhersehen. Bei Vereinbarung von Festpreisen müssen die Unternehmen die gestiegenen Kosten nun selbst schultern. Davon ist nahezu jedes vierte Tiefbauunternehmen betroffen.”

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