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Beim Highway-Ausbau

System erhöht Produktivität und Präzision

Caterpillar, Bagger und Lader, Trimble, Erdbau und Grundbau, Digitalisierung

Das 3D-Steuerungssystem bringt den Baustellenplan – Sollflächen, Neigungen und Streckenverläufe – in die Fahrerkabinen.

British Columbia/Kanada (ABZ). – Windley Contracting Ltd. bietet umfassende mechanische Leistungen für Wohn- und Gewerbebau in British Columbia und Alberta, Kanada. Das Unternehmen übernimmt regelmäßig Bauaufträge in Größenordnungen von mehreren Millionen Dollar in den Bereichen Aushub, Straßenbau, Kreuzungsausbau sowie Ver- und Entsorgung und erhielt 2011 den Zuschlag für ein wichtiges Straßenbauprojekt zwischen Winfield und Oyama im District of Lake Country in British Columbia. Dazu gehört die Erweiterung eines 9 km langen, zweispurigen Abschnitts des Highway 97 auf vier Spuren. Der neue Teil des Highways führt durch ein unberührtes Gebiet mit Gebirge. Für den Bau der Straße mussten Felsen gesprengt und 2 Mio. m³ Abraum beseitigt werden. Weiterhin war das Unternehmen mit dem Bau einer Böschung, zweier Überführungen und zwei Tunnelkreuzungen mit Anbindungen an den bestehenden Highway 97 beauftragt worden.

Bei der Neugestaltung des Highways sollte laut Kyle Webb, dem Manager der Straßen- und Tiefbausparte von Windley Contracting, dem Sicherheitsaspekt die höchste Priorität zukommen. Daher sollte eine Umfahrung ein gefährliches und unfallträchtiges Teilstück des bisherigen Highways ersetzen. "Das Highway-97-Projekt ist wichtig, da es einen wesentlichen Beitrag zu mehr Sicherheit und zur effizienteren Anbindung des gewerblichen Verkehrs leistet und Zugang zu Naherholungsgebieten eröffnet", erläutert Webb. Bei einem Volumen von 40 Mio. Dollar war dies eines der größten Bauvorhaben, das jemals von Windley Contracting übernommen wurde. Das Unternehmen entschied sich deshalb für die Anschaffung des Trimble GCS900 Grade Control Systems, um die Produktivität und Präzision zu erhöhen.

Für das gesamte Projekt wurde die Trimble Internet Base Station Service (IBSS) genutzt, bestehend aus GNSS-Empfänger, GNSS-Antenne, Funkgerät und Funkantenne. Die Empfänger liefern Korrekturdaten an die Trimble-Positionierungssysteme. Das Team installierte die Trimble GCS900 mit Dual-GPS auf Bagger und Motorgrader. Webb erinnert sich: "Bei den Massenaushubarbeiten kamen unsere Mitarbeiter schon beim ersten Anlauf dicht an die Toleranzen heran. Sie konnten jetzt viel genauer arbeiten, sodass die Nacharbeit um 75 % reduziert wurde." Das 3D-Steuerungssystem bringt den Baustellenplan – Sollflächen, Neigungen und Streckenverläufe – in die Fahrerkabinen. Per GPS wird die exakte Position, die Querneigung und die Bewegungsrichtung des Schildes bestimmt. Der bordeigene Computer vergleicht diese Positionsdaten mit der Sollhöhe und berechnet, ob abgetragen oder aufgefüllt werden muss. Mit diesen Daten werden die Ventile für die automatische Schildsteuerung angesteuert und dem Fahrer zusätzliche visuelle Hinweise für oben/unten und rechts/links angezeigt.

"Nach einer schnellen Schulung durch Sitech Western Canada hatten unsere Fahrer das System voll im Griff", erzählt Webb. "Früher brauchten wir einen Helfer, der jeden Tag 10 Std. lang neben dem Fahrer herlief und Schnüre spannte, um den Auf- und Abtrag zu bestimmen. Heute gibt es diese Wartezeit nicht mehr und der Fahrer kann sofort loslegen. Dadurch ist die Produktivität um 50 % gestiegen."

Auch im schneereichen Winter konnte Windley erfolgreich etwa 2 Mio. m³ Erde bewegen. Ein Großteil der Arbeit machte das Bewegen von Felsen und Sprengungen für die beiden Überführungen und Tunnelkreuzungen aus. Bettung wurde kaum verschwendet, weil das Team die Versorgungsleitungen präzise im Boden platzieren konnte. Nach zwei Monaten zog das Team eine Kostenbilanz. Webb schätzt, dass seit der Anschaffung der GSC900-Technologie pro Woche rund 2500 Dollar eingespart wurden, z. B. Kosten für einen Vermesser, der früher ständig dabei war. Durch Wegfall von drei Vierteln der Absteckkosten wurden mehr als 150 000 Dollar an Gesamtabsteckkosten eingespart. Das System hat sich durch die eingesparten Vermessungskosten, Absteckkosten und verringerte Nacharbeit bereits innerhalb einer Woche bezahlt gemacht.

"Beim Highway 97 mussten wir nur noch für das Kiesbett und für Prüfungsformalitäten abstecken", so Webb. "Unser Team und auch das Ministerium brauchten eine Weile, um sich an eine Baustelle ohne Vermessungspfähle zu gewöhnen. Sie überprüften die Arbeit, und im Laufe der Zeit hat sich schließlich jeder daran gewöhnt. Wir konnten feststellen, dass unser Grader mit Trimble Grade Control sehr viel präziser arbeitet und Nacharbeit jetzt praktisch völlig wegfällt."

Im Laufe des zweijährigen Projekts schwankte der Umfang der Crew (Windley und Subunternehmer) zwischen 40 und 200 Mitarbeitern, je nachdem, welche Arbeit gerade anlag, von Aushub und Belag Einbau bis zur Sprengung und dem Bau von Brücken. Insgesamt brachte das Team zwei Schichten Kies und 50 000 t Asphalt auf. "Aus meiner Sicht hat sich das Trimble-System am allermeisten bei der Fahrbahnneigung bezahlt gemacht. Wir haben die Neigung auf den Punkt nach den Spezifikationen getroffen und alles automatisch. Bei der Asphaltdecke mussten wir eine Toleranz von nur 10 mm einhalten und für den Unterbau 25 mm und jedes Mal haben wir das auch geschafft."

Der Highway wurde im August letzten Jahres für die Öffentlichkeit freigegeben und Windley Contracting wurde vom Verkehrsministerium zum Bauunternehmen des Jahres ernannt. "Highway 97 war für uns eine Riesenchance, weil es nicht allzu oft passiert, dass man eine ganz neue Autobahn bauen und damit einen wichtigen Beitrag zum Gemeinwohl leisten kann", betont Webb. "3D Grade Control von Trimble hat uns enorme Produktivitätsgewinne gebracht. Jetzt nutzen wir das System natürlich auch für andere Projekte, weil es uns bei allen Arbeiten einen Wettbewerbsvorteil sichert."

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