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Berufsschulzentrum Anckelmannstraße

Klinker nimmt Töne der Umgebung auf

Fast 40 Klinker wurden bemustert, die Entscheidung fiel letztendlich auf den Röben Klinker Wiesmoor kohle-weiß, der sich hell und freundlich präsentiert und durch seine Mischung aus ockerfarbenen und roten Anteilen die Töne der Umgebung aufnimmt.

Hamburg (ABZ). –  2010 gewann der dänische Architekt Carsten Lorenzen eine internationale Ausschreibung für einen großen berufsschulischen Campus in Hamburg. Im Herbst 2017 haben die rd. 4000 Berufsschüler nun eine Schule bezogen, die in jeder Hinsicht außergewöhnlich ist. Entstanden ist ein dreiteiliges Gebäudeensemble mit zentraler Piazza. Die drei Gebäude bilden eine Einheit und sind zu einer gemeinsamen Piazza ausgerichtet. Geplant wurde die Realisierung des Baus durch die APB. Architekten BDA, Hamburg. Sie hielten sich eng an den Siegerentwurf der Ausschreibung. Das Umfeld des Campus ist im Wesentlichen von rotem Backstein geprägt. Entsprechend sah der erste Entwurf auch eine Ziegelfassade vor: Fast 40 Klinker wurden bemustert, die Entscheidung fiel letztendlich auf den Röben Klinker Wiesmoor kohle-weiß, der sich hell und freundlich präsentiert und durch seine Mischung aus ockerfarbenen und roten Anteilen die Töne der Umgebung aufnimmt.

Entstanden ist ein dreiteiliges Gebäudeensemble mit zentraler Piazza. Die drei Gebäude bilden eine Einheit und sind zu einer gemeinsamen Piazza ausgerichtet.

Die Fassaden der Baukörper sind sehr unterschiedlich strukturiert. Es gibt durchlaufende Fensterbänder mit tiefen Laibungen von Geschoss zu Geschoss, verspringende Öffnungsflügel, sowie zweiseitig abgeschrägte Verblendpfeilermit unterschiedlichen Schenkellängen. Schuppenartiges vor und zurückspringendes Mauerwerk lockert zusammen mit Ziegelornamentik die Fassadengestaltung auf. Zusätzlich gibt es Ornamentfelder aus verschiedenfarbigen Klinkern, Balkone und Loggien.

Allein durch konventionelles Mauern, das stellte sich schnell heraus, ließen sich die speziellen Gestaltungswünsche an die Fassade allerdings nicht realisieren. Hier konnte der Planungsservice von Röben mit seiner jahrzehntelangen Erfahrung für jedes Problem die passende Lösung entwickeln. So entstanden 293 Wandpfeiler in neun Standardgrößen mit einem Gewicht von bis 2,5 t pro Teil. Mehr als 1000 Stürze in unterschiedlichen Längen und Tiefen wurden im Werk in einer Gesamtlänge von 3300 m und einem Gesamtgewicht von mehr als 500 t vorgefertigt. Dabei wurden Riemchen, Vollsteine, Ecksteine und spezielle Formsteine verarbeitet.

Jedes Fertigteil wurde vom Röben Planungsservice einzeln gezeichnet und im Werk für die Montage direkt auf der Baustelle vorbereitet. All dies musste mit größter Präzision erfolgen. Dann wurden die jeweiligen Teile über die gesamte Bauzeit jeweils "just in time" auf die Baustelle in Hamburg geliefert.

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Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 17/2018.

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