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Bedarfsgerechte Kanalnetzplanung

Komplettsystem vermeidet frühzeitige Schäden

Rehau, Kanal- und Verbautechnik, Kanalbau

Die Abmessung DN 800 ist offiziell als Einsteigeschacht definiert.

ERLANGEN (ABZ). - Gemäß einer Studie des Gelsenkirchener Instituts für Unterirdische Infrastruktur (IKT) ist fast die Hälfte aller Kanalschächte bereits nach dem Einbau undicht. Betroffen hiervon sind meist Schächte aus traditionellen Materialien wie Beton, da sie besonders anfällig für Korrosion sind. Um diesen und auch anderen Schadensbildern entgegenzuwirken, bietet der Systemanbieter Rehau eine komplette Kanalnetzlösung aus Polypropylen an. Die durchdachten Konstruktionen und Materialien tragen dazu bei, teure und aufwändige Sanierungen zu vermeiden.

Mit der Schachtfamilie DN 1000, DN 800 und DN 600 sowie passenden Rohr- und Anschlusssystemen aus hochwertigem Polypropylen bietet Rehau für verschiedene Anwendung passende Lösungen. Hierdurch, so der Hersteller, kann ein Kanalnetz bedarfsgerecht geplant und die Kosten deutlich gesenkt werden. So sollen sich mithilfe der genormten und von Seiten des DIBt und der Berufsgenossenschaften zugelassenen Einsteigschächte DN 800 in Verbindung mit den Standardeinsteigschächten DN 1000 sowie Inspektionsschächten DN 600 Kanalnetze aus Polypropylen errichten lassen, die bereits in der Investitionsphase in etwa preisgleich zu einem in konventioneller Bauweise errichteten Kanalnetz mit Betonschächten DN 1000 sind. In der Betriebsphase würden dann die Kanalschächte aus Kunststoff ihre Vorteile voll ausspielen, weil Wartungs- und Sanierungskosten deutlich geringer ausfallen.

Das neueste Mitglied der Schachtfamilie der Awaschacht PP DN 800 fügt sich dem Hersteller zufolge ideal in das vorhandene System ein und schließt die Lücke zwischen den Abmessungen DN 1000 und DN 600. Er eigne sich besonders dann, wenn mit knappem Budget eine qualitativ hochwertige Lösung benötigt wird. Aufgrund seiner Größe sei er beispielsweise ideal für den innerstädtischen Bereich, wo Platz sparende Bauweise nicht zu Lasten der Funktion gehen darf. Oder dann, wenn Reinigungs- und Kontrollmaßnahmen am Kanalsystem vorwiegend mit modernen Geräten ausgeführt werden, aber dennoch die Möglichkeit des Einstiegs durch Personal bestehen soll. In der Norm DIN EN 476 "Allgemeine Anforderungen an Bauteile für Abwasserleitungen und –kanäle" ist die Abmessung DN 800 auch offiziell als Einsteigeschacht definiert. Im Hinblick auf den Einstieg, ist die Sicherheit des Wartungspersonals besonders wichtig. Diese werde durch die integrierte Steigleiter mit rutschsicheren Trittsprossen gewährleistet. Auch nach mehreren Jahren sollen die korrosionsfreien Tritte aus glasfaserverstärktem Kunststoff noch sicher begehbar sein.

Rehau, Kanal- und Verbautechnik, Kanalbau

Der Awaschacht PP DN 800 eignet sich besonders dann, wenn mit knappem Budget eine qualitativ hochwertige Lösung benötigt wird.

Der Kanalschacht überzeugt laut Hersteller auch durch seine hohe Material-Langlebigkeit. So wurde bereits der Awaschacht PP DN 1000 sowie das Hochlastkanalrohrsystem Awaduckt PP durch die Landesgewerbeanstalt Nürnberg (LGA) nach umfangreichen Prüfungen eine Nutzungsdauer von mindestens 100 Jahren attestiert. Darüber hinaus wurde das System "Rohr-Schacht-Anschlüsse" durch das IKT-Institut für Unterirdische Infrastruktur gGmbH in einer Langzeitprüfung erfolgreich auf Fremdwasserdichtheit getestet. Da alle Bauteile aus füllstofffreiem PP gefertigt werden, sei der Awaschacht äußerst robust und weise eine hohe chemische, mechanische und thermische Resistenz auf. Darüber hinaus hält er nach Aussage des Herstellers hohen statischen Belastungen bis SLW 60 stand.

Eine von Rehau durchgeführte Umfrage unter 450 Entscheidern aus ganz Deutschland habe ergeben, dass oftmals das Vorurteil herrsche, dass Kunststoffschächte zwangsläufig teurer seien. Dem sei allerdings nicht so. Gerade durch ihre hohe Langlebigkeit und den vergleichsweise niedrigen Instandhaltungskosten seien sie eine besonders wirtschaftliche Alternative zu Betonschächten. Zudem sei der Awa-schacht PP DN 800 hinsichtlich der Anschaffungs- und Einbaukosten mit der Konkurrenz aus Beton auf Augenhöhe.

Wie seine "Schacht-Brüder" wird auch der neue Kanalschacht im wirtschaftlichen Spritzgussverfahren gefertigt. Er ist im Baukastensystem aufgebaut und besteht aus Konus, Schachtring und -boden. Durch sein geringes Gewicht ist er leicht zu handhaben und ohne schweres Hebezeug zu bewegen. Das Produktprogramm umfasst insgesamt über 50 Standardschachtböden, die für eine schnelle Verfügbarkeit stets auf Lager sind. Durch diese Variantenvielfalt kann nahezu jede Einbausituation abgedeckt werden.

Zusätzlich zu ihrer außerordentlich hohen Lebensdauer sind die Kanalschächte aus Polypropylen auch umweltfreundlicher als ihre Pendants aus Beton. So bedarf der Produktlebenszyklus von zehn Kanalschächten Awaschacht PP DN 1000 mit einer Bauhöhe von 2,5 m aus PP insgesamt rund 26 000 MJ weniger Energie als das Vergleichsprodukt aus Beton. Mit dieser Energie könnte ein Elektroauto 40 122 km fahren, was fast einer vollständigen Umrundung der Erde entspricht.

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Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 31/2014.

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