Baustelle der Zukunft

Xella Mitglied im Center Construction Robotics

Aachen/Duisburg (ABZ). – Mit dem Center Construction Robotics im Cluster Bauen wurde auf dem RWTH-Aachen-Campus eine Referenzbaustelle als Reallabor eingerichtet. Hier sollen neue Technologien unter realen Baustellenbedingungen erprobt werden. Unter der wissenschaftlichen Leitung von Professorin Sigrid Brell-Cokcan forscht ein interdisziplinäres Wissenschaftsteam der RWTH Aachen gemeinsam mit einem europäischen Industriekonsortium, zu dem namhafte Partner wie Porr, Liebherr, Eiffage, Leonhard Weiss, Hilti, Kuka und Autodesk gehören. Die Xella Gruppe hat sich diesem Konsortium nun angeschlossen.

"Die Digitalisierung und Automatisierung von Bauprozessen hat noch viel Potenzial für die Produktivität und Effizienz am Bau", sagt Dr. Michael Leicht, Chief Digital Officer der Xella Gruppe. "Wir waren von dem interdisziplinären Ansatz dieses Centers sofort begeistert und freuen uns, dass wir uns mit unserer Expertise bei der digitalen Planung und der Bereitstellung von modernen Bau- und Dämmstoffen in diesem Experten-Gremium einbringen können." Allein mit dem Einsatz digitaler Planung und darauf abgestimmter Produktionsprozesse sei es Xella nach eigenen Angaben gelungen, bei Großprojekten in der Vergangenheit eine Kostenersparnis von bis zu 20 Prozent und eine Zeitersparnis von bis zu 30 Prozent nachzuweisen.

"Das Interesse unserer Kunden, den Rohbau bereits im digitalen Modell zu optimieren, um Materialanforderungen zu verbessern und Planungsfehler zu vermeiden, ist in den letzten Jahren rasant gestiegen", sagt Andreas Radischewski, der als Digital Building Solutions and Transformation Manager die digitale Planung bei Xella verantwortet. Nun sollen unter der Devise 'BIM to field' Instrumente und Wege gefunden werden, um die Lücke zwischen digitaler Planung am Modell und analoger Ausführung auf der Baustelle zu schließen. Ein weiterer Forschungsschwerpunkt ist das Thema automatisierte Fertigung. "In den letzten Jahren haben wir bereits einige interessante Ansätze gesehen, begleitet und selbst mit entwickelt. Nun ist es an der Zeit, diese Technologien serienreif in der Baupraxis umzusetzen. Wir freuen uns, unsere bisherigen Erfahrungen und Ideen mit dem Konsortium zu teilen und eine praxisgerechte Entwicklung gemeinsam voranzutreiben." Bereits Ende des Jahres 2020 wird der Bau eines Demonstrator-Gebäudes unter Einbeziehung aller Mitglieder des Centers begonnen.

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