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"BIM basiertes Betreiben"

Forschungsprojekt entwickelt Leitfaden

Düsseldorf (ABZ). – "So viel BIM wie für den Projekterfolg nötig, nicht so viel BIM wie möglich. Das Ziel ist keine BIM-Pilotanwendung der Technik wegen, sondern die sinnvolle Nutzung der BIM Methode bei der realen Projektabwicklung", so Christoph Röhr von der Projektentwicklungsgesellschaft RMA Real Estate Management. Die Düsseldorfer BIM Berater Deubim haben gemeinsam mit POS4 Architekten Generalplaner und dem Bauherren ein BIM-Pilotprojekt umgesetzt. Dieses Projekt wurde von der Bergischen Universität Wuppertal (BUW) wissenschaftlich begleitet und vom Bundesministerium sowie vom Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung gefördert. "Oberste Prämisse ist es dabei, die BIM-Methode für Planung, Bau und Bauwerksbetrieb im Mittelstand zu etablieren und hierfür einen Mittelstandsleitfaden mit Praxisbezug zum Projekt vorzustellen", erklärt Andre Pilling, geschäftsführender Gesellschafter der Deubim und Architekt. Bei dem Pilotprojekt handelt es sich um ein Fachmarktzentrum im thüringischen Leinefelde, das vollumfänglich mit der BIM-Methode entwickelt wird. Der gewählte openBIM-Prozess ermöglicht dabei eine optimierte Zusammenarbeit aller Projektbeteiligten.

Vorstellung des Mittelstandsleitfadens auf der Expo Real in München am 08.10.18 um 16.00 Uhr am gemeinsamen Stand von Deubim, POS4 und RMA in Halle C1, Stand 033. BIM ist kein Privileg der großen Architektur- und Ingenieurbüros, Generalplaner und Generalunternehmer, sondern kann und soll genauso Einzug im Mittelstand erhalten. "Das Ziel ist also kein Technologiefeuerwerk, sondern die sinnvolle und pragmatische Nutzung der BIM-Methode im Rahmen der realen Projektabwicklung bis hin zu Leistungsphase 8". Der gewählte openBIM-Prozess bedeutet, dass die verschiedenen Fachdisziplinen zunächst in unterschiedlichen CAD-Programmen arbeiten – in diesem Fall mit ArchiCAD und Revit. Dann wird der jeweilige Planungsstand im IFC-Format zur Koordinierung zusammengeführt und am Ende der einzelnen Leistungsphasen dokumentiert. Der Vorteil dabei: openBIM bietet eine interoperable Methode für die durchgängige und gemeinschaftliche Planung. Denn gerade in kleinen und mittelgroßen Architekturbüros ist es häufig gar nicht möglich, dass die Mitarbeiter kurzfristig auf ein anderes CAD-Programm umsteigen können, weil das Know-how oder die benötigten Tools fehlen. "Hinzu kommt, dass wir auch den ausführenden Firmen die Möglichkeit geben wollen, über IFC Mengen und Massen aus den Modellen zu ziehen und in die Erstellung von Werk- und Montageplanung einzusteigen", so Andre Pilling. Dieser Prozess fördere gleichzeitig eine Kultur des Miteinanders, die sich am gemeinsamen Erfolg des Projektes orientiert.

Zu diesem Thema eingeladen sind auf der Expo am 08.10.2018: Prof. Ing. Rasso Steinmann (Vorstandsvorsitzender buildingSMART Deutschland, Vorsitzender Koordinierungskreis BIM beim VDI) – zugesagt für 16.00 Uhr – und Michael Kießling (mdB, zuständig für die Digitalisierung der Bauwirtschaft in der Bundesregierung) – zugesagt für 10.30 Uhr.

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Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 40/2018.

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