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Bomag

Alternative Antriebskonzepte und digitale Prozesslösungen im Fokus

Der neue BF 200 von Bomag wurde speziell für die Bedürfnisse der Straßenfertigung im Innenstadtbereich entwickelt. Durch seine variable Einbaubreite und seine zwei verschiedenen Fahrerstand-Höhen passt er sich flexibel innerstädtischen Bedingungen an.

Boppard (ABZ). – Unter dem Motto "Weitergedacht" präsentiert Bomag auf der diesjährigen NordBau an Stand F-Nord-N139 eine breite Auswahl aus dem gesamten Produktportfolio. Zu den Highlights zählen dieses Jahr die Hybridversion der Tandemwalze BW 174 AP, der kompakte Cityfertiger BF 200 C-2 und die benzinbetriebene Variante der reversierbaren Rüttelplatte BPR 60/65. Außerdem stellt Bomag die neuen Bedienkonzepte der Kaltfräse BM 500 und des Fertiger BF 700 HMI 1.0 vor. Passend zum Messeschwerpunkt "digitale Baustelle Part 2" zeigt der Baumaschinenhersteller aus Boppard außerdem seine neuen Apps "Bomap" und "AsphaltPro". Bomag hat den BF 200 speziell für die Bedürfnisse der Straßenfertigung im Innenstadtbereich entwickelt. Mit seiner Einbaubreite von 1,1–3,4 m passt er sich flexibel innerstädtischen Bedingungen an und eignet sich bspw. für Rad- und Fußgängerwege. Durch sein 2-Plattformen-Konzept sind auch beengte Projekte wie Unterführungen kein Problem. Durch die Kombination bewährter und innovativer Bomag-Technologien arbeitet der City-Fertiger effizient, schnell und kostensparend bei gewohnt hoher Einbauqualität. Mit seinem aktiven Motor- und Hydraulikmanagement spart der BF 200 C-2 nach Herstellerangaben bis zu 20 % Kraftstoff ein, reduziert den Lärm deutlich und schont die Umwelt.

Mit einem innovativen Hydraulik-Hybrid-Antriebssystem für seine neue Tandemwalze will Bomag alternative Antriebstechnik in Baumaschinen voranbringen: Die Antriebseinheit besteht aus einem modernen Dieselmotor, einem hydraulischen Speicher und dem Asphalt Manager. Der Hydraulikspeicher deckt kurzzeitige Lastspitzen ab, wie sie z. B. beim Einschalten der Vibration auftreten. Dadurch lässt sich ein kompakterer Motor einsetzen. Die Hybrid-Lösung schont somit die Umwelt und spart Kosten: Kraftstoffverbrauch und CO2-Emissionen sinken laut Hersteller um bis zu 20 %, ohne dabei an Leistung gegenüber den herkömmlich betriebenen Schwester-Tandemwalzen einzubüßen.

Mit der BPR 60/65 zeigt Bomag in Neumünster eine benzinbetriebene Alternative im Bereich der reversierbaren Vibrationsplatten. Mit einem Betriebsgewicht von 420 kg und einer Arbeitsbreite von 650 mm erzielt sie laut Hersteller sehr gute Verdichtungsergebnisse und erreicht eine hohe Flächenleistung im Erd- und Pflasterbau. Mit dem optional erhältlichen Bomag Economizer können Kunden die Betriebskosten der Maschine noch weiter senken. Das System ermittelt automatisch den Verdichtungsfortschritt. Der Bediener kann so jederzeit und zuverlässig Schwachstellen im Untergrund erkennen und entsprechend frühzeitig reagieren. Teure Nacharbeiten entfallen. Zudem werden unnötige Übergänge verhindert und eine Überverdichtung vermieden. Nach Herstellerangaben bedeutet dies eine Zeitersparnis von bis zu 25 %.

Einfach, intuitiv und schnell muss der Zugang zu einem FDVK-Gerät auf der Baustelle sein. Am besten, der Anwender kann hierfür vertraute Hardware benutzen. Der Screenshot zeigt die Ausführung der Bomap auf einem handelsüblichen Android-Gerät.

