Anzeige

bbi-Strategietag

Profis der Vermietbranche trafen sich

Veranstaltungen

Peter Schrader, Geschäftsführer der Zeppelin Rental GmbH & Co. KG eröffnete das Vortragsprogramm des bbi-Strategietags mit einem Beitrag zur Digitalisierung in der Vermietung.

Frankfurt/Main (ABZ). – Mit über 100 teilnehmenden Profis aus der Vermietung, einem breiten Themenspektrum und hochkarätigen Referenten fand Ende September in Frankfurt der bbi-Strategietag "Professionelles Mietparkmanagement" statt. Eröffnet wurde das Vortragsprogramm von Peter Schrader, Geschäftsführer der Zeppelin Rental GmbH & Co. KG. In seinem Beitrag zur Digitalisierung in der Vermietung zeigte er, welchen Herausforderungen die Branche gegenüber steht und welche Entwicklungen im Zuge der Digitalisierung bereits heute absehbar sind. "Man muss die Digitalisierung nicht lieben, aber Weglaufen oder die Vogel-Strauß-Taktik nützen nichts". Stattdessen, so Schrader, sei es wichtig, den Herausforderungen angstfrei zu begegnen und flexibel zu reagieren. "Für junge Leute – also für unsere Kunden von morgen – ist die Digitalisierung und der Onlinehandel selbstverständlich: Wir müssen dieser Tatsache deshalb in der strategischen Ausrichtung unserer Unternehmen Rechnung tragen", sagte Schrader und erläuterte anschließend, wie dies im Hause Zeppelin Rental umgesetzt wird und welche Erfahrungen dabei bisher gemacht wurden.

Welche Kennzahlen für die Vermietung wichtig sind und wie sie berechnet werden, erklärte Edmund Cramer, Geschäftsführer der cramer & müller service GmbH & Co. KG. In seinem Vortrag zur kennzahlenbasierten Steuerung des Vermietgeschäftes sprach er sich für ein genaues Hinterfragen beim zwischenbetrieblichen Vergleich von Kennzahlen aus: "Hier werden oft Äpfel mit Birnen verglichen", sagte Cramer. Wünschenswert sei deshalb ein Branchenstandard mit einer einheitlichen Art der Berechnung. Ein erster Schritt dorthin sei mit einer aktuell für den bbi erstellten Kennzahlenbroschüre bereits gemacht. "Es hat sich gezeigt", so Cramer, "dass einheitliche Standards am besten von den Fachverbänden definiert und etabliert werden können und letztendlich der gesamten Branche nützen".

Den Fragen, was Qualität in der Vermietung bedeutet, wodurch sich einzelne Unternehmen von der Masse abheben und ob am Ende nicht doch nur der Preis zählt, ging Jürgen Küspert, Geschäftsführer des bbi, in seinem Vortrag nach. Küspert zufolge zeigte sich in den Ergebnissen einer aktuellen bbi-Umfrage, dass mittlerweile alle professionellen Branchenunternehmen ein äußerst breites Dienstleistungsangebot entwickelt haben. Entsprechend sei es im Wettbewerb von grundlegender Bedeutung, bei der Leistungserbringung einen gleichbleibend hohen Qualitätsstandard zu halten. Hier sei zu diskutieren, ob auch an dieser Stelle die Etablierung von Branchenstandards oder "Qualitätssiegeln" sinnvoll wäre, um gute von schlechten Vermietern zu unterscheiden zu können, so Küspert.

Den Sprung von der Theorie zur Praxis machte Dr. Ing. Christoph Karrer, Geschäftsführer der BAU Süddeutsche Baumaschinen Handels GmbH, in seinem Vortrag zur systematischen Abwicklung von Schadensfällen, in dem er verdeutlichte, wie wichtig ein funktionierendes Schadensmanagement ist. Der Knackpunkt dabei, so Karrer, sei allerdings die Systematisierung der Abläufe und die Standardisierung des Verfahrens. Das Ziel laute immer: Schäden vermeiden, entstandene Schäden zügig regulieren und Folgekosten minimieren. "Bei der Einführung und der ersten Umsetzung ist das viel Arbeit, aber sie macht sich bezahlt", so das Fazit des mit Beispielen illustrierten Beitrages.

Bezahlt, so der Tenor des Vortrages von Peter Hessel, Polizeihauptkommissar des Polizeipräsidiums Frankfurt am Main, mache sich zum Leidwesen der Branche leider auch der Einsatz gefälschter Ausweisdokumente. "Sie können sich nicht vorstellen, welcher finanzielle Schaden jedes Jahr durch das Nicht-Erkennen gefälschter Ausweise entsteht", sagte Hessel in seinem Vortrag zur richtigen Ausweis- und Führerscheinkontrolle. Beim präsentierten Stand der Fälschungstechnik und der Betrugsmethoden blieb den Teilnehmern dann auch zuweilen das Lachen im Halse stecken. Damit die Teilnehmer Betrugsversuchen mit gefälschten Dokumenten nicht ahnungslos ausgeliefert sind, gab Hessel viele wertvolle Tipps und zeigte auf, mit welchen einfachen Mitteln vorgelegte Dokumente auf Echtheit geprüft werden können und durch welche Prüfmethoden Betrüger von vornherein eher abgeschreckt werden.

Unbegrenzter Zugriff auf alle Online-Inhalte:

Lernen Sie ABZPLUS kennen

Als PLUS Abonnent genießen Sie unbegrenzten Zugriff auf das Online-Portal der Allgemeine Bauzeitung ABZ mit allen Artikeln der Print- und Onlineversion!

Optimiert für Desktop-PCs und als Mobilversion.

Jetzt mehr erfahren

ABZ ePaper
Anzeige

Weitere Artikel