Besuch bei Herrenknecht

Sigmar Gabriel fasziniert von Tunnelbau in Hongkong

Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (M.) besuchte gemeinsam mit Unternehmensgründer Dr. E.h. Martin Herrenknecht die Baustelle der "Shatin to Central Link"-Metrotunnel in Hongkong und zeigte sich von der deutschen Spitzentechnik zur Erstellung leistungsfähiger unterirdischer Infrastrukturen beeindruckt.

Hongkong/China (ABZ). – Sigmar Gabriel, Bundesminister für Wirtschaft und Energie, nahm sich kürzlich die Zeit, den Baufortschritt bei einem der aktuell wichtigsten innerstädtischen Tunnelbauvorhaben in Hongkong – vorgetrieben mit Herrenknecht-High-Tech-Tunnelbohrern – in Augenschein zu nehmen. Der Minister und seine Delegation waren fasziniert, wie in Hongkong mit deutscher Spitzentechnik bahnbrechende Infrastrukturen entstehen. Die Mega-Metropole wächst permanent über sich hinaus. Insbesondere im Untergrund wird in hochleistungsfähige Tunnelbauwerke investiert, um mit der Stadtentwicklung Schritt zu halten. Dabei werden weltweite Maßstäbe gesetzt und bautechnische Leuchtturmprojekte realisiert.

Gabriel besuchte die Baustelle der Metrotunnel des "Shatin to Central Link Contract No. 1128" im Zuge einer Delegationsreise zur 15. Asien-Pazifik-Konferenz mit Fokus auf Infrastrukturbau. Gabriel zeigte sich bei der Baustellen-Visite vor der Skyline von Hongkong von den technischen Herausforderungen des Projektes sowie der deutschen Tunnelbohrtechnik beeindruckt. "Es ist sehr imposant, in welch fortschrittlichen Dimensionen in Hongkong nicht nur die Stadt an der Oberfläche entwickelt wird, sondern auch im Untergrund. Es stimmt mich sehr zuversichtlich, dass deutsche Unternehmen und Spitzentechnik eine bedeutende Rolle spielen, wenn es um den Bau modernster und wegweisender Infrastrukturvorhaben in Asien-Pazifik geht", so Gabriel. Der Shatin to Central Link ist eine leistungsfähige Erweiterung des bestehenden unterirdischen Metronetzes. An Schlüsselstellen führt am maschinellen Tunnelvortrieb kein Weg vorbei, da die Stadt extrem dicht bebaut ist. Für vier Tunnelpassagen in Citylage, die Hauptarterien und Knotenpunkte des Straßennetzes unterqueren, ist das Joint Venture Dragages-Bouygues durch den Bauherren MTR beauftragt. Beide Bauunternehmen sind Tochtergesellschaften des französischen Baukonzerns Bouygues Construction.

Als Partner für hochinnovative Vortriebstechnik (1x Mixschild, 1x Variable Density TBM, Ø je 7,41 m) wählte das Joint Venture das Unternehmen Herrenknecht aus. Beide Firmen sind langjährige Projektpartner und haben in der südchinesischen Handelsmetropole eine Vielzahl herausfordernder Projekte erfolgreich realisiert.

Der Unternehmer Dr. E.h. Martin Herrenknecht erklärte, dass in Hongkong seit 15 Jahren maschineller Tunnelbau auf Top-Niveau stattfindet. "Dafür steht exemplarisch nicht nur der Shatin to Central Link. Der parallel entstehende Autotunnel für den Tuen Mun – Chek Lap Kok Link ist ein wahrhafter Gigant und Rekordbrecher im weltweiten Maßstab. Im Auftrag der Hongkonger Regierung erstellt ebenfalls Dragages-Bouygues das größte bisher maschinell gebohrte Tunnelbauwerk.

Mit 17,6 m Bohrdurchmesser, das ist Weltrekord und Champions League", so der Unternehmer im Zuge eines Diskussionspanels auf der 15. Asien-Pazifik-Konferenz vor internationalem Fachpublikum und Industrievertretern. Der 5 km lange Untersee-Tunnel ist Hauptbestandteil des Tuen Mun – Chek Lap Kok Links und spielt künftig eine zentrale Rolle für die Infrastruktur des Hongkong International Airport. Herrenknecht ist seit den 1990er Jahren in der Region Asien-Pazifik und in China aktiv. Inzwischen betreibt das Unternehmen an sechs Standorten in Chi-na eigene Tochtergesellschaften mit ins-gesamt rund 850 Mitarbeitern. In über 700 Projekten kam Herrenknecht-Technik in China zum Einsatz. Allein für den Bau von Metrolinien gruben sich mehr als 240 Herrenknecht-TBM in 25 chinesischen Städten durch den Untergrund.

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Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 45/2016.

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