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BG Bau zum „Workers’ Memorial Day“

Trotz Corona andere Risiken nicht aus dem Blick verlieren

Trotz des Coronavirus dürften andere Risiken am Bau jetzt nicht aus dem Blick geraten, mahnt die BG Bau anlässlich des „Workers’ Memorial Day“.

Berlin (ABZ). – Das Coronavirus überschattet derzeit alles. Auch die Bauwirtschaft muss sich intensiv mit den arbeits- und gesundheitsrechtlichen sowie wirtschaftlichen Auswirkungen der Pandemie auseinandersetzen. Dennoch dürften andere Risiken am Bau jetzt nicht außer Acht gelassen werden, mahnte die Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft aus Anlass des weltweiten „Workers‘ Memorial Day“ in dieser Woche. Denn „immer noch verunglücken zu viele Menschen, zum Beispiel bei Absturzunfällen“, betonte BG Bau-Hauptgeschäftsführer Klaus-Richard Bergmann.

Am internationalen „Workers‘ Memorial Day“ wird traditionell den Lohnarbeitern gedacht, die aufgrund von Arbeit getötet oder verletzt wurden oder an ihrer Arbeit erkrankt sind. Nach Angaben der BG Bau starben zwischen 2014 und 2019 486 Berufstätige bei der Arbeit am Bau in Deutschland. Die häufigste Unfallart seien Absturzunfälle, gefolgt von Unfällen aufgrund von herabfallenden oder kippenden Bauteilen, abrutschenden Erdmassen sowie Unfälle mit Baumaschinen. Im gleichen Zeitraum ereigneten sich der BG Bau zufolge 152 tödliche Wegeunfälle. „Die Menschen, die draußen auf den Baugerüsten und in den Baugruben stehen, arbeiten trotz der Coronavirus-Krise weiter. Dabei müssen sie sich vor einer Ansteckung mit dem Virus schützen. Gleichzeitig dürfen sie aber auch andere Risiken nicht außer Acht lassen, die weiter Menschenleben fordern. In dieser schwierigen Zeit stehen wir an der Seite der Versicherten und Unternehmen. Wir unterstützen und geben Hilfestellung. Denn wir wollen, dass jeder abends sicher und gesund nach Hause kommt“, so Bergmann.

Die gute Nachricht: Insgesamt sei das Unfallgeschehen über die letzten Jahre deutlich zurückgegangen, so die BG Bau: Die Anzahl der Arbeitsunfälle je 1.000 Personen macht diese Entwicklung deutlich. Die sogenannte 1.000-Personen-Quote ist in den 15 Jahren zwischen 2004 (70,30 Unfälle) und 2018 (53,07 Unfälle) um fast 25 Prozent gesunken, teilte die Berufsgenossenschaft mit. Dafür gesorgt hätten gezielte Initiativen zur Prävention und ein gewachsenes Bewusstsein für einen verbesserten Arbeitsschutz in den Unternehmen. Die bestehende gute Kooperation zwischen Innungen, Verbänden, Unternehmen und der BG Bau müsse genutzt werden, um das Sicherheitsbewusstsein in den Betrieben weiter auszubauen, so Bergmann weiter. „Am Bau müssen alle an einem Strang ziehen: Unternehmer und jeder einzelne Beschäftigte. Die BG Bau sieht sich dabei als Partnerin und Dienstleisterin.“

Mit ihrem Präventionsprogramm „BAU AUF SICHERHEIT. BAU AUF DICH“ sensibilisiert die BG Beschäftigte der Bauwirtschaft und baunaher Dienstleistungen und entwickelt Angebote für die unterschiedlichen Baugewerke. Weitere Informationen dazu unter www.bau-auf-sicherheit-de.

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