Betonieren rund um die Uhr
Schalung für neue Sphären
Darum wird das Gleitschalungssytem Doka Slipform laut eigener Aussage gerne beim Bau von hohen, vertikal ausgerichteten und monolithischen Betonbauwerken wie Schächten, Hochhauskernen, Silos oder Tanks eingesetzt.
Projekte mit erhöhter Windanfälligkeit oder kurzen Bauzeiten, Bauwerke ohne Fuge und ohne Durchankerung – all das sind Szenarien, in denen Gleitschalung eine gute Schalungslösung bietet, betont Doka. Um auch künftig Projekttypen dieser Art bestmöglich abwickeln zu können, haben die Schalungsexperten von Doka eigenen Angaben zufolge gemeinsam mit erfahrenen Praktikern ein Gleitschalungssystem entwickelt, das auf viele Standardbauteile aus dem Hersteller-Sortiment zurückgreift.
Beim Betonieren mit Gleitschalung wird der Beton in Lagen von etwa 20 bis 30 cm eingebracht. Das Schalungssystem zieht sich danach entlang der betonierten Fläche selbsttätig, hydraulisch nach oben und bedeckt dabei nur so viel Beton wie nötig. Durch das permanente Betonieren rund um die Uhr können Tagesleistungen von bis zu 10 m erreicht werden. Vor Ort passen Experten die Gleitgeschwindigkeit an die Umgebungsbedingungen und Projektparameter an, sorgen für das Einhalten der Bauwerkstoleranzen und der Geometrie, und gewährleisten so einen reibungslosen Ablauf der Gleitarbeiten, erläutert Doka.
Die weltweite Verfügbarkeit vieler Standardteile an bis zu 178 Standorten bringe außerdem einen bedeutenden Logistikvorteil und eine erhebliche Transportkostenersparnis mit sich.
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Dokas Ingenieure unterstützen, so der Hersteller, Bauunternehmen dabei proaktiv, je nach Projektanforderung und Bauvorhaben die Vorzüge von Gleit- oder Kletterschalung gegeneinander abzuwägen und daraufhin die geeignete Methode für die bevorstehende Bauphase auszuwählen. Ein Beispiel dafür sind zwei neu errichtete Silos im Zuge des Umbaus der Kläranlage Saarbrücken-Brebach. Das Bauprojekt war ursprünglich in Kletterschalungsmethode ausgeschrieben, mit einer veranschlagten Rohbauzeit von 16 Wochen.
Doka schlug laut eigener Aussage stattdessen vor, die etwa 18 m hohen Türme per Gleitschalungsverfahren zu erstellen – dadurch waren die Silos am Ende nach bereits fünf Wochen fertiggestellt. "Wichtig ist immer, das Gesamtpaket eines Projekts zu betrachten", erläutert Bernd Reitmaier, Head of Sales Doka Slipform. "Ausschlaggebend bei den zwei Türmen waren zum einen ihre monolithische Bauweise, zum anderen aber natürlich auch die ökonomische Komponente. So war der 24-Stunden-Betrieb der Gleitschalung durch die kurze Bauzeit am Ende kostengünstiger als ein reiner Tagesbetrieb und per Klettern." Fachmännisch vor Ort betreut wurden Auf- und Abbau sowie Betrieb der Gleitschalung von Dokas Richtmeistern.
Schnellere Bauzeiten dürfen aber nicht auf Kosten der Qualität gehen, etwa bei der Einhaltung der genauen Geometrie von Bauwerken. Deshalb greifen Kunden für die Sicherstellung einer exakten Bauausführung gerne auf die Vermessung mit elektronischen Laserzieltafeln von Doka Slipform zurück, berichtet das Unternehmen. Das präzise Gleiten der Schalung sowie der Soll-Ist-Vergleich des Baufortschritts soll somit exakt überwacht werden können. Eine umfassende, digitale Dokumentation mittels Software von Doka unterstütze Bauunternehmen bei der Qualitätskontrolle und vereinfache den Nachweis der Einhaltung von vertraglich festgelegten Vereinbarungen.