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Bauministerkonferenz

Umwelthilfe fordert Sofortmaßnahmen im Klimaschutz

Berlin (ABZ) – Zur Bauministerkonferenz in Erfurt kritisierte die Deutsche Umwelthilfe (DUH) ein "jahrelanges Verschlafen einer nachhaltigen Bauwende" und forderte von den Bundesländern Einleitung von Sofortmaßnahmen. In Deutschland verursachen laut DUH Herstellung,

Errichtung und Entsorgung von Gebäuden und Bauprodukten 88 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr, was weit über den gesamten jährlichen CO2-Emissionen der deutschen Landwirtschaft liege. "Es ist ein schweres Versäumnis, dass Kreislaufwirtschaft im Baubereich auf der politischen Agenda bislang kaum eine Rolle gespielt hat, obwohl hier mit die größten CO2-Entlastungspotenziale liegen", so du DUH. Die Bauministerinnen und Bauminister müssten deshalb unverzüglich den selektiven Rückbau, recyclingfähige Baustoffe und den Einsatz von Rezyklaten in der Musterbauordnung verbindlich festlegen. Nur so könne ein ganzheitlicher Klima- und Ressourcenschutz im Gebäudesektor gelingen und die gesetzlichen Klimaschutzziele erreicht werden. "Über 50 Prozent des Abfalls in Deutschland stammen aus dem Baubereich. Dieser Abfall wird meist deponiert, verfüllt oder verbrannt – das ist für Klima und Umwelt fatal", erklärte die stellvertretende DUH-Bundesgeschäftsführerin Barbara Metz.

Nur mit einem an die Klimaziele angepassten und ressourcenschonenden Bauen könnten die Klimaziele erreicht werden. Dafür müsse der gesamte Lebenszyklus von Bauwerken in den Blick genommen werden. Rückbaubare Gebäude aus nachhaltigen Materialien, Wiederverwendung von Bauteilen, recyclingfähige Baustoffe und der Einsatz von Rezyklaten müssten in der Musterbauordnung verankert werden.

"Insbesondere für öffentliche Gebäude der Länder müssen außerdem die Effizienzanforderungen in der Nutzungsphase verschärft und der Energie- und Ressourcenverbrauch bei der Errichtung und Entsorgung berücksichtigt werden. Nur so lässt sich eine systematische Abriss-und Ersatzneubauwelle verhindern und die Bestandssanierung fördern", erklärte Metz.

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