Auch im Bereich der kompakten Kaltfräsen hat Bomag Weiterentwicklungen vorgenommen: Die Maschinen der zweiten Generation verfügen über einen leistungsstarken 105 kW-Dieselantrieb, der selbstverständlich die strenge Abgasnorm Stage 5 erfüllt und für die EU Abgasstufe 5 bereit ist. Ein besonderes Highlight der zweiten Generation ist der vollständig überarbeitete Komfortarbeitsplatz. Die komplette Plattform einschließlich der Bedienelemente ist schwingungsisoliert und damit frei von belastenden Vibrationen. Von hier aus kann der Fräsenführer alle Arbeitsvorgänge in einer ergonomischen Sitzposition sicher verrichten. Das Dach lässt sich jederzeit im Sitzen vertikal und horizontal verstellen, was auf beengten Baustellen von großem Vorteil ist. Außerdem hat ein grafisches 7xyz-Farb-Display Einzug in das moderne Fräsen-Cockpit gehalten. Alle für eine hohe Oberflächenqualität relevanten Parameter behält der Bediener im Auge und hat auf wichtige Maschinenfunktionen nun noch intuitiver Zugriff. Die Höhenverstellung der Fräse lässt sich über zwei Hebel am Lenkrad sowie Tastern am Joystick proportional regeln und dosieren. Schnelligkeit und Präzision bringt die neue Funktion unter einen Hut und spart so nebenbei wertvolle Zeit auf der Baustelle.

Straßenbau ist Präzisionsarbeit. Hierfür muss der Bediener eines Straßenfertigers immer alles im Griff haben. Bomag präsentiert vor diesem Hintergrund auf der NordBau 2019 ein innovatives Bedienkonzept für seine kettengetriebenen Straßenfertiger der zweiten Generation. Der neue Multifunktionssitz bringt noch mehr Bedien-, Sitz- und Fahrkomfort auf den Fertiger. Alle wichtigen Bedienfunktionen sind über die beiden ergonomischen Armkonsolen und einen Joystick verfügbar. Das Sideview-System von Bomag ermöglicht dem Fahrer eine gute Sicht auf die Maschine. Insgesamt sorgt das neuartige Bedienkonzept für ein noch bequemeres und entspannteres Arbeiten. Ohne den Sitz zu verlassen oder sich nach vorne beugen zu müssen, hat der Fahrer stets die volle Kontrolle über alles und behält den Überblick. Die neuen Bedienpanelen an der Bohle überzeugen durch die integrierte Nivellierung sowie Zusatzfunktionen wie wegeabhängige Neigungs- und Dachprofilsystem oder den integrierten Massenrechner.

Die Tandemwalze BW 174 AP Hybrid nutzt die dynamischen Leistungsreserven eines Hydraulik-Speichers, um Lastspitzen beim Einschalten der Vibration zu bedienen.

Die Dokumentation des Verdichtungsfortschritts rückt im Zuge der Digitalisierung immer weiter in den Fokus des Bausektors. Allerdings gelten aktuelle Systeme zur flächendeckenden Verdichtungskontrolle (FDVK) oft als zu kompliziert und schwierig zu bedienen. Mit diesem Image will Bomag nun mit der Bomap aufräumen. Der Baumaschinenhersteller bietet mit einer sofort einsatzbereiten Click-and-Go Lösung eine App an, die nach eigenen Angaben so intuitiv gestaltet ist, dass sie ohne aufwendige Schulung des Maschinenführers auskommt. Die kostenfreie App kann ohne langwierige Einrichtung auf allen aktuellen Android Smartphones und Tablets genutzt werden. Sie dokumentiert auf Walzen aller Hersteller die Überfahrten, die optionale Antenne liefert einen noch präziseren GPS-Standort. Über eine Bluetooth-Schnittstelle können für Bomag Maschinen außerdem vollautomatisch weitere Messdaten wie EVIB, Temperatur oder Amplitude aufgezeichnet werden. Mit der Bomap erweitert Bomag so seine Produktstrategie für die digitale Baustelle. Bomag und Volz Consulting gaben auf der bauma erstmals ihre Kooperation zur Digitalisierung des Straßenbaus bekannt. Ziel der Zusammenarbeit ist die Vermarktung und Weiterentwicklung von digitalen Prozesslösungen für den Straßenbau. Durch die Kooperation entsteht das umfassende Prozessoptimierungssystem "AsphaltPro" für den Straßenbau. Baustellen können mobil per App geplant und sämtliche Einsätze und Ressourcen eines Unternehmens in einer Multiprojektsicht koordiniert werden. Während der Bauausführung werden Mischanlagen, Lkw-Logistik und Baustellen vernetzt. Abweichungen vom Bauablauf sind in Echtzeit erkennbar und Gegenmaßnahmen lassen sich ohne Zeitverlust einleiten. Das Ergebnis ist eine detaillierte Prozessdokumentation analog des Building Information Modelings (BIM).

Neben schweren Maschinen zeigt Bomag auf der NordBau auch eine große Auswahl an Produkten aus dem Light Equipment. Bedienerergonomie und Umweltschutz stehen hierbei klar im Fokus. Ob Stampfer, Vibrationsplatten oder handgeführte Vibrationswalzen, Bomag entwickelt seine Maschinen ständig weiter, für reduzierte CO2-Emissionen und eine geringere Vibrationsbelastung.

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Dieser Artikel erschien in der Ausgabe Allgemeine Bauzeitung 36/2019.

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