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Beton Marsch

Flexibel kleinere Mengen Beton tanken

Bei der Entwicklung der BTS fokussierten die Verantwortlichen besonders den modularen Aufbau – denn durch die hohe Modularität ergeben sich flexible Möglichkeiten der Aufstellung. Die Betontankstelle benötigt keine Fundamente und je nach Konfiguration eine Stellfläche von etwa 60 bis 120 m².

Altötting/Kastl (ABZ). – Seit August 2020 steht beim Fliegl-Agro-Center in Kastl eine Fliegl-Betontankstelle des Typs BTS 1000 und ist bereit zum Zapfen. Dort hat jeder die Möglichkeit, seine individuell benötigte Menge des Baustoffs zu beziehen. Dieses Angebot wird nach Angaben des Unternehmens gut angenommen.

Eines der ersten Produkte aus dem Hause Fliegl waren Betonmischer. Auch heute bietet Fliegl noch ein breites Produktportfolio in der Mischtechnik an. Neben Anbaugerät-Mischern und elektrisch angetriebenen Mischern zeigt sich nun auch die innovative BTS-Betontankstelle als eine hilfreiche Ergänzung in der Beton-Szene. Genauso wie Autos an der Zapfsäule betankt werden können, ermöglicht die BTS das Zapfen von Beton in ähnlichem Verfahren. Kleinabnehmer können zeitsparend im Selbstbedienungsverfahren die gewünschte Menge und Rezeptur an Frischbeton oder Estrich über die vollautomatische Anlage tanken.

Die verfügbaren Modelle BTS 500 und BTS 1000 bestehen aus einem Tellermischer, einem Zementsilo sowie bis zu vier Zuschlagsbehältern als Einzel- oder Doppelbunker. Die Bunker werden mit Sand und Kies befüllt. Je nach Betonsorte dosiert die Anlage die entsprechende Menge der Zuschlagsstoffe aus den Vorratsbunkern in den Mischer. Dieser erfasst der elektrisch angetriebene Tellermischer über drei Wiegezellen. Die fertige Rezeptur wird dann automatisch über Beladebänder in das Abholfahrzeug befördert. Voraussetzung zur Inbetriebnahme ist ein Wasser- und ein Stromanschluss. Ein Leistungsstarker Antriebsmotor ermöglicht eine extrem kurze Misch- und Taktzeit von unter drei Minuten bei 1 m³ Beton. Das entspricht einer Füllung der BTS 1000. Bei der Entwicklung der BTS fokussierten die Verantwortlichen besonders den modularen Aufbau – denn durch die hohe Modularität ergeben sich flexible Möglichkeiten der Aufstellung hinsichtlich Anordnung und verfügbarer Fläche. Die Betontankstelle kann somit auf die jeweiligen Gegebenheiten angepasst werden. Die Betontankstelle benötigt keine Fundamente und je nach Konfiguration eine Stellfläche von etwa 60 bis 120 m².

Die Fliegl-BTS ist nicht nur schnell und äußerst flexibel, sondern auch leise, versichert der Hersteller. Die Rührwerkzeuge bestehen aus Polyurethan, welches auf der glatten, großflächigen und sehr verschleißfesten Auskleidung fast keinen Lärm verursacht.

Am Verkaufstresen im Fliegl-Agro-Center in Kastl erhält der Kunde eine fälschungssichere Chipkarte mit seiner gekauften Betonrezeptur. Anschließend stellt er sein Abholfahrzeug unter das Ende des höhenverstellbaren Gurtbandförderers, gibt die Karte ein und die automatische Dosier- und Prozesssteuerung wird aktiviert. Zehn unterschiedliche Rezepturen – bei bis zu vier Zuschlagfraktionen, ein bis zwei Zementsorten sowie die zwei Zusatzmittel Verzögerer und Verflüssiger – stehen über die Standardrezepte in Kleinmengen von 0,15 bis 3 m³ zur Verfügung. Darüber hinaus kann die Anlage auf Betreiberwunsch auch über ein QR-Code-System bedient werden. Stammkunden können Tank- oder EC-Karten nutzen, um den Beton zu beziehen. Bei dieser Form können mehr als 100 Betonsorten und -güten hinterlegt und abgenommen werden.

Da Fliegl auf jahrelange Erfahrung in der Wiege- und Dosiertechnik sowie eine eigene Entwicklungsabteilung zurückgreifen kann, sind sowohl die Hardware, als auch die Elektronik und auch die Steuerungsprogramme eigens konzipiert. Sämtliche Erfahrungen und fundiertes Praxis-Know-how stecken in der Fliegl-BTS. Daher sei auch eine Ersatzteilversorgung der ältesten Anlagen aus der Generation 1.0 (im Bedarfsfalls) garantiert. Auch Service und Wartung bietet die Fliegl-Bau- und Kommunaltechnik an. Per integrierter Datenfernübertragung ist das meist schnell behoben. Bei Wartungsbedarf meldet die Maschine dem Betreiber dies auch an mobile Endgeräte. Das moderne Konzept gibt Auskunft über Füllstände der Bunker und Silos, sodass rechtzeitig reagiert und nachgefüllt werden kann. Der Betreiberaufwand ist auch bei der Reinigung minimal, versichert Fliegl. Das Reinigungssystem aktiviert sich nach dem Mischen innerhalb zeitlich vorgegebener Intervalle selbst. Die Anlage nutzt dafür Sand zur Trockenreinigung. Dieser wird wiederum für die nächste Füllung wiederverwendet.

Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 29/2021.

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