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Bergbesteigung

Spezialtransport in 1700 Meter Höhe

BigMove, Nutzfahrzeuge

Besonders im alpinen Spezialtransport relevant: Routenplanung und Ladungssicherung.

LECH AM ARLBERG/ÖSTERREICH (ABZ). - In den alpinen Höhenlagen, in denen der österreichische BigMover Hämmerle häufig agiert, gelten eigene Gesetze. Die Kurven sind eng, die Steigungen anspruchsvoll. Hier spielen Routenplanung und Ladungssicherung eine entscheidende Rolle.

"Was die Besteigung des Berges betrifft, so geschieht diese vom Tale aus." Reinhard Hämmerle, Chef der Hämmerle Spezialtransporte aus Hard am Bodensee und Aufsichtsrat der BigMove AG verdeutlicht mit dem berühmten Bergsteiger-Zitat von Adalbert Stifter, worauf es im alpinen Schwertransport ankommt: Vorbereitung ist alles. Und diese geschieht vorher. Im vorliegenden Falle nicht unbedingt im Tal, aber eben vorab und gründlich in der Spedition.

Der Kunde, Bauprojektierer eines Golfplatzes auf 1700 m Höhe bei Lech am Arlberg benötigte drei unteilbare Brückenteile von je 25 m Länge und 3,90 m Breite. Das Stückgewicht von jeweils 26 t war dabei eher eine zu vernachlässigende Größe. Die engen Kurvenwinkel sowie die Steigungen auf den Anfahrtsstraßen zwischen Warth und Lech bildeten hier zusammen die professionelle Herausforderung. Die anspruchsvollsten Kurven wurden von den Projektverantwortlichen vorab ausgemessen, um am Schreibtisch eine sichere Bewältigung dieser Engstellen durch maximale Einschlagwinkel, Nachlenken und Rangieren errechnen zu können. Felsen und Brückengeländer wurden daraufhin z. T. im Zentimeterabstand passiert. Hierfür wiederum war die Absicherung des Straßenverkehrs notwendig. Die Geduldsprüfung der weiteren Verkehrsteilnehmer fiel letztlich jedoch eher gering aus, da es unterwegs die meiste Zeit regnete, und die malerische Wegstrecke außer von den drei Spezialtransporten kaum befahren war.

Weil die Golfplatz-Baustelle – auch mithilfe der Brückenteile – erst noch erschlossen wird, wurden die letzten Kilometer vor der Anlieferung auf quasi improvisiertem Terrain bewältigt. Auch hier konnten einige Kurven nur durch mehrmaliges Rangieren sicher passiert werden. Bei solchen Rangiermanövern walten Kräfte, die wiederum die Ladungssicherung vor besondere Aufgaben stellen: Hier geht es um Stabilität und zugleich Flexibilität. "Ohne Stabilität und Flexibilität geht in unserer Branche grundsätzlich nichts." Für einen charmanten Abschluss-Kommentar ist Reinhard Hämmerle nach erfolgreichem Projektabschluss immer zu haben. Professionell betrachtet ist das richtige Verhältnis von Stabilität zu Flexibilität jedoch der Garant dafür, dass Frachtgut und Fahrzeuge unter derart extremen Bedingungen in einwandfreiem Zustand erhalten werden können. Und auch hierfür gilt eben: Vorbereitung ist alles.

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Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 32/2015.

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