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BGH verhandelt über Schallschutz bei Wohnungsmodernisierung

Karlsruhe (dpa). - Bei der Modernisierung einer Wohnung müssen Vorschriften zum Schallschutz eingehalten werden. Über die Frage, ob dabei die Grenzwerte aus dem Baujahr der Wohnung oder dem Jahr der Modernisierung gelten, verhandelt heute der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe. Im Streit sind zwei Eigentümer von übereinanderliegenden Wohnungen in Hamburg (V ZR 276/16). Die Eigentümer der obenliegenden Wohnung ließen 2012 das Bad sanieren. Dabei wurde der Estrich entfernt und eine Fußbodenheizung eingebaut. Die Eigentümer der Wohnung darunter klagten wegen des danach höheren Trittschalls. Vor Gericht geht es nun darum, ob der Grenzwert aus dem Baujahr des Hauses 1990 von 46 Dezibel (dB) oder zum Zeitpunkt der Sanierung (37 dB) eingehalten werden muss. Nach dem Urteil des Landgerichts gilt 46 dB. Die Beklagten akzeptierten das, doch die Kläger wollen mit der Revision den schärferen Grenzwert durchsetzen.

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