Bauteile wurden mit dem Seilaufzug transportiert

Gerüst in 1150 Metern Höhe am Fels gebaut

Layher Gerüstbau
Gebäude, Fresken und Innenhof des byzantinischen Sümela-Kloster aus dem vierten Jahrhundert sollten für die Dauer von Restaurierungsarbeiten mit Raumgerüsten vor Steinschlägen geschützt werden. Allerdings erschwerten die komplexe Geometrie des Geländes und die teils zu geringe Gerüstaufstellfläche die Gerüstarbeiten.

Maçka/Türkei (ABZ). – Ein byzantinisches Sümela-Kloster auf 1150 m Höhe ist schwer zugänglich auf einem Felsen errichtet. Das macht die Restaurierungsarbeiten zu einer Herausforderung. Gebäude, Fresken und Innenhof sollten während der Arbeiten mithilfe von Raumgerüsten temporär vor Steinschlägen geschützt werden.

Allerdings erschwerten die komplexe Geometrie des Geländes und die teils zu geringe Gerüstaufstellfläche die Gerüstarbeiten. Gleichzeitig musste der enge Zeitplan eingehalten werden, um die Renovierungsarbeiten nicht zu verzögern. Ein Experten-Team aus Layher-Anwendungsingenieuren hat das Projekt deshalb intensiv begleitet und das Renovierungsunternehmen bei der Suche nach der wirtschaftlichsten und sichersten Lösung unterstützt. So war Layher unter anderem bei Anwendungsplanung, statischem Nachweis, Erstellung von Montagezeichnungen sowie Logistikplanung stark involviert.

Die Anwendungsingenieure setzten auf Layher Scaffolding Information Modeling – ein speziell auf temporäre Konstruktionen zugeschnittenes Konzept zur Digitalisierung von gerüstspezifischen Prozessen. Basis ist die integrierte Softwarelösung LayPLAN SUITE. Durch die 3D-Planung mit dem Modul LayPLAN CAD ließen sich die für die Renovierungsarbeiten notwendigen Gerüstkonstruktionen exakt an den Geländeverlauf mit Höhenversatz sowie Vor- und Rücksprüngen anpassen und Kollisionen bereits im Vorfeld vermeiden – ein wichtiger Schritt für eine reibungslose Gerüstmontage. Mittels LayPLAN TO RSTAB konnte die Gerüstplanung anschließend schnell und komfortabel ins Stabwerksprogramm RSTAB für den statischen Nachweis übergeben werden. Dies vermied Fehlerquellen und sparte Zeit bei der Planung. Das Modul LayPLAN Materialmanager vereinfachte außerdem die Logistik: Mit der Echtzeit-Materialliste standen alle benötigten Bauteile rechtzeitig vor Ort bereit.

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Layher Gerüstbau
Die Raumgerüste konnten mit dem Layher AllroundGerüst LW präzise an den schwierigen Geländeverlauf angepasst werden. Fotos: Layher

Das Ergebnis der Planung waren fünf Einzelkonstruktionen. Die Lösung im Hinblick auf Flexibilität und Schnelligkeit bei der Gerüstmontage war das AllroundGerüst in der Lightweight-Variante. Die Systemlösung zeichnet sich durch selbstsichernde Keilschlossverbindung AutoLock und leichte und kompakte Bauteile bei gleichbleibend hoher Tragfähigkeit aus. Dies ermöglichte nicht nur für eine schnelle und damit wirtschaftliche Gerüstmontage, sondern erleichterte auch die schwierige Logistik erheblich, da ein Materialtransport mittels Lkw nicht möglich war. Durch das geringe Bauteilgewicht und die niedrige Bauteilhöhe war es möglich, die Gerüstbauteile zuerst mit einem Seilaufzug und anschließend per Hand über 100 Stufen zum Kloster zu transportieren. Durch die verschiedenen Standardlängen des AllroundGerüsts und passende Ausbauteile konnten die Gerüstkonstruktionen präzise an den Geländeverlauf angepasst werden. Neben der Überbrückung von Gebäudeteilen kam der Systemgitterträger 450 LW beispielsweise auch in Bereichen zum Einsatz, wo nicht genügend Gerüstaufstellfläche zur Verfügung stand. Die Gerüstkonstruktion wurde mit dem Systembauteil dann einfach am Fels verankert.

Durch präzise Planung mit dem Software-Modul LayPLAN CAD konnte bereits im Voraus die effizienteste und sicherste Lösung im 3D-Modell gefunden werden. Das Layher Gerüstsystem AllroundGerüst Lightweight bot nicht nur für die Lage des Klosters, sondern auch für die komplexe Geometrie des Felsens die passenden Anwendungsmöglichkeiten. So konnte das Projekt mit Unterstützung der Layher Anwendungsingenieure vor Ort sicher und termingerecht durchgeführt werden.

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