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Beim Vorarlberger Holzbaupreis gewonnen

Unternehmen überzeugt mit Handwerk

Architektur, Hochbau, Bauen mit Holz

Das Gesundheits-, Bildungs- und Familienzentrum Haus C13 im Berliner Stadtteil Prenzlauer Berg gilt als eines der höchsten Holzhäuser Deutschlands.

ALBERSCHWENDE (ABZ). - Das Vorarlberger Unternehmen oa.sys setzt sich erfolgreich mit Architektur, Handwerk und Ökologie auseinander. Beim elften Vorarlberger Holzbaupreis prämierte es eine internationale Jury mit zwei Auszeichnungen und zwei Preisen.

"Umweltschutz und Nachhaltigkeit gewinnen nach wie vor an Bedeutung. Holzbau kennt keine Grenzen, daher bietet er sich bei anspruchsvollen Projekten besonders gut an", erklärt oa.sys Geschäftsführer Siegfried Kohler. Bereits zum elften Mal zeichnete der Verein "vorarlberger holzbau_kunst" Bauprojekte aus, die zukunftsfähige Trends sichtbar machen. Der Fokus liegt dabei auf Architektur, Holzbautechnologie/Holzbauhandwerk und Ökologie. Der Vorarlberger Holzbaupreis gilt auch im internationalen Vergleich als Messlatte. Aus insgesamt 140 Einreichungen verlieh die internationale Jury 18 Auszeichnungen und 13 Preise.

Der Vorarlberger Holzbaupreis wurde in zehn Kategorien vergeben. Die Jury prämierte das Unternehmen oa.sys in den Kategorien Holzmischbauweise Wohnbau und Projekt außer Landes mit je einem Preis. In den Kategorien Einfamilienhaus und Öffentlicher Bau erhielt oa.sys je eine Auszeichnung. "Wir sind sehr stolz darauf, dass unsere Projekte die Jury überzeugten. Der Einsatz hochwertiger Baustoffe und unser Know-how sind richtungsweisend", freut sich Kohler.

Das Projekt "Wohnanlage Alberschwende Hof" punktete bei der Jury durch die innovative Bauweise – Stahlbetonskelett mit hochwertig gedämmten Holzrahmenwänden und Fassade aus wartungsfreien Lärchenholzschindeln. Das Gebäude wird von der Jury mit den Worten "Klug gebaut – fein geschindelt" betitelt. Es sei ein Beispiel dafür, wie die Holz-Betonmischbauweise ihren Stellenwert dauerhaft im Wohnbau einnimmt. Überzeugen konnte zudem der mehrgeschossige Holzbau C13 in Berlin "Sieben urbane Geschoße in Holz". Die anspruchsvolle, innerstädtische Lage des Gebäudes bietet in Kombination mit dem abwechslungsreichen Raumprogramm – vom Kindergarten bis zu Arbeitsräumen – eine interessante und komplexe Lösung.

Die Jury beurteilte die Auszeichnung in der Kategorie "Einfamilienhaus" als "außergewöhnliche handwerkliche Präzision". Das Objekt zeige die hohen Ausführungsqualitäten des Unternehmens. Mit dem Kindergarten Muntlix holte sich oa.sys die Auszeichnung in der Kategorie Öffentlicher Bau. Das Holzbauunternehmen fertigte Konstruktion, Innen- und Außenverkleidung des Passivhauses aus regionalem Holz.

Die internationale Jury war mit den Architekten Milena Karanesheva, Tom Kaden und Josef Hohensinn hochkarätig besetzt. "Der Vorarlberger Holzbaupreis bestätigt ein weiteres Mal die Vorarlberger Kultur im Allgemeinen und die Baukultur im Besonderen", erklärte die Jury. "Es gibt wohl nur einen baukünstlerischen Preis, bei dem man als Juror Beurteilender und Lernender zugleich ist."

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 35/2015.

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