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Bei Teil-Sanierung

Schlauchliner DN 1600 erfolgreich eingebaut

Baustellen, Modernisierung und Sanierung, Rohr- und Leitungsbau

Montierter Packer wurde zusammen mit dem Liner eingezogen.

STOCKHOLM/SCHWEDEN (ABZ). - Auf einer Länge von 70 m hat das Bauunternehmen NCC Construction Sverige AB einen Regenwasserdurchlass unter einer Bahntrasse und dem Highway E4 mit dem Berolina-Liner DN 1600 mm saniert. Der UV-lichthärtende GFK-Schlauchliner mit einer Wandstärke von 12 mm wurde von der BKP Berolina Polyester GmbH & Co. KG in Velten, bei Berlin produziert und in der Nähe von Stockholm, Schweden eingebaut.

Die räumlichen Voraussetzungen für dieses Bauvorhaben waren äußerst schlecht. Der zu sanierende Durchlass mit einer Gesamtlänge von 100 m ist nur von einer Seite aus zugänglich. Das andere Ende befindet sich in mitten dichter Vegetation und konnte nur mit Hilfe eines Raupenbaggers erreicht werden. Die oberhalb des Bahndamms verlaufende Trasse durfte nicht überquert werden und blieb während der Sanierungsmaßnahme in Betrieb. Durch die Hilfe mehrerer Schmutzwasserpumpen mit einer Gesamtleistung von über 100 000 l/h konnten beide Auslassbereiche des Culverts trockengelegt werden. Teile des insgesamt 100 m langen Wellblechrohres wiesen starke Korrosionsschäden auf. Diese Abschnitte wurden mit einem 70 m langen Berolina-Liner saniert.

Der fast 7 t schwere Berolina-Liner konnte mit Hilfe eines Autokrans an die richtige Stelle vor dem Durchlass platziert werden. Sämtliches Einbauequipment musste aufwendig auf diese Weise in den Arbeitsbereich herabgelassen werden. Der Einzug der Gleitfolie und des Liners erfolgte nicht wie üblich über eine Seilwinde, sondern mit Hilfe eines Raupenbaggers. Um den Packer nicht im Altrohr einbauen zu müssen, wurde dieser bereits vor dem Einzug amLinereinzugskopf montiert. Durch mehrfaches Vor- und Zurücksetzen des Baggers konnte der Schlauchliner an die richtige Position im Altrohr gezogen werden. Der Packer am Auslass wurde im Anschluss eingebaut. Das Kalibrieren des Liners erfolgte nach Vorgabe des Herstellers und verlief ohne Probleme. Der maximal beaufschlagte Innendruck betrug 160 mbar. Dieser war ausreichend um den GFK-Schlauchliner "Close-Fit" also weitgehend ohne Ringraum und in den Profilwellen an das Altrohr zu drücken. Die 9 x 1000 W UV-Lichterkette wurde mit der Hilfe einer Luftschleuse ohne Druckverluste in den Schlauchliner gezogen. Nach Abschluss der Aushärtung mittels UV-Licht erfolgt die Anbindung der Linerenden an das Altrohr durch Verspachteln. Auf den Einsatz einer Linerendmanschette wurde aufgrund der Wellenstruktur des Altrohres verzichtet.

Am 2. März 2009 wurde der erste Regenwasserdurchlass mit dem Berolina-Linerin Kanada saniert. Der 45 m lange GFK Schlauchliner hat einen Ø von 600 und eine Wandstärke von 9 mm. Der Schlauchliner verläuft unter dem Highway 407ETR und übernimmt seit 2009 die alle Anforderungen des alten stark korrodierten Wellblechrohres. Durch sein variables Untermaß von bis zu 5 %, kann sich der Schlauchliner gut an die Altrohrwand anlegen. Wie auch in der oben beschriebenen Baumaßnahme dehnt der Berolina-Liner in der Regel gut in die Profilwellen des Wellblechrohres hinein. Die durch die entstehende Profilierung des Schlauchliners hervorgerufene Erhöhung der Ringsteifigkeit wird jedoch nicht bei der statischen Bemessung berücksichtigt. Seit 2009 wurde der Berolina-Liner für diese Art der Anwendung auf allen Kontinenten der Welt bereits angewandt.

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Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 37/2015.

